Filmemacher Michael Moore wirft einen kritischen Blick auf US-Präsident George W. Bush und seinen Krieg gegen den Terrorismus. Er beginnt mit der Schilderung von Bushs umstrittenen Wahlsieg im November 2000 und beschäftigt sich dann eingehend mit den engen geschäftlichen und privaten Beziehungen, die Familie Bush mit dem saudischen Königshaus und vor allem mit den Bin Ladens unterhält. Schonungslos zeigt er die Reaktion des Präsidenten auf die Nachricht von den Anschlägen auf die Twin Towers am 11. September 2001. Auf den Terrorakt folgt eine Berichterstattung in den Medien, die eine ständige Panik vor neuen Anschlägen unter den US-Bürgern schüren soll. Der "USA Patriot Act" wird beschlossen, aber viele Abgeordnete haben die Verordnung gar nicht gelesen, bevor sie im Kongress dafür stimmten. Also fährt Michael Moore im Eiswagen durch Washington D.C. und liest laut daraus vor. Ziehen die USA tatsächlich wegen der angeblichen Massenvernichtungswaffen in den Krieg gegen den Irak oder stecken nicht vielmehr wirtschaftliche Interessen dahinter? Auch zu diesem Thema hat Michael Moore seine eigenen Thesen, die er mit fundierten Expertisen zu belegen versucht. Außerdem zeigt er in erschütternden Bildern, welche Folgen der Krieg sowohl im Nahen Osten als auch in den Vereinigten Staaten hat: verschleierte Frauen, die von US-Soldaten bedrängt werden, Not und Elend im Irak, resignierte, verstümmelte GIs im Militärhospital, Familien, die ihre Angehörigen im Krieg verloren haben und US-Rekrutierungskommandos, die versuchen, Schüler aus den ärmsten Gegenden des Landes für den Militäreinsatz im Nahen Osten zu gewinnen. Und wieso gibt es von 535 Kongressabgeordneten nur einen, dessen Sohn im Irak-Krieg kämpfte?
WERBUNG
| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (1.78:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Für diesen Film musste überwiegend Fernsehmaterial aus Nachrichtensendungen und Dokumentationen herhalten. Entsprechend schlecht ist auch die Bildqualität. Hinzu kommt dann noch, dass das Material oftmals vom Vollbild-Format auf 1,77:1 aufgezoomt wurde, was nicht gerade zur Qualitätssteigerung beiträgt. Ebenfalls negativ haben sich Rauschfilter auf das Bild ausgewirkt, die zu stellenweise extremen stehenden Rauschmustern geführt haben. Negativ fällt weiter auf, dass Bewegungen sehr häufig von - teils deutlichem - Ruckeln begleitet wird. Deutlich besser ist die Bildqualität bei den extra für diesen Film gedrehten Szenen. Aber auch diese haben ihre Probleme mit der Bildschärfe und stehenden Rauschmustern. Insgesamt reicht es zu knappen zwei Punkten für die Vorlage. Die Kompression ist meist nicht bei ihrer Arbeit zu sehen.
Der Sprecher (Michael Moore im Original) ist sowohl bei der englischen als auch deutschen Tonspur stets gut verständlich. Die vielen Bilddokumente sind auch in der deutschen Sprachversion im Original zu hören und sind von unterschiedlich guter Qualität. Rauschen und Verzerrungen sind ebenso an der Tagesordnung wie auch sonstige Störgeräusche. Insgesamt gilt aber, das die Sprache stets gut verständlich ist. Raumklang wird bei dem sehr monolog-/dialoglastigen Film nur selten geboten. Hier und da etwas Musik, selten einmal Geräusche im Surroundbereich.
An den Stellen 1:03:12 und 1:15:22 kommt es beim englischen Originalton zu kurzen Tonaussetzern.
- Vor der US Invasion
- Amnestie
- Unterwegs mit den Truppen
- Bush vs. 9/11 Kommission
- Rice vs. 9/11 Kommission
- Filmpremiere in Washington D.C.
- Der Soundtrack zum Krieg
- Einsatzbericht
- Comedy nach 9/11
- Grenzschutz in Florida
Bemerkungen:
Das Featurette zeigt viele Stimmen zum Film.
Vor der U Invasion zeigt Bilder aus dem Irak, bevor die ersten Bomben fielen.
Unterwegs mit den Truppen berichtet von den Erlebnissen eines Journalisten, der die US Truppen begleitet hat.
Beim Einsatzbericht berichtet eine Soldat über seinen Einsatz im Iraq und deren Begleitumstände.
Amnestie zeigt die Freilassung von inhaftierten Verdächtigen im Iraq.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Aufgrund der Herkunft des Ausgangsmaterials, aber auch durch den Einsatz von Rauschfiltern, kann das Bild nicht überzeugen. Auch der Ton hat seine Schwächen.
Anmerkung: Diese DVD kauft man sich nicht wegen der Bild-/Tonqualität. Daher sollte sich niemand durch die vergebenen Noten vom Kauf abhalten lassen.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Pioneer DV-757Ai (über RGB)
Verstärker:
Yamaha DSP A2
Fernseher:
Sony KV-32WF3D
Dieses Review wurde am 18. Oktober 2004 von Jürgen Grieb
geschrieben.