Die Ghost Rider gibt es schon seit mehr als hundert Jahren. Irgendwann in den Acht-zigern rekrutiert Mephistopheles, der Satan höchst persönlich, einen Neuen. Johnny Blaze betreibt zusammen mit seinem Vater eine Motorrad-Stuntshow. Sie treten auf Jahrmärkten auf. Eines Tages erfährt Johnny davon, dass sein Vater unheilbar an Krebs erkrankt ist. In jener Nacht bekommt er ein Angebot von Mephistopheles. Die Krankheit verspricht er zu heilen und will dafür die Seele von Johnny. Dieser unter-zeichnet. Doch der Teufel sitzt im Detail, den Vertrag hat Johnny sich nicht durchge-lesen und am nächsten Morgen wird ihn eine Überraschung erwarten.
Einige Jahre später ist Johnny der Meister der Motorradkunst. Er springt die gewag-testen Sprünge und wird seltsamerweise nie verletzt. Der Teufel hat sich bislang nicht mehr gezeigt und nichts von seinem Preis eingefordert. Doch nach einem sehr gewagten Sprung, steht er eines Tages wieder da und schickt Johnny als den Ghost Rider los, der sich bei Nacht dem Bösen stellen muss. Von nun ab ist er beim Satan angestellt.
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| FILMKRITIK
Ghost Rider sind die Schuldeneintreiber des Teufels. Johnny Blaze wird mit einem besonders schwierigen Auftrag betreut, er soll Blackheart, den Sohn Mephistopheles’ und dessen Kumpane, die sich in den Elementen verstecken, bekämpfen. Vater und Sohn sind hinter einem Vertrag her, den einige verlorene Seelen einst unterschrie-ben hatten.
Ab dem Zeitpunkt, als Mephistopheles Johnny als Erwachsenen das erste Mal auf-sucht, verwandelt sich dieser nach Sonnenuntergang in den Rider. Er hat dann einen flammenden Totenschädel. Sein Kettenlasso macht ihn zum unerbittlichen Gegner. Sein „Ride“, sein Motorrad, wird zum „aufgepimpten“ Vehikel, mit dem er in rasender Geschwindigkeit und über jegliche Hindernisse seinen Feinden hinterher reist.
Die Geschichte um den flammenden Totenkopf beruht auf einem Marvel-Comic, den Regisseur Mark Steven Johnson selbst, für die Leinwand aufbereitet hat. Das ein Comic zur Vorlage diente, ist dem Film auch deutlich anzusehen. Nicht nur das Mo-torrad, der ganze Film ist aufgepimpt. Es wird nur so mit Visual Effects geprotzt. Die wohl in der Comicvorlage angelegten, vollkommen irrealen Manöver des Riders, sind wirklich überzeugend auf die Leinwand gebracht worden.
Nicht nur bei den visuellen Effekten protzt der Film, auch die Besetzung ist denkbar beeindruckend. Peter Fonda, „himself“, spielt Mephistopheles und wirkt mit seinem zerknautschten Gesicht wie ein abgehalfterter und aus den Jahren gekommener Cowboy. Nicolas Cage überzeugt hier nicht durch sein Schauspiel, aber durch eine beeindruckende „Bodyperformance“. Die schöne Eva Mendes darf Schwächen zei-gen, das ist gleich doppelt schön anzusehen.
Dem ganzen Film liegt ein Westernmotiv zu Grunde. Die weite Wüste um Monument Valley, Schauplatz zahlreicher Westernfilme, bildet den Hintergrund für einige Sze-nen. Bei Nacht gefilmt, bietet diese Kulisse einen wirklich andersartigen, geisterhaf-ten Anblick. Eine jenseitige Welt tut sich auf. Wo auch ein Mann mit flammendem Kopf auf einem Motorrad plausibel erscheint.
Schwächen hat der Film leider wirklich bei der Story zu verbuchen. Diese ist schwach und die Auflösung des Konfliktes scheint nur allzu bekannt. Gut und Böse sind in diesem Film nicht weit voneinander entfernt. Der Ghost Rider bleibt auch am Ende so ambivalent, wie er es seit dem Verkauf seiner Seele ist.
| FAZIT
Ein Film der durch seine wirklich großartig gelungenen und reichlich verwendeten Visual Effects bezaubert und damit fast den Bildkader zu sprengen droht. Leider ist beim Einfallsreichtum für die Story nicht mehr genügend übrig geblieben, denn die ist etwas mager, ausgestattet. Dennoch sehenswertes Unterhaltungskino.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung