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Zum achten mal lockt das Filmfestival goEast (09. - 15. April 2008) in die Wiesbadener Kinos und bietet zum derzeit grauen und winterlichen Aprilwetter ein verlockendes Kontrastprogramm. Die über 150 Filmbeiträge sind in verschiedene thematische Reihen untergliedert, insgesamt gibt es für die Filmemacher 29.500 Euro an Preisgeldern zu gewinnen.
Hohen Glamour-Faktor haben die beiden für den Oscar nominierten Filme „Katyn“ (Andrzej Waijda, Polen, 2007) sowie „12“ (Nikita Michalkov, Russland, 2007), mit dem das Festival eröffnet. „Katyn“ deckt ein Massaker an mehr als 4000 polnischen Kriegsgefangenen durch den sowjetischen Geheimdienst auf und sorgte für brisanten Diskussionsstoff, während „12“ Sidney Lumets Meisterwerk „Die Zwölf Geschworenen“ raffiniert adaptiert.
GoEast beleuchtet jedoch nicht nur Filme, die bereits im Rampenlicht stehen. In der Reihe „Signatur“ werden Filme mit einer besonders eigenwilligen Handschrift vorgestellt. So zum Beispiel „Nirvana“ (Igor Voloisn, Russland, 2008), der in verfremdeten Bildern die spannende Odyssee einer Moskauer Krankenschwester in St. Petersburg erzählt.
Im Spielfilmwettbewerb präsentieren zehn Filme die heutige Situation in zahlreichen ehemals kommunistischen Ländern. Sie zeigen gleichermaßen Enttäuschungen wie neue Hoffnungen; das Überschreiten von Grenzen sowie die Suche nach dem eigenen Glück sind dabei immer wieder zentrale filmische Themen.
Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen spielen ebenso im Dokumentarfilmwettbewerb eine große Rolle. Sechs Werke befassen sich mit aktuellen und historischen Themen. „Danziger Bahnhof“ (Maria Zmarz-Koczanowicz, Polen, 2007) schildert die Auswirkungen antisemitischer Strömungen im Polen der späten 60er Jahre und wirft somit einen Blick auf eine bislang wenig beachtete Problematik.
Eher heiter geht es hingegen im Hochschulprogramm zu. In drei Wettbewerbsabenden werden kurze Dokumentarfilme, Animations- und Experimentalfilme sowie Kurzspielfilme mit verschiedenartigsten Inhalten gezeigt.
Die Reihe „Symposium“ zeigt aktuelle und historische Filme aus dem ehemaligen Jugoslawien und begleitet den dortigen Prozess der Staatenbildung anhand vielfältiger filmischer Dokumente.
Die Reihe „Porträt“ widmet sich dieses Jahr dem ungarischen Regisseur Benedek Fliegauf, der besonders durch düstere und bizarre Werke auffällt. In der Sektion „Hommage“ sind die Filme des Armeniers Sergej Paradzanov zu sehen – bekannt für besondere visuelle Ideen und eine ausdrucksstarke Filmsprache.
Zudem bietet goEast zahlreiche Specials, Parties, ein Schulfilmprogramm sowie die Reihe „Highlights“ in der besonders populäre und erfolgreiche Filme aus Mittel- und Osteuropa dem deutschen Publikum präsentiert werden.
Spielstätten sind die Kinos Caligari und Alpha, das Roncalli Haus und das Museum Wiesbaden. Zusätzlich sind dieses Jahr erstmals auch goEast-Filme in Frankfurt am Main zu sehen: Das Kino im deutschen Filmmuseum zeigt einige Highlights des Festivals.
Alle Informationen zum Kartenverkauf, den Spielstätten und zum Programm finden sich unter www.filmfestival-goEast.de.
| Verfasst am 09.04.2008 um 09:00:00 Uhr von bp | ![]() |
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12 OT: 12 Thriller, Drama, Crime | Russland | 2007 |
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Das Massaker von Katyn OT: Katyn Historie, Drama | Polen | 2007 |
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