| Sonntag | 27. Mai 2012 | 00:02 Uhr | |
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Bei Eiseskälte und Schnee eröffnete am 8.2. das größte Filmfestival Deutschlands und eines der größten Europas. Stars und Sternchen froren auf dem verschneiten roten Teppich, um als Eröffnungsfilm die Weltpremiere von "La vie en rose" über das Leben der weltberühmten Chansonière Edith Piaf zu sehen.
Die Hauptdarstellerin des Eröffnungsfilms Marion Cotillard fühlt sich geehrt, dass sie Edith Piaf spielen durfte. Sie sei eine große Künstlerin gewesen und es war eine große Herausforderung für sie, "den Spatzen" zu spielen, wie die Sängerin genannt wurde. Sie habe sich auf die Rolle mit Biografien über die Künstlerin und natürlich durch das Hören ihrer Chansons vorbereitet. Regisseur Olivier Dahan war dagegen sehr wortkarg am Teppich, er hofft, dass sein Film die Gefühle des Publikums anspricht. Er schien auf dem Teppich sehr zu frieren.
So wie Marie Bäumer, die im Wettbewerbsfilm "Die Fälscher" spielt und hoffte, ohne eine Lungenentzündung davon zu kommen. Ihr amerikanischer Kollege Jeff Goldblum war das erste Mal auf der Berlinale und zeigte sich beeindruckt von der Kulisse. Er nutzte seinen Besuch in Deutschland als Vorbereitung auf einen Film, den er demnächst mit Jurypräsident Paul Schrader und Jurymitglied Willem Dafoe in Deutschland drehen wird. Besonders spannend fand auch Ex-Jurymitglied Franka Potente die diesjährigen Preisrichter. Obwohl sie sich noch nicht ausgiebig mit dem Festivalprogramm beschäftigen konnte, war sie sehr gespannt auf das Werk des deutschen Regisseurs Christian Petzold "Yella".
Paul Schrader selbst erschien mit Revoluzzerstern an der Mütze zum Eröffnungsfilm und freute sich über die Ehre, diesmal nicht als Mitglied, sondern als Jurypräsident zu fungieren. Er sei schon oft in Berlin gewesen und freue sich seinen Film "The Walker" dort außer Konkurrenz zu präsentieren. Das Besondere sei schließlich, dass Moritz Bleibtreu, Gewinner des silbernen Bären als bester Schauspieler in "Elementarteilchen" letztes Jahr, eine große Rolle in seinem Film spielt. Den europäischen Film sieht er in einer neuen starken Phase. Nach den starken 70er Jahren hätte es eine Pause gegeben.
Auch Jurymitglied Mario Adorf freut sich über das Erstarken des europäischen Films, der seiner Meinung nach noch viel stärker werden muss, um weltweite Aufmerksamkeit und Relevanz zu erhalten. Einen guten Film mache aus, dass er den Zuschauer packt, bewegt oder zum Lachen bringe.
Die Hauptperson der Berlinale zuletzt: Festivaldirektor und lebende One-Man-Show Dieter Kosslick. Die Filme der diesjährigen Berlinale haben seiner Meinung nach gemeinsam, dass sich viele um die Probleme von Menschen mit den Systemen in denen sie leben befassen. Die Regisseure würden diese Thematik neu darstellen und sehr nah an den Menschen heranrücken.
Aus 5.000 Anmeldungen wurden laut Kosslick 400 Filme ausgesucht, von denen 22 im offiziellen Wettbewerb und den Goldenen Bären laufen. Darunter sind zwar "nur" 2 deutsche Filme im dennoch sei bemerkenswert, dass insgesamt 60 deutsche Produktionen gezeigt werden und dass zehn deutsche Schauspieler in zehn internationalen Produktionen mitspielen.
Hier einige Bilder des ersten Berlinale-Tages, der "La vie en rose"-Premiere und der Eröffnungsparty.
| Verfasst am 09.02.2007 um 09:00:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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