| Samstag | 26. Mai 2012 | 17:57 Uhr | |
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| Das Team stellt "En Familie" vor (c) Future Image |
Michael Winterbottom stellte "The Killer Inside Me" vor
Gestern war noch der Umgang mit der Geschichte der Aufreger, der heutige Tag brachte etwas handfesteres – eine Debatte über Gewalt. Regisseur Michael Winterbottom stellte „The Killer Inside Me“ vor, nach einer Romanvorlage von Jim Thompson aus dem Jahr 1953. Hauptfigur ist der junge texanische Polizist Lou Ford (Casey Affleck), der zunächst wie ein netter Kerl wirkt. Er ist allerdings ein eiskalter Psychopath, dem es Spaß macht, Frauen zu schlagen und zu töten. Nacheinander werden die Prostituierte Joyce (Jessica Alba) und seine Jugendfreundin und Geliebte (Kate Hudson) zu seinen Opfern.
Winterbottom, der 2003 für „In This World“ einen Goldenen und 2006 für „The Road to Guantanamo“ den Silbernen Bären gewann, erntete im Kinosaal gemischte Reaktionen – einige verließen den Saal, es gab Buh-Rufe und vereinzelten Applaus. In der Pressekonferenz geriet Winterbottom etwas in Erklärungsnot wegen der sehr grafischen Gewalt. Hauptfigur Lou schlägt Joyce das Gesicht regelrecht zu Brei, während er lächelnd seine Liebe zu ihr beteuert.
„Der Film soll schockieren. Das ist genau der Punkt. Hier ist jemand, der in zwei Frauen verliebt ist und sie zu Tode prügelt und selbstverständlich ist das schockierend. Wenn man einen Film macht, in dem Gewalt unterhaltsam ist, finde ich das sehr fragwürdig“, verteidigte sich Winterbottom. Gleichzeitig schoss er in Richtung Tarantino und Co., ohne Namen zu nennen. „Viele Filme zeigen im Moment Gewalt als Unterhaltung und dieser tut das nicht. Ich würde auch nichts machen, was jemanden zu Gewalt ermutigt“, fuhr er fort.
Gleichzeitig geriet er etwas in Erklärungsnot, weil keiner der Schauspieler mit nach Berlin gereist war. „Es ist schade, dass Casey Affleck nicht mitgekommen ist“, sagte er, ohne Gründe zu liefern.
Musical "Nine" präsentiert sich ohne Stars
Winterbottom war nicht der einzige, den die Stars verlassen hatten. Eine Pressekonferenz zum Film „Nine“ wurde kurzfristig abgesagt, weil keiner der Darsteller – Marion Cotillard, Daniel Day-Lewis, Penelope Cruz, Nicole Kidman oder Kate Hudson – erschienen war.
Kinder- und Jugendfilmfestival stellt Preisträger vor
Derweil gibt es immer mehr Preisträger: Das Kinder- und Jugendfilmfestival Generation 14plus hat am Vorabend der Wettbewerbs-Preisverleihung seine Sieger bekannt gegeben. Den Gläsernen Bären für den besten Spielfilm bekamen Agostino Imondo und Dietmar Ratsch aus Deutschland für „Neukölln Unlimited“. Der koreanisch-französische Film „Dooman River“ von Zhang Lu bekam eine lobende Erwähnung. Den Gläsernen Bär für den besten Kurfilm bekam der iranische Regisseur Batin Ghobadi für „Az Bad Beporsid“ und eine lobende Erwähnung ging an Birgitte Saermose aus Dänmark für „Ønskebørn“.
Heute im Wettbewerb
„En Famile“ („Eine Familie“), aus Dänemark, von Pernille Fischer Christensen. Mit Jesper Christensen, Lene Maria Christensen, Pilou Asbaek, Line Kruse und Anne Louise Hassing.
„The Killer Inside Me“ aus Großbritannien. Mit Casey Affleck, Jessica Alba und Kate Hudson.
„Mammuth“, aus Frankreich, von Benoit Delepine, Gustave de Kervern. Mit Gerard Depardieu, Isabelle Adjani, Yolande Moreau und Miss Ming.
Außer Konkurrenz: „Otouto“ („About Her Brother“), aus Japan, von Yoji Yamada. Mit Sayuri Yoshinaga, Tsurube Shofukutei, Yi Aoi und Ryo Kase.
| Verfasst am 20.02.2010 um 08:00:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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The Killer Inside Me OT: The Killer Inside Me Thriller, Drama | USA | 2010 |
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