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  • Berlinale Tag 2: Hollywood Öl-Tycoon meets Bollywood-Prinz

  • Fototermin mit Bollywood-Star Shah Rukh Khan
    Fototermin mit Bollywood-Star Shah Rukh Khan

    Nach der rockigen Eröffnung mit den Rolling Stones konzentrierte sich der zweite Tag der Berlinale wieder mehr auf seine Ursprünge, die Filme. Unter den Wettbewerbsbeiträgen war "There will be blood" von Paul Thomas Anderson der Höhepunkt des Tages. Der Film zeigt den Aufstieg von Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) vom Silberschürfer zum Ölmagnaten. Dabei entspinnt sich eine Schlacht zwischen Böse und noch Böser. Mit dem fanatischen Prediger Eli Sunday (Paul Dano) als Antagonist, führt Plainview, der an nichts außer dem schwarzen Gold glaubt, einen ewigen Machtkampf, der mit einem furiosen Showdown endet.

    Regisseur und Drehbuchautor Anderson adaptierte das Drehbuch aus dem Roman "Oil!" von Upton Sinclair und sagte in der Pressekonferenz, er habe sich von dieser unbekannten Welt des Ölgeschäfts zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert unwiderstehlich angezogen gefühlt.

    "There will be blood" hat bereits reichliche Vorschusslorbeeren geerntet und ist für acht Oscars und neun BAFTA-Awards nominiert. Daniel Day-Lewis hat dafür bereits den Golden Globe als bester Schauspieler gewonnen. Besonders die Gestaltung der Endsequenz sei Paul Thomas Anderson äußerst gut gelungen, sagte Day-Lewis. Trotzdem hat er zu seinem Co-Star Paul Dano ein sehr gutes Verhältnis. Je größer die Animositäten zwischen den Charakteren seien, desto mehr müsse man sich abseits des Sets vertrauen. Mit Nachwuchsschauspieler Paul Dano hatte er bereits in dem Film "The Ballad of Jack and Rose" zusammen gearbeitet und ihn Anderson für die Rolle empfohlen. Eine eigene Rolle spielte auch die Filmmusik, die der Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood schrieb. Sie reicht vom ohrenbetäubenden Sirenencrescendo bis zur Pianobegleitung, die einem Stummfilmscore ähnelt.

    Musik im Spiel war auch beim heimlichen Superstar der Berlinale. Bollywood-Legende Shah Rukh Khan präsentierte seinen neuen Film "Om Shanti Om" in der Reihe Berlinale Spezial. Die Festivalmacher bekamen es hier das erste Mal mit einer derartig eingefleischten, hauptsächlich weiblichen Fanansturm zu tun. Die Eintrittskarten waren innerhalb von zwanzig Minuten ausverkauft. Vor dem Kino International widmete sich Khan ausgiebig seinen Fans und schrieb sehr lange Autogramme. Weil er zu den Fans ging, die nur noch auf der entgegen gesetzten Straßenseite des Filmtheaters Platz gefunden hatten, musste die Straße gesperrt werden. "Wenn ich in Los Angeles auf dem Flughafen ankomme, wartet da kein Steven Spielberg auf mich.", sagte er bescheiden, da gäbe es weitaus talentiertere Schauspieler. Hollywood sei kein Platz für ihn, er würde sich lieber darauf beschränken, den Menschen indische Filme nahe zu bringen. Warum er so viele Fans in Deutschland habe, sei ihm ein Rätsel, es sei aber eine große Ehre für ihn.

    Zu seinem neuesten Werk ist nur zu sagen, wer King Khan und Bollywood-Kino mag, wird "Om Shanti Om" lieben.

Verfasst am 09.02.2008 um 11:00:00 Uhr von Future Image RSS Logo Facebook Logo

 
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      Daniel Day-Lewis, Paul Dano und Regisseur Paul Thomas Anderson beim Photocall zum Wettbewerbsfilm "There will be blood"
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