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  • Berlinale-Eröffnung: Berlin rockt mit den Rolling Stones

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    Die Berlinale Jury 2008

    Nicht mal George Clooney hat einen derartigen Hype ausgelöst, wie die vier älteren Herren von den Rolling Stones. Eine Stunde vor der Pressekonferenz für "Shine a Light", Martin Scorseses Dokumentation eines Stones Konzerts in New York, wurde der Saal wegen Überfüllung geschlossen. Die letzten, die noch Einlass fanden, mussten im Gang sitzen.

    Mit etwas Verspätung erschienen die vier Musiker gut gelaunt an der Seite ihres Regisseurs. Mick Jagger ließ keinen Zweifel daran dass er der Frontmann ist und übernahm kurzer Hand die Moderation. Ganz artig dankte er dem Berlinale-Chef Dieter Kosslick für die Einladung und die Ehre, dass ihr Film die erste Dokumentation ist, die jemals die Filmfestspiele von Berlin eröffnete.

    Scorsese ist ein bekennender Stones Fan und sagte, dass die Zeitlosigkeit der Musik begeistert, die ihn seit seiner Jugend inspiriert hat. Seit mehr als vierzig Jahren habe er die Musik der Rolling Stones auf Film bannen wollen. Allein die Dreharbeiten wären ein pures Vergnügen gewesen, regelrecht verjüngend. Er habe versucht, die Atmosphäre eines Live-Konzerts so gut einzufangen, wie nur möglich, darum wären die Positionen der Kameras auch so wichtig gewesen.

    Mit ungefähr 70 Kameras wurden drei Konzerte der Stones für "Shine a Light" im New Yorker Beacon Theatre im Herbst 2006 gefilmt. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir über keine davon gestolpert sind!", scherzte Keith Richards. Martin Scorsese habe eigentlich alles so arrangiert, dass man die Kameras gar nicht bemerkt hat. Die Musiker konnten sich voll auf die Performance konzentrieren. "Wir sind jetzt Schauspieler!", grinste Richards genüsslich. Jagger konterte ironisch, dass Richards ihnen nach dem Dreh von "Piraten der Karibik" erst mal erklärt hätte, was beim Film so Sache wäre. Jagger wunderte sich nur darüber, dass Scorseses Film der einzige Film über die Band sei, in dem der Song "Gimme Shelter" fehle. "Dann müssen wir den wohl noch mal drehen!" schlug ihm Scorsese vor. Das hätte ihm wohl gefallen.

    Spaß haben wohl nicht alle gehabt: Auf die Frage, ob ihnen die Dreharbeiten denn gefallen hätten, sah Jagger sich nur fragend nach seinem Kollegen Charlie Watts um. "Charlie, hat es dir gefallen?" "Oh ich habe es so gehasst! Aber es sind echt schöne Bilder geworden!" murrte der etwas schüchterne Rocker mit einem schelmischen Grinsen. Der Einzige, der offenbar nichts zu sagen hatte, war Ronnie Wood, der sich trotzdem königlich zu amüsieren schien.

    Mit der Weltpremiere des Konzertfilms endete für die Berlinale-Leitung ein Tag erfolgreich, der denkbar schlecht angefangen hatte. In letzter Minute sagten gleich zwei Jurymitglieder ab. Die Schauspielerin Sandrine Bonnaire blieb aus familiären Gründen zu Hause in Frankreich und die dänische Regisseurin Susanne Bier musste wegen dringender Vorbereitungen ihres nächsten Films statt nach Berlin kurzfristig in die USA reisen.


Verfasst am 08.02.2008 um 08:15:00 Uhr von Future Image RSS Logo Facebook Logo

 
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      Heike Makatsch auf dem roten Teppich zur Eröffnung der Berlinale
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