Der Film unternimmt eine Reise in die städtische Peripherie, eine Welt, die den meisten völlig unbekannt ist, obwohl sie direkt vor unserer Haustür beginnt. Und siehe da, das vermeintliche Niemandsland zwischen Schnellstraßen, Gewerbegebieten und Brachflächen ist bevölkert von Menschen, die sich diesen Raum zu Eigen gemacht haben und sich hier eine eigene Welt aufbauen – Archipele in den so schwer zu fassenden Un-Orten am Rande der Stadt, Freiräume für Sehnsüchte und ungewöhnliche Pläne.
Als Kölner Stämme bezeichnen sich rund 80 Vereine aus Köln, deren Mitglieder sich als Hunnen, Mongolen, Wikinger, Indianer oder Afrikaner verkleiden und einen Großteil ihrer Freizeit der Herstellung aufwendiger Kostüme, Waffen und Zelte widmen. Und das nicht nur im Karneval.
Während der Sommermonate campen sie in Kölner Grünanlagen, um gemeinsam mit der Familie, Freunden oder Arbeitskollegen die Lebenswelten 'fremder' Völker und vergangener Epochen nachzuspielen. Höhepunkte dieser Zeltlager sind opulent inszenierte Rollenspiele mit denen das Leben am Hofe Attilas oder Dschingis Khans in Szene gesetzt wird.
Angeleitet werden diese Spektakel von den Vereinsschamanen, die für die anderen Mitglieder auch Initiationsrituale, Hochzeitsfeiern und manchmal sogar Beerdingungszeremonien durchführen. Dabei mischen sich Elemente verschiedener ritueller Praktiken und Traditionen – vom Karneval bis zum sibirischen Schamanismus. Um diesen kreativen Prozess der Aneignung und Transformation der 'eigenen' und der 'fremden' Kultur(en) zu erforschen, hat die Ethnologin und Filmemacherin Anja Dreschke die Kölner Stämme über mehrere Jahre begleitet.
Rumpe und Tuli. Zwei Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, machen sich auf den Weg, ihre besten Freunde zu retten. Eine Aufgabe, die sie in gefährliche Situationen bringt und an den Rand des Wahnsinns treibt. Sie bekommen dabei Hilfe von den nettesten, talentiertesten und spielsüchtigsten Menschen der Stadt. Sie entdecken Köln – die geheimsten Orte, die kürzesten Abkürzungen, die angesagtesten Locations.
Ein zu 80 Prozent improvisiertes Spektakel und das außergewöhnlichste Kinoerlebnis seit „Titanic“. Rumpe und Tuli.
"Ich bin schwanger" "Ehrlich? Ohne Scheiß? Und wievielter Monat?" "Vierter." Wie das Kind der Regisseurin, so wächst auch der Film heran und begleitet über zwei Jahre Ertan, Ali, Kais, Alban und die anderen Jungs vom Kölner Jugendtreff "Klingelpütz". In dieser Zeit ist alles drin, von der abgebrochenen Ausbildung, über Probleme mit der Polizei, bis hin zur Hauptrolle in einer Musicalproduktion.
| ZUSATZINFORMATION
Filme von Kölner Regisseuren, zu Kölner Themen oder mit Drehort Köln – am Thema der KölnFilm-Edition besteht kein Zweifel. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, der Kölner Film- und Kinobranche – auch in Köln selbst – mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen sowie den hier neu entstehenden, filmischen Bildern der Stadt ein Gedächtnis zu geben.