| Samstag | 26. Mai 2012 | 17:56 Uhr | |
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| Michelle Pfeiffer auf der Pressekonferenz zu "Cheri" (c) Future Image |
Ein schön bunter Kostümfilm während der Pariser Belle Epoche, ein Top-Regisseur, Michelle Pfeiffer – die Ausgangsbasis für Stephen Frears „Cheri“ war denkbar gut. Herausgekommen ist gähnende Langeweile und Belanglosigkeit. Die reiche Kurtisane Lea (Michelle Pfeiffer) beginnt eine Affäre mit dem 19-jährigen Fred, genannt Cheri (Rupert Friend). Als Cheris Mutter (Kathy Bates), eine ehemalige Berufskollegin von Lea, ihren Sohn verheiratet, endet die Affäre. Beide stellen aber fest, dass was als belangloser Zeitvertreib begann, die große Liebe war und kommen trotzdem nicht zusammen. Laaaangweilig! Die einzigen lustigen Momente lieferten Kathy Bates’ spitze Zunge und ihre grotesken Gewänder. Fazit: Lohnt sich nicht. Schade, denn es ist Michelle Pfeiffers erster Film nach langer Zeit und man hätte ihr ein tolles Comeback gewünscht.
Lars Jessen präsentiert "Dorfpunks"
Es zeigt sich, dass man auf großen Festivals gezielt nach den Perlen abseits der großen Produktionen suchen sollte. Der deutsche Film „Dorfpunks“ ist eine Produktion aus Schleswig Holstein von Nachwuchsregisseur Lars Jessen nach einem Roman von Punklegende Rocko Schamoni. Dorfpunks ist eine Geschichte über das erwachsen werden in den 80er Jahren. Hauptdarsteller Roddy (Cecil von Renner) gründet mit seinen Freunden Fliegevogel (Ole Fischer), Flo (Daniel Michel) und Sid (Piet Bikowski) eine Punkband, um der Langeweile zu entgehen. Dabei stellt sich heraus, dass alle etwas anderes wollen und die Band zerbricht. Auf dem Weg dahin haben die Jungs jede Menge Spaß, katastrophale Auftritte, die sie sich anschließend schön reden und Partys, bei denen einiges zu Bruch geht.
Jessen spielt geschickt mit allen Klischees der 80er Jahre und unterlegt das ganze mit einem repräsentativen Soundtrack dieser Zeit von Buzzcocks über Flock of Seagulls bis zu Siouxsie and the Banshees. Noch dazu sind die Schauspieler erfrischend glaubwürdig und bringen ein authentisches Bild der Dorfjugend in den 80ern rüber. Einzig der sympathische Hauptdarsteller Cecil von Renner wirkt meistens für einen echten Punker viel zu durchgestylt. Trotzdem ist der Film absolut lustig und sehenswert!
Nick Hornby´s "An Education"
Eine weitere Empfehlung: „An Education“ von Regisseurin Lone Scherfig nach einem Drehbuch von Bestsellerautor Nick Hornby. Der Film lief in der Sektion Berlinale Special, also auch leider nicht im Offiziellen Wettbewerb, und gewann bereits auf dem Sundance-Festival den Publikumspreis und den Preis für die beste Kameraführung.
Der Film dreht sich um die 16-jährige Jenny (Carey Mulligan), die im London der 60er Jahre aufwächst. Jenny liebt französische Musik und Filme und kann es gar nicht erwarten, aus der Enge des Elternhauses auszubrechen. Sie gibt sich darum in der Schule sehr viel Mühe, um sich für die berühmte Oxford-Uni zu qualifizieren. Als sie den viel älteren David (Peter Sarsgaard) kennen lernt, der ihr die große Welt zeigt, tut sich ihr eine neue, aufregende Welt auf. David ist aber nicht, was er scheint und Jenny muss auf die harte Tour lernen, dass es keine Abkürzungen ins Erwachsenenleben gibt.
Hauptdarstellerin Carey Mulligan liefert sich furiose Rededuelle mit ihrem von Alfred Molina großartig verkörperten Spießer-Vater. In einer Nebenrolle ist Emma Thompson als Schuldirektorin zu sehen, die Jenny auf den richtigen Weg zurück führen möchte.
| Verfasst am 11.02.2009 um 09:00:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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