Hollywood trauert um Regisseur und Oscar-Preisträger Sydney Pollack. Der 73-Jährige erlag am Montagnachmittag im Kreise der Familie in Pacific Palisades (US-Staat Kaliforinen) einem Krebsleiden. Sydney Pollack, der seine Karriere als Schauspieler begann, wurde als Regisseur mit Filmen wie "Jenseits von Afrika", "Tootsie" und "Die Firma" international bekannt. Sein Debüt als Spielfilm-Regisseur gab er 1965 mit "Stimme am Telefon" ("The Slender Thread"), in dem er selbst auch als Darsteller mitwirkte. Vereinzelt trat er auch danach weiter als Schauspieler auf, zuletzt ist er 2008 in dem Film "Verliebt in die Braut" zu sehen, der seit dem 15. Mai 2008 in deutschen Kinos angelaufen ist .
Als Filmemacher galt Pollack als einer der letzten bedeutenden Regisseure und drehte sowohl zahlreiche große Kassenschlager aber auch kritische Werke wie 1969 für "Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss", für den er eine Oscar-Nominierung erhielt. In dem Film rekonstruierte er eine jener mehrtägigen Show-Veranstaltungen, bei denen während der Depressionsjahre junge Paare bis zum Umfallen um ein paar Dollar tanzten. Weitere Oscar-Nominierungen erhielt er 1982 für die Travestie-Komödie "Tootsie" mit Dustin Hoffmann, sowie 2007 für "Michael Clayton" als Bester Film.
Erst 1986 wurde er mit dem begehrten Oscar für "Jenseits von Afrika" mit Meryl Streep und Robert Redford ausgezeichnet. Insgesamt erhielt die Verfilmung über das Leben der dänischen Schriftstellerin Karen Blixen in Afrika sieben Oscars, darunter auch die Auszeichnung als Bester Film. In den neunziger Jahren feierte Pollack großen Erfolg mit der Verfilmung des Bestsellers "Die Firma" von John Grisham. Zuletzt drehte er 2005 den Thriller "Die Dolmetscherin" mit Nicole Kidman und Sean Penn.
Verfasst am 27.05.2008 um 08:30:00 Uhr von Vera Tidona