| Sonntag | 27. Mai 2012 | 01:10 Uhr | |
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| Premier von "Unknown Identitiy" |
Glamour, dafür sollen oft die Filme sorgen, die auf der Berlinale außerhalb des Wettbewerbs präsentiert werden. Es begann mit dem Eröffnungsfilm „True Grit“, für dessen Premiere die Stars Jeff Bridges, Hailee Steinfeld und Josh Brolin über den roten Teppich marschierten. „The King´s Speech“ hat Colin Firth im Angebot, der Tanzfilm „Pina“ fällt wohl eher unter die Kategorie aufsehenerregendes Kulturprojekt (Oh – in 3D!) und in „Unknown“ hält Blondie Diane Kruger ihr Gesicht neben Weltstar Liam Neeson in die Kamera.
Letzterer wurde heute gezeigt, leider ging das Konzept, den Status der Berlinale als A-Festival mit Weltstars zu stärken in diesem Fall nicht auf. Neeson sagte ab wegen Dreharbeiten. Co-Star January Jones (bekannt aus der US-Serie „Mad Men“) hatte sich bereits Anfang der Woche abgemeldet. In den letzten Jahren zeigt sich immer wieder, dass je weiter das Festival fortschreitet, immer mehr Weltstars absagen. Das ist per se nicht schlimm, denn es gibt eine Menge hervorragende Filme zu sehen, nur sorgen koreanische oder iranische Filme – in manchen Fällen leider – nicht unbedingt für volle Kinos.
Aber zurück zu „Unknown“: Neeson spielt Dr. Martin Harris, der nach einem schweren Autounfall aus dem Koma erwacht. Die Bilder von den Dreharbeiten mit dem spektakulären Unfall auf der Berliner Oberbaumbrücke gingen durch viele Gazetten. Taxifahrerin Gina (Diane Heidkrüger, äh pardon, Diane Kruger, mit rollendem R) rettet Harris nach dem gemeinsamen Unfall in ihrer Mietkarosse aus der Spree. Als er anschließend aus dem Koma aufwacht hat sich sein Leben total verändert. Niemand erkennt den bekannten Biologen mehr, einschließlich seiner Frau Elizabeth (Jones). Dafür hat sein Erzrivale Martin (Aidan Quinn) seinen Platz eingenommen und ein Killer ist hinter ihm her. Ach, und dann taucht auch noch Bruno Ganz als saudischer Prinz auf … Einzig bleibt, Berlin ist schön in Szene gesetzt und die Szene, in der das Luxushotel Adlon in die Luft fliegt, ist ziemlich spektakulär. Was der Thriller auf der Berlinale sollte, außer am letzten Wettbewerbstag noch ein paar Stars auf den roten Teppich zu bringen, ist fraglich.
Um einen der großen des deutschen Kinos ging es bei der Verleihung des Goldenen Ehrenbären. Armin Mueller-Stahl bekam den Bären in Gold für sein Lebenswerk und kann ihn neben seine anderen Berlinale Trophäen stellen. Mit dem Festival verbindet den 80-Jährigen eine lange Geschichte: Er bekam 1992 den Silbernen Bären als bester Schauspieler in „Utz“, 1997 bekam er die Berlinale Kamera, war 2006 Jurymitglied und spielte im Eröffnungsfilm von 2009 „The International“ von Tom Tykwer mit.
Ein anderer Berlinale-Veteran hielt die Laudatio: Filmemacher Constantin Costa-Gavras Mueller-Stahl, nahm den Preis sichtlich gerührt im Berlinale Palast entgegen.
Da Costa-Gavras erst vor wenigen Tagen, am 12. Februar, seinen 78. Geburtstag feierte, bat Mueller-Stahl das Publikum um ein Geburtstagsständchen. „Happy Birthday“ war dann auch eine gute Überleitung zum ihrem gemeinsamen Film „Music-Box – die ganze Wahrheit“, der zu Ehren des Preisträgers gezeigt wurde.
Heute im Wettbewerb:
„The forgiveness of blood“: von Joshua Marston, mit Tristan Halilaj, Sindi Lacej, Refet Abazi, Illire Vinca Celaj und Cun Lacji, Albanien.
| Verfasst am 19.02.2011 um 08:00:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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Unknown Identity OT: Unknown Thriller, Action | Deutschland / USA | 2011 |
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