Zu Beginn der 60er Jahre wagte sich der junge Berliner Produzent Horst Wendlandt zum ersten Mal an die Verfilmung des Karl-May-Romans "Der Schatz im Silbersee". Als Drehort wählte er das damalige Jugoslawien, als Winnetoudarsteller einen damals noch unbekannten französischen Schauspieler: Pierre Brice. Die meteorologischen Bedingungen waren günstig und die Produktionskosten unschlagbar billig. Das Hinterland von Kroatien war noch unberührt und landschaftlich vielseitig. Gerade die vielen Flächen Karstland erinnerten an die amerikanische Prärie. Wendlandt hatte den richtigen Instinkt: "Der Schatz im Silbersee", war so erfolgreich, dass in der Folge zehn weitere Karl-May-Filme entstanden. Die verschiedenen Drehorte der Winnetou-Filme lesen sich heute wie die Highlights eines Kroatien-Reiseführers. Daher nimmt der Reiseweg "Auf Winnetous Spuren durch Kroatien" die Karl May-Filme als dramaturgisches Gerüst, um vor allem die grandiosen Naturschauplätze, die heute zum großen Teil als Nationalparks geschützt sind, vorzustellen. Gemeinsam mit "Winnetou"-Darsteller Pierre Brice bereist das Reisewege-Team verschiedene Drehorte, wie die Plitvicer Seen, das Velebit-Gebirge, die Krka-Wasserfälle und die Paklenica-Schlucht. Pierre Brice erzählt von den langwierigen anstrengenden Dreharbeiten im fremden Land mit Darstellern aus verschiedenen Nationen. Zu Wort kommt auch der Bühnenarchitekt Vladimir Tadej, der eine Vielzahl der Drehorte fand und für den Bau der Kulissen verantwortlich war. Ehemalige einheimische Statisten erinnern sich an ihrem großen und nicht ganz ungefährlichen Auftritt als "Indianer". Neben den Naturschauplätzen stellt der Film auch die beiden Küstenstädte Trogir und Zadar vor, und macht Halt im legendären Hotel Alan in Starigrad, in dem damals die Filmstars logierten.
In Deutschland ist er eine lebende Legende, in Frankreich hingegen nie einem größeren Publikum bekannt geworden: Winnetou-Darsteller Pierre Brice. Regisseur Oliver Schwehm zeichnet auf einfühlsame Weise den Werdegang des französischen Schauspielers nach, dessen Karriere in den 1950er-Jahren nur sehr zögerlich in Fahrt kam, ehe er durch die Rolle des edlen Apachen-Häuptlings einen kometenhaften Aufstieg erlebte. Brice sinniert über seine Rolle als "Winnetou" und besucht 40 Jahre nach Abschluss der letzten Dreharbeiten die Original-Schauplätze in Kroatien. Aussagen von Kollegen und einstigen Weggefährten (u.a. Mario Adorf, Marie Versini) sowie zahlreiche Filmausschnitte runden die kurzweilige Dokumentation ab.