| Samstag | 26. Mai 2012 | 16:50 Uhr | |
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"The Grudge - Der Fluch" ist eine amerikanische Version der japanischen Horrorfilmserie „Ju-on“. Spiderman Regisseur Sam Raimi ließ sich für den ungewöhnlichen Stoff begeistern und produzierte die US-Version auf ungewöhnliche Weise. Sarah Michelle Gellar ,bekannt aus der Fernsehserie „Buffy im Bann der Dämonen“ spielt die Hauptrolle der Studentin Karen, die zusammen mit ihrem Freund, gespielt von Jason Behr (Roswell) ein Auslandssemester in Tokio macht. In weiteren Rollen sind Bill Pullman (Independence Day) und, wie in den meisten Sam Raimi-Filmen, in einer Nebenrolle Ted Raimi zu sehen. Aus der japanischen Version wurden lediglich die Darsteller der Geister übernommen, auf die Karen bei ihrem ersten Außeneinsatz bei der amerikanischen Familie Williams trifft.
Die Berliner konnten auch Sarah Michelle Gellar treffen, die den Film bereits im Dezember in einer exklusiven, aber von den Medien wenig beachteten Preview vorstellte. Ein Film abseits des Mainstream konnte als weiteren Prominenten Besucher nur den Regisseur Detlev Buck ins Cinemaxx an den Potsdamer Platz locken. Enthusiastischer waren dafür die über hundert Fans der amerikanischen Horror-Ikone, die trotz eisiger Temperaturen geduldig am roten Teppich ausharrten, um ein Autogramm zu erhaschen oder ein Foto zu schießen. Artig schüttelte Gellar dann auch Hände, gab Autogramme und posierte für Fotos. Der Presse gelang es ihr dann auch zu entlocken, dass es ganz wundervoll gewesen ist, in Japan zu drehen und dass eine erneute Zusammenarbeit mit Buffy-Schöpfer Joss Whedon im Moment nicht geplant ist. Dann rauschte sie weiter und ward nicht mehr gesehen. Offensichtlich konnte sie es nicht erwarten, wieder nach Hause zu kommen, wo sie nach eigenen Angaben plante Weihnachten nicht sehr glamourös mit schlafen zu verbringen.
Nicht mehr schlafen können sicherlich Zartbesaitete nach dem Film „The Grudge“. Der Film wartet mit einer sehr dichten Hororratmosphäre auf, bei der die üblichen Regeln des Horrorfilms aufgehoben sind. Das bedeutet, dass der Horror nicht vorbei ist, sobald man dem Spukhaus entkommen ist. Jede und jeder der sich in dem Haus aufhielt wird im auch im Alltag verfolgt und kommt ums Leben. Selbst die eigene Wohnung, das eigene Bett ist nicht sicher, wie Bill Pullmans Filmschwester erfahren muss. Sie wird nämlich einfach von ihrem Bett verschluckt und taucht nicht wieder auf. Der Erzählstil ist ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig und würde geradezu Tarrantinoesk anmuten, hätten die Japaner diese in der Zeit vor- und zurückspringende Erzählweise nicht bereits vor dem Amerikaner entdeckt. Der Zuschauer muss auch oft raten, ob die interagierenden Personen tot oder lebendig sind, miteinander interagieren oder lediglich Zuschauer im Flashback des anderen sind. Großartig ist eine Szene, in der Karen herausfindet, was in dem Haus wirklich passiert ist. Typisch japanisch ist auch das offene Ende, das den Zuschauer verwirrt zurück lässt.
Eine Fortsetzung ist bereits geplant und es ist sicherlich vom Erfolg beim amerikanischen und europäischen Publikum abhängig, ob er realisiert wird.
| Verfasst am 09.02.2005 um 16:00:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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Der Fluch - The Grudge OT: The Grudge Thriller, Horror | Japan / USA | 2004 |
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