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  • Berlinale Tag 3: De nada de Niro

  • Der spricht nämlich nicht gern, jedenfalls nicht auf der heutigen Pressekonferenz zu "Der gute Hirte" von und mit Robert de Niro. Nicht zu verwechseln mit "Der gute Deutsche" mit George Clooney, der gern auf der Berlinale ist und äußerst gern und launig parliert. Regisseur und Schauspieler de Niro ist bei den eisigen Temperaturen wohl ein wenig der Mund eingefroren.

    So nahm sich denn sein Auftritt auf der Pressekonferenz wortkarg und recht einsilbig aus. Als er gebeten wird, die Handlung seines Films kurz zu beschreiben sagt er "Weiß ich nicht." Ist auch recht schwierig bei einem dreistündigen Film, der die Gründung der CIA beschreibt. Hauptdarsteller Matt Damon meint zwar auch, dass man das nicht so einfach sagen kann, antwortet dann aber so ausführlich, dass er nichts mehr hinzufügen muss, außer "Das ist es. Das finde ich auch. Exakt!" Vielleicht hat ihm auch der mäßige Erfolg des Films an den US-Kassen die Laune verhagelt, oder dass die dortigen Kollegen den Film eher als langweilig einstuften.

    Das scheint ihn jedoch nicht abzuhalten. Er würde gern noch einen zweiten Film über die Zeit vom Mauerbau bis zu ihrem Fall machen – vielleicht dann noch einen dritten, der bis in die heutige Zeit geht. Bleibt abzuwarten, wie die Berlinale-Jury den Film bewertet. Genug Starpower hat er auf alle Fälle: Angelina Jolie spielt Matt Damons Ehefrau und in weiteren Nebenrollen sind Alec Baldwin, John Hurt, Timothy Hutton, Billy Crudup, Joe Pesci und Martina Gedeck zu sehen, die letztes Jahr als Darstellerin in "Elementarteilchen" auf der Berlinale im Wettbewerb stand.

    Gedeck darf zwar als Dolmetscherin versuchen, Matt Damon auszuhorchen, muss dass aber schnell mit dem Leben bezahlen. Trotzdem fand der Regisseur de Niro sie ganz wundervoll. Ihr hat vor allem die lockere Atmosphäre gut gefallen. In großen amerikanischen Produktionen herrschen mehr Zeit und Geld, dadurch eine größere Gelassenheit vor. De Niro sei zwar kein Regisseur, der die ganze Zeit erklärt. Trotzdem hat ihr gefallen, viel mit ihm zu besprechen und zusammen zu entwickeln.

    Letztendlich wurde Robert de Niro dann doch noch selbst zum Schmunzeln gebracht. Ihm wurde seine deutsche Synchronstimme, Christian Brückner, vorgestellt: "Ich habe ihre Stimme zwar noch nie gehört, aber sie machen das bestimmt gut, sonst würden sie das nicht seit 30 Jahren machen!" Sagt einer, dessen Filmografie auch bis in die 60er Jahre zurückreicht und trotz gelegentlicher Maulfaulheit immer noch einer der besten seines Fachs ist.

Verfasst am 11.02.2007 um 09:30:00 Uhr von Future Image RSS Logo Facebook Logo

 
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    Thriller, Mystery |  USA |  2006

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