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| Scarlett Johansson in Berlin |
Am letzten Tag vor der Bärenverleihung kam wieder Hollywoodglamour nach Berlin. Eric Bana, Scarlett Johansson und Nathalie Portmann präsentierten mit Regisseur Justin Chadwick "Die Schwester der Königin", der im offiziellen Wettbewerb außer Konkurrenz läuft.
Das Ende des Historiendramas um Heinrich VIII von England (Eric Bana) und Anna Boleyn (Nathalie Portman) endet, wie in den Geschichtsbüchern überliefert: Anna verliert den Kopf. Im Drehbuch nach der gleichnamigen Romanvorlage von Philippa Gregory ist aber nicht die zweite Frau des Königs Anna die Hauptperson, sondern ihre Schwester Mary (Scarlett Johansson). Auch sie war eine Geliebte Heinrichs und schenkte ihm einen Sohn. Trotzdem verließ er sie wegen ihrer Schwester, die ihn durch geschicktes Taktieren und Intrigieren in ihren Bann schlug: Eine perfekte Studie über die Perfidie des Hofstaats zu dieser Zeit.
Es handelt sich nicht um einen bloßen Kostümfilm. Mit viel Liebe zum Detail wurde die Szenerie nach Bildern von Holbein und Chaucer geschaffen. Die Porträts von Anna Boleyn in den englischen Nationalgalerien dienten ebenfalls als Vorlage. Sogar auf ein kleines Detail wurde nicht verzichtet: Anna verbrachte einige Zeit am französischen Hof und trug nach ihrer Rückkehr stets eine Kette mit dem Buchstaben B um den Hals, wusste Nathalie Portman zu berichten. "Das wurde ihr Markenzeichen und sie hat damit einen neuen Trend am Hof gestartet.", so Portman in der Pressekonferenz.
Insgesamt hätten die unbequemen Kostüme einen sehr großen Einfluss auf die Darstellung gehabt, erklärte ihr Co-Star Scarlett Johansson. "Sie haben uns ständig an die Eingeschränktheit der Frauen in dieser Zeit erinnert." Die Art, wie man mit anderen umgeht ändert sich völlig", beschreibt Johansson ihre Erfahrungen. Portman pflichtete ihr bei und fügte hinzu, dass es sehr lustig war, dass Eric Banas Kostüm schon merkwürdig war. "Er sah schon komisch aus mit seinem Höschen und den Strumpfhosen, dabei passte er mit den Schultern kaum durch die Tür. Das war schon ein ziemlicher Hingucker." Bana nahm es mit Humor und empfahl jedem Mann, mal ein solches Höschen auszuprobieren. Humor scheint er ans Set gebracht zu haben, denn seine Kolleginnen erzählten, er hätte sie ständig zum Lachen gebracht. Bana spricht sogar ein wenig Deutsch und gab gleiche eine recht unverständliche Kostprobe. Seine Mutter stamme aus der Nähe von Wiesbaden, erzählte er.
Die drei Stars sorgten wieder für große Aufregung unter den Fans und Autogrammjägern außerhalb des Berlinale Palasts. Zum großen Ärger ihrer Anhänger verschwand Nathalie Portman schnell und ohne Autogramme zu geben nach der Pressekonferenz. Vielleicht war sie von Keisha Castle-Hughes gewarnt worden. Die Hauptdarstellerin aus dem Film "Whale Rider" hatte in "Star Wars" eine der Amidala-Doppelgängerinnen gespielt. Bei der Berlinale stellte sie "Hey, hey, hier Esther Blueberger" als Weltpremiere im Rahmen des Kinderfilmfests vor und wurde dabei von einer Gruppe besonders hartnäckiger Autogrammjäger mit Star Wars Szenenbildern regelrecht verfolgt. Die Schattenseiten des Ruhmes holen während eines solchen Festivals gerade die leuchtendsten Sterne ein.
| Verfasst am 16.02.2008 um 08:30:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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