Im dritten Abenteuer des Geheimagenten Ethan Hunt (Tom Cruise) will dieser eigentlich nichts anderes, als mit seiner Verlobten Julia (Michelle Monaghan) das Zivilleben genießen. Doch dann bekommt er es mit dem fiesen Waffenhändler Owen Davies (Philip Seymour Hoffman) zu tun, der nicht nur hinter einer mysteriösen Superwaffe her ist – sondern auch Julia in seine Gewalt bekommt.
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bemerkungen:
Die Erwartungen an die Bildqualität von „M:i III“ sind hoch, handelt es sich doch um einen ganz aktuellen Film. Wie aber schon die drei Punkte verraten, wird der Zuschauer nicht völlig zufrieden gestellt. Die visuelle Erscheinung erzeugt ein Wechselbad der Gefühle, denn es gibt sowohl super scharfe Außenaufnahmen mit Referenzqualität, z.B. vom Vatikan, wie auch grausam unscharfe Nahaufnahmen, z.B. bei der Besprechung um 0:28 herum. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass 50% der Close-Ups leicht bis sehr unscharf sind; manchmal ist das links Ohr von Tom Cruise scharf, aber nicht sein Gesichtsfeld. Erschwerend kommt hinzu, dass J. J. Abrams viel mit „Wackelkamera“ dreht, was dazu führt, dass manche Szenen zwischen scharf und unscharf alternieren.
Die Vorlage ist ansonsten frei von Defekten und durchgehend leicht verrauscht, was beim Sehen aber nicht stört. Nur manche dunkle Einstellungen zeigen eine deutlichere Körnung. Die Kompression mit Microsofts VC-1 ist tadellos.
Die Unschärfeproblematik kann nicht dem HDDVD-Transfer angelastet werden, sondern ist ausschließlich die Schuld des Kameramanns. Aber sie ist Teil der Vorlage und so wie die aussieht, macht das HD-Sehen nur bedingt Spaß.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
Dolby Digital Plus 5.1 in Deutsch
Dolby Digital Plus 5.1 in Englisch
Dolby Digital Plus 5.1 in Französisch
Bemerkungen:
Der Ton präsentiert sich klar und auch in der deutschen Synchronisation sind die Stimmen nicht übermäßig laut. Beim Surround-Mix gibt es Abzüge, weil den Zuschauer stellenweise der Eindruck beschleicht, die hinteren Boxen seinen ausgefallen. In diesen Szenen fehlen jegliche Umgebungsgeräusche. Dafür sind die Actionsequenzen auch audio-mäßig der Kracher.
(Durch Einschränkungen der Testgeräte wurde der Ton als recodiertes DTS mit 1,5 MBit/s gehört. Diese Recodierung ist eine Standardfunktion des HDDVD-Players von Toshiba, um die neuen höherwertigen Tonformate mit konventionellen Surround-Verstärkern wiedergeben zu können.)
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Medientyp:
HD-DVD 30
Verpackung:
HD-DVD Amaray
Bonus-Material:
- Audiokommentar mit Tom Cruise und Regisseur JJ Abrams
- Making of
- Generation Cruise
- entfernte Szenen
- 7 Featurettes
- Fotogalerie
- Kinotrailer & TV-Spots
- hervorragende Leistung im Film
Bemerkungen:
Paramount tut es Universal gleich und beginnt auch seine HDDVDs für Deutschland mit einer lästigen Sprachabfrage (zum Glück gibt es noch Warner, die wissen wie es richtig gemacht wird). Danach beginnt man im Hauptmenü, dessen Zweck sind nicht so recht erschließen mag, bietet doch das während der Wiedergabe einblendbare Menü die selben Optionen.
Auf der ersten Scheibe befindet sich ein „Video“-Kommentar von Tom Cruise und J. J. Abrams. Aktiviert man diesen, so sieht man beide Sprecher in einem kleinen Fenster eingeblendet. Zusätzlich werden in diesem Fenster manchmal Aufnahmen von den Dreharbeiten gezeigt. Haben sie viel zu erzählen, dann halten sie die Filmwiedergabe an und füllen auch das ganze Bild - statt nur ein kleines Bild im Bild. Alternativ kann man das Gesagte auch als klassischen Audiokommentar hören. Inhaltlich ist dieses Extra wechselhaft. Für meine Begriffe werden zu häufig die ach so tollen Schauspieler gelobt.
Weitere Extras gibt es - natürlich erst nach erneuter Sprachabfrage - auf der zweiten HDDVD. Diese haben eine Gesamtlaufzeit von über 2 Std. und sind zu einem guten Teil in HD (also auch mit 1920x1080 Pixel) aufgezeichnet. Leider verbirgt sich hier aber eine kleine Mogelpackung, denn in die HD-Extras schleicht sich zwischen das wirklich hochaufgelöste Material reichlich normales, welches dann entsprechend unscharf daher kommt. Z.B. die „entfernten Szenen“ sehen in SD (Standard Definition) wohl auch nicht groß anders aus.
Auch Paramount (wie Universal) verwendet für Deutschland die matt roten Amaray-HDDVD-Cases. Diese unterscheiden sich im Regal deutlich von den neon-glänzenden, weinroten und stark abgerundeten HDDVD-Cases, die in anderen Ländern (und auch bei Warner in Deutschland) zum Einsatz kommen.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Diese HDDVD kann an den Stellen wirklich gefallen, an denen die Bildqualität stimmt. Leider ist das nicht durchgängig der Fall. Die vielen Extras inkl. dem „Video“-Kommentar, der die neuen Features der HDDVD ausnutzt, retten die vier Punkte beim abschließenden Gesamturteil.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Toshiba HD-E1 (über HDMI)
Verstärker:
Yamaha DSP A1
Fernseher:
Sony VPL-VW50 Pearl
Dieses Review wurde am 29. Januar 2007 von Matthias Zepf geschrieben.