Eine Gruppe Sannyasins zieht zu Beginn der 80er Jahre von Berlin auf einen Bauernhof in einer kleinen Gemeinde mitten in Oberbayern - Urschreitherapie und Vollkorn- schrot treffen auf Schützenverein und fest gefügte Horizonte. Mittendrin die zwölfjährige Lili (Amber Bongard) mit ihrem Bruder Fabian (Bela Baumann) und ihrer Mutter Amrita (Petra Schmidt-Schaller).
Die Dorfbewohner beobachten die Bhagwan-Anhänger mit neugierigem Misstrauen. Die stets orange gewandete „WG“ ist ihnen mehr als suspekt, und nicht nur der erzkonservative Nachbar und Bürgermeister (Heinz-Josef Braun) findet es alles andere als unwahrscheinlich, dass die Sannyasins mindestens auch Verbindungen zur RAF unterhalten... und Schlimmeres. So gerät insbesondere Lili zwischen die Fronten: nicht zuletzt in der Schule wird sie von den anderen Kindern gemieden. Sie hat es satt, „etwas Besonderes“ zu sein. Und was ist eigentlich so schlecht an einem ganz normalen, spießigenFamilienleben?
Lili beginnt, ein Doppelleben zu führen: Zu Hause trägt sie weiter Orange, lebt vegetarisch und reißt linksalternative Sprüche. Für die Schule aber tauscht sie orange Pluderhosen gegen grau- en Faltenrock und betet mit den anderen das „Vater Unser“. Lange kann der Spagat zwischen Om und Amen natürlich nicht gut gehen...