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Während in London die Stars dem britischen Filmpreis BAFTA entgegen fieberten ist auf der Berlinale nicht mal Halbzeit – noch eine Woche bis zur Vergabe der begehrten Bären in Gold und Silber. Im Mittelpunkt des Interesses stand Hollywood-Altstar Clint Eastwood diesmal als Regisseur. "Letters from Iwo Jima", für den er schon einen Golden Globe erhielt und oscarnominiert ist, läuft auf der Berlinale außer Konkurrenz.
Der Film zeigt die Gegenperspektive zu "Flags of our Fathers" in der Regisseur Eastwood die Schlacht um Iwo Jima aus amerikanischer Sicht portraitiert. Eastwood selbst betont, dass er nicht die gleicht Story zweimal erzählt, sondern dass es sich hier um zwei völlig verschiedene Geschichten handelt. "Letters" wurde komplett auf japanisch mit Ken Wantanabe und Tsuyoshi Ihara in den Hauptrollen gedreht.
Natürlich wäre es auch eine Geschichte, in der Gewalt eine große Rolle spiele, so Regisseur Eastwood, ist es wichtig zu zeigen, was Gewalt und Krieg dem Menschen und dem menschlichen Geist antun.
Unterstrichen hat er diese dunkle, fürs amerikanische Kino ungewöhnliche Geschichte, mit sehr blassen Farben, die fast schwarzweiß anmuten. Hier wird die menschliche Seite des Feindes gezeigt. Als klar wird, dass der Kommandeur eher die Insel versenkt, als sie den Amerikanern zu überlassen, wird den japanischen Soldaten klar, dass sie höchstwahrscheinlich sterben müssen. Dieser Film beschäftigt sich mit ihren Abschiedsbriefen.
Eastwood freue sich in Berlin zu sein und wäre auch sehr aufgeregt. Es war wohl auch ein Meisterstück des Dampfplauderers Kosslick Eastwood nach Berlin zu locken. Bei einem Aufenthalt in Hollywood verwechselte Kosslick auf einer Party die Filmlegende zunächst mit einem Freund. Als er den Irrtum bemerkte, nutzte er die Gunst der Stunde und lud ihn kurzerhand zur Berlinale ein. "Dieter, hör nicht auf mich zu drängen, dann komme ich schon", gab er "Dieter from Germany" mit auf den Weg. Und der Dieter hat's geschafft.
Der Wettbewerbsfilm "Goodbye Bafana" widmet sich einem geschichtsträchtigen Thema. Weil er dessen afrikanischen Dialekt fließend beherrscht, erhält Wärter James Gregory (Joseph Fiennes) in der südafrikanischen Haftanstalt Robben Island den Befehl, besonders den Häftling Nelson Mandela (Dennis Haysbert) zu überwachen. In den über 20 Jahren verändert sich der einstige Apartheits-Anhänger durch den Kontakt zu Mandela. Mit dessen Entlassung quittiert auch er den Dienst.
Auf der Berlinale präsentierten Regisseur Bille August, Joseph Fiennes, Dennis Haysbert und Diane Krüger, die hier eine Nebenrolle spielt, den Film.
| Verfasst am 12.02.2007 um 08:00:00 Uhr von Future Image | ![]() |
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Goodbye Bafana OT: Goodbye Bafana Drama | Belgien / Deutschland / Südafrika | 2007 |
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Letters from Iwo Jima OT: Letters from Iwo Jima Kriegsfilm, Drama | USA | 2006 |
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