Neben Hermann Nitsch, Otto Mühl und Rudolf Schwarzkogler zählt Günter Brus zu der zentralen Gruppe der Künstler, die unter dem Begriff "Wiener Aktionismus" bekannt geworden sind. Anfang der Sechziger Jahre inszeniert Brus seine ersten Aktionen in Wien. Die Radikalität seiner Kunst bewirkt ein Affront mit der österreichischen Staatsmacht. Nach der Verurteilung zu 6 Monaten verschärften Arrests, flüchtet Brus 1970 vorübergehend nach Berlin. Brus stellt in den darauffolgenden Jahren in international bedeutenden Mussen und Galerien aus und gehört mittlerweile zu den profiliertesten österreichischen Künstlern der Gegenwart.