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  • Berlinale-Tagebuch: "Hilde" und "My one and only"

  • Heike Makatsch auf der Pressekonferenz zu
    Heike Makatsch auf der Pressekonferenz zu "Hilde" (c) Future Image

    Nachdem gestern das Biopic über den Rapper Notorious B.I.G. über die Leinwände flimmerte, waren heute noch zwei Biografien zu sehen. „My one and only“ beruht allerdings nur lose auf den Kindheitserinnerungen des Schauspielers George Hamilton in den 50er Jahren. Der Film mit Renée Zellweger als die exzentrische Mutter Ann Devereaux ist ein sehr unterhaltsamer und ungewöhnlicher Film. Ann erwischt ihren Ehemann, den Bandleader Dan Deveraux (Kevin Bacon) mit einer anderen Frau, und verlässt ihn Hals über Kopf. George (Logan Lerman) passt das überhaupt nicht, während sein Bruder Robbie (Mark Rendall) alles nur als großes Abenteuer sieht. Ann beschließt von New York nach Boson zu fahren, um dort einen neuen, reichen Ehemann zu finden. Der auserwählte Harlan (Chris Noth) stellt sich allerdings als gewalttätig heraus und die Hochzeit platzt. Ann und ihre Söhne beginnen eine Odyssee entlang der Route 66, um ehemalige Verehrer zu besuchen. Einer ist mit einer Jüngeren liiert, ein anderer ist ein notorischer Bigamist. Auf dem Tiefpunkt wird Ann sogar wegen Prostitution verhaftet, ein Missverständnis. Sie übergeht diese, wie alle schlimmen Phasen mit ihrem Motto: „Am Ende wird wird gut. Das war schon immer so.“ Erst in Hollywood angelangt, findet die Familie wieder zueinander und Ann entdeckt, dass sie eigentlich gar keinen Mann braucht, um glücklich zu sein.

    Regisseur Richard Loncraine brauchte zehn Jahre, um die Finanzierung zusammen zu bekommen. Der quirlige Regisseur glaubt, dass das einen bestimmten Grund hat: „Die Studios können diesen Film in keine ihrer Schubladen einordnen.“ Der Filmemacher war besonders aufgeregt, weil der Film in Berlin seine Weltpremiere feierte. Er fragte die Journalisten, wie der Film ihnen gefallen hat und bat zum Abschluss sogar um Handzeichen.

    Renée Zellweger verlieh dem Film den nötigen Glamour und stellte die sehr schöne und elegante Ann ausgezeichnet dar. „Lebenserfahrung“ habe sie auf die Rolle vorbereitet, scherzt sie.

     

    Heike Makatsch als Hildegard Knef

    Ein Film über eine weitere, starke Frau wurde heiß erwartet. Der Film über das Leben der deutschen Schauspielerin und Chansonnière Hildegard Knef „Hilde“ mit Heike Makatsch in der Hauptrolle lief in der Sektion Berlinale Special. Er zeigt das bewegende Leben von Hilde Knef, von der Schauspielschule in der Nazizeit über ihre ersten Hollywood-Erfahrungen bis zum endgültigen Durchbruch als Sängerin.

    Wer der ehemaligen Viva-Moderatorin Makatsch „Die Knef“ nicht zugetraut hat, irrt hier. Mit Schauspiel und Gesangsunterricht hatte sich Makatsch zwei Jahre lang auf die Rolle vorbereitet und macht eine sehr gute Figur. Die markante Stimme und kämpferische Art nimmt man ihr jederzeit ab. In einer Nebenrolle ist Sänger Roger Cicero als Klavierspieler Ricci zu sehen.

    Durch die authentische Darstellung der Nachkriegszeit in Deutschland ist „Hilde“ ein sehr sehenswerter Film. Heike Makatsch spielt die große Schauspielerin sehr gefühlvoll und deckt einfühlsam den Kampf um die Anerkennung als Künstlerin und die Liebe des Publikums auf.


Verfasst am 13.02.2009 um 09:30:00 Uhr von Future Image RSS Logo Facebook Logo

 
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      Photocall zu "My One and Ony" mit Regisseur Richard Loncraine und seinen Hauptdarstellern Renée Zellweger und Mark Rendell (c) Future Image
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      Willem Dafoe im Gespräch mit Co-Star Christiane Paul und Regisseur Theo Angelopoulos, deren Film "The Dust in Time" im Wettbewerb läuft (c) Future Image
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