Background - Informationen | Erklärungen zu den Bewertungskriterien der Reviews
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Allgemeines
Zu allererst soll die Frage "Was bezwecken wir mit unserer Seite" beantwortet werden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, DVDs vom technischen Standpunkt zu beurteilen. Dabei betrachten wir Bild, Ton und die Ausstattung einer DVD als die Kriterien, welche die technische Qualität einer DVD ausmachen. Der Inhalt des Films fließt nicht in die Benotung mit ein.
Unsere Benotung soll objektiv sein und wir haben dazu eine Notenskala etabliert, die den Vergleich einzelner DVDs miteinander zulässt. Konsequenterweise ist unser Vergleich nur unter Berücksichtigung des Alters des Films sinnvoll, da aktuelle Produktionen älteren meist deutlich überlegen sind. Bekommt also ein Film aus den 50ern eine bestimmte Note, ist diese immer in Relation zu Filmen mit ähnlichem Alter zu sehen.
Unsere Notenskala reicht von 0 bis 5 Punkten. Dabei wird eine durchschnittliche DVD mit 3 Punkten bewertet. Für positive und negative Abweichungen gibt es dann eine entsprechende Anpassung der Note nach unten oder oben. Dabei orientieren wir uns daran, wie sehr das vorhandene Problem vom eigentlichen Film ablenkt. Die DVD bietet erstmals die Möglichkeit eines perfekten Fernsehbilds. Dem Zuschauer soll daher für sein Geld auch das bestmögliche Ergebnis präsentiert werden. "Besser als VHS" reicht uns nicht als Existenzberechtigung für eine DVD.
Bevor man jedoch viele der von uns geschilderten Probleme überhaupt sehen/hören kann, bedarf es einer möglichst optimalen Einstellung der vorhandenen Geräte. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Test-DVDs, von denen mindestens eine im heimischen Regal nicht fehlen sollte. Damit lassen sich dann Faktoren wie Schärfe, Helligkeit, Kontrast und Farbe optimal einstellen. Auch die richtige Abstimmung der Lautsprecher aufeinander kann mit einer solchen DVD bequem erledigt werden. Weiter ist auf eine richtige Verkabelung der Komponenten zu achten. Wer von einem normalen Antennenkabel zu einer direkten RGB-Verbindung seines DVD-Spielers mit dem Fernsehgerät wechselt, wird schon eine deutliche Qualitätsverbesserung erzielen.
Bild
Schärfe/Details:
Die Schärfe des Bilds ist meist die erste auffällige Eigenschaft. Ein optimales Bild soll scharf sein und möglichst viele Details bieten. Es gibt viele Ursachen, warum ein Bild nicht die optimale Schärfe hat. Einer ist beispielsweise, dass aus Kostengründen einfach eine vorhandene NTSC-Fassung in eine PAL-Version "umgerechnet" wird. Da NTSC weniger Zeilen als PAL besitzt, werden dabei Informationen zum Bild hinzugerechnet, die eigentlich gar nicht vorhanden sind. Dadurch wird das Bild unscharf. Aber auch Weichzeichner oder übermäßige Kompression kommen als Ursache in Frage.
Es kann aber auch digital versucht werden, mit Schärfefiltern zu mehr Schärfe zu kommen. Was aber auf den ersten Blick nach mehr Schärfe aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung meist als Mogelpackung: Doppelkonturen oder ein Aura oder eine Art Heiligenschein um Objekte sind meist die negativen Folgen. Auch verstärktes Zeilenflimmern, vor allem in feinen Strukturen, kann von einem Schärfefilter stammen.
Farbe/Kontrast:
Für eine DVD ist es wichtig, dass der technisch mögliche Farb- und Kontrastumfang ausgeschöpft wird. Die Farben sollen möglichst kräftig und leuchtend sein, ohne dabei unnatürlich oder übertrieben zu wirken. Auch ein Farbstich sollte, sofern er nicht als Stilmittel gewollt ist, vermieden werden.
Das Bild darf nicht zu dunkel oder zu hell sein (unter- oder überbelichtet). Der Kontrast sollte für ein sattes Schwarz und ein sauberes Weiß sorgen. Abweichungen zu Grau hin sind dabei zu vermeiden. Er darf aber auch nicht so steil sein, dass in schwarzen Bildbereichen Details verloren gehen oder helle Bildteile überstrahlen.
Auch Helligkeitsschwankungen, die teilweise sogar in schneller Abfolge auftreten und dann für einen pumpartigen Effekt sorgen, führen zu Abzug.
Rauschen:
Rauschen, oder manchmal auch als Körnigkeit bezeichnet, sollte bei einer DVD möglichst wenig vorkommen. Ganz ohne Rauschen sind meist nur Filme, die komplett im Computer entstanden und auch mittels eines digitalen Transfers den Weg auf die DVD gefunden haben. Man sieht also, Rauschen entsteht überwiegend da, wo analoge Komponenten mit im Spiel sind.
Gegen Rauschen hält die digitale Trickkiste eine Vielzahl von Filter bereit. Diese "rechnen" das Rauschen aus dem Bild. Dabei entstehen bei unsachgemäßer Anwendung stehende Rauschmuster. Diese fallen dadurch auf, dass beispielsweise bei Kameraschwenks die Körnung des Bilds stehen bleibt. Aber auch in Gesichtern sind sie oft deutlich zu erkennen, wenn sich der Kopf leicht bewegt, die Stirn aber z.B. "stehen" bleibt.
Der Einsatz von Rauschfiltern erfordert also viel Fingerspitzengefühl und sollte nur auf unbewegte Bildteile angewendet werden. Der gekonnte Einsatz eines Rauschfilters führt in der Regel zu einem rauscharmen Bild bei unbewegten Bildteilen und Restrauschen in Bewegungen.
Rauschen:
Defekte sind meist Beschädigungen am Ursprungsmaterial (z.B. Zelluloid). Diese äußern sich in Form von punktuellen Störungen (oft weiß), Schmutz (oft schwarz oder als Haare und Fäden) oder Kratzer. Aber auch Aktmarkierungen (meist in der rechten oberen Ecke in Form von schwarzen/weißen Dreiecken/Kreisen), die dem Filmvorführer den Wechsel der Filmrolle ankündigen sollen, sind immer wieder zu finden. Daher sollte eine möglichst unbenutzte Vorlage für den Transfer auf DVD verwendet werden oder eine digitale Nachbearbeitung zur "Bereinigung" erfolgen.
Ein unruhiger Bildstand sollte ebenfalls vermieden werden. Er macht, wie sein Name schon suggeriert, das Bild unruhig. Filmmaterial besitzt links und rechts gleichmäßige Löcher zur Führung des Films durch den Projektor. Wird dieser Transport beschädigt (beispielsweise durch Verwendung eines Projektors mit defektem Führmechanismus oder einfach zu häufigem Abspielen des Films) läuft der Film nicht mehr gleichmäßig. Es kommt zu links/rechts- oder auf/ab-Bewegungen des Bilds.
Kompression:
Um den Platz auf einer DVD möglichst optimal zu nutzen, werden die Daten komprimiert. Dazu dient das MPEG-2-Verfahren. Dieses arbeitet nicht verlustfrei, was je nach Kompressionsgrad zu deutlichen Abweichungen vom Original nach dem Entpacken führen kann. Erstrebenswert ist daher eine sorgfältige Kompression, die beim Betrachten der DVD nicht mehr auffällt.
Hier die häufigsten Probleme im Zusammenhang mit komprimierten Bilddaten:
Blockbildung: Die Kompression versucht ähnliche benachbarte Pixel zu Blöcken zusammenzufassen. Bei zu hohem Kompressionsfaktor werden diese Blöcke dann sichtbar. Besonders deutlich ist dies meist in Bildbereichen mit konstanter Farbe oder in Farbverläufen zu sehen.
Blockrauschen: Beim Blockrauschen sind die Blöcke der Kompression zwar nicht als solche im laufenden Bild zu sehen. Betrachtet man allerdings die Einzelbildabfolge sieht man viele unterschiedliche Blöcke, die von Bild zu Bild sprunghaft ihre Position wechseln. Dies führt zu deutlicher Unruhe im laufenden Bild.
jpeg-Artefakte: Gelegentlich finden sich auch jpeg-Artefakte. Diese sind am besten an Kanten zu sehen, die dadurch "ausgefranst" wirken.
Ton
Tonqualität:
Die Note für die Tonqualität wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören Rauschen, Dumpfheit/Klarheit, Dynamik (leiseste - lauteste Stelle) und Verzerrungen. Aber auch die Abstimmung der Dialoge zur Musik und den Geräuschen kann, z.B. bei schwer verständlichen Dialogen aufgrund zu leiser Abmischung, zur Abwertung führen.
In dieser Kategorie kommt es bei aktuellen Produktionen nur selten zu deutlichen Abwertungen. Eine vernünftige Tonqualität auf die DVD zu bringen stellt heutzutage kein großes Problem mehr da. Aber auch hier bestätigen negative Ausnahmen die Regel.
Surround-Mix:
Der Einsatz mehrerer Lautsprecher ermöglicht ein beeindruckendes Klangerlebnis, welches durch die DVD optimal unterstützt wird. Beim Surround-Mix wird das akustische Raumerlebnis bewertet. Neben einer möglichst ausgeprägten Stereo-Front ist ein natürlich und nicht zu aufdringlich wirkender Surround-Bereich erstrebenswert. Auch der Subwoofer soll an den passenden Stellen für einen ordentlichen Bass sorgen. Wert wird dabei nicht auf möglichst viele Effekte gelegt, sondern die Akustik soll optimal zum Film passen. Eine ruhige Komödie kann dabei durch sehr gute Umgebungsgeräusche (Regen, Wind, Vögel usw.) ebenso überzeugen, wie ein Actionfilm bei dem es ordentlich zur Sache geht.
Ein Film in Mono bekommt beim Raumklang folgerichtig 0 Punkte. Je nachdem wie sich dann Stereo und Surround hinzugesellen, wird die Wertung erhöht. Dabei kann eine sehr gute Tonspur in Dolby Digital 2.0 (Surround) durchaus eine höhere Wertung als eine Spur in Dolby Digital 5.1 erhalten. Nicht die Anzahl der Kanäle wird bewertet, sondern deren Einsatz.
Ausstattung
Die Grundausstattung einer DVD umfasst neben einem Menü und der Kapiteleinteilung die Originalsprache und das Original-Bildformat, in welchem gedreht wurde. Dafür gibt es noch keinen Punkt für die Ausstattung. Wünschenswert sind darüber hinaus auch noch Untertitel. Extras, die nur der Bewerbung weitere DVDs/Filme dienen, führen zu keiner Aufwertung.
Weitere mögliche Extras sind: Trailer, Kommentarspur, Making Of, Dokumentationen, Interviews, Gelöschte Szenen ...
Gesamturteil
Die Gesamtwertung ist als letztendliche Kaufempfehlung zu verstehen. Sie stellt meist nicht nur den Durchschnitt der bisher vergebenen Noten dar. Vielmehr soll hier das Preis-/Leistungsverhältnis bewertet werden, also eine Note dafür, was der Käufer für sein Geld bekommt. So ist es durchaus möglich, dass eine DVD mit durchschnittlichem Bild und Ton eine überdurchschnittliche Gesamtwertung bekommt, einfach weil sie zu einem angemessenen Preis erhältlich ist.