Rowena ist eine erfolgreiche Journalistin, die sich darauf spezialisiert hat, skandalträchtige Geheimnisse zu enthüllen. Ihr letzter Coup bringt ihr jedoch die Feindschaft eines einflussreichen Senators ein. Und da ihr Chef sich daraufhin weigert, die monatelang recherchierte Story zu veröffentlichen, kündigt sie kurzerhand ihren Job.
Auf dem Weg nach Hause trifft sie auf Grace, eine Freundin aus ihrer Kindheit. Diese erzählt ihr von ihrer Affäre mit dem verheirateten Werbeguru Harrison Hill, der sich wegen seiner eifersüchtigen Ehefrau nicht mehr mit ihr treffen will. Wenige Tage später ist Grace tot, sie wurde vergiftet. Rowena macht sich auf die Suche nach dem Mörder.
Da sie in Harrison Hill den möglichen Mörder ihrer Freundin vermutet, schleust sie sich in seine Agentur ein. Hilfreich zur Seite steht ihr dabei Kollege und Computerexperte Miles. Schnell finden sie heraus, dass Hill durch einen Onlineflirt zu Grace gefunden hat und so beginnt auch Rowena unter falschem Namen eine solche Beziehung mit ihm. Gleichzeitig interessiert sich der notorische Fremdgeher Hill auch für die reale Rowena.
Da die Spuren bald auch auf Hills eifersüchtige Ehefrau deuten, werden die Annäherungsversuche Hills für Rowena mehr und mehr zu einem Risikofaktor. Doch auch Rowenas Freund Cameron und sogar Miles scheinen etwas vor ihr zu verbergen, das mit Graces Tod in Verbindung gebracht werden könnte. Und bald weiß Rowena nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.
WERBUNG
| FILMKRITIK
Unerfüllte Sehnsüchte, Triebe und Begierden, verborgene Geheimnisse und ein Mord. Das sind die Zutaten für einen spannenden Thriller. Falsch zusammengesetzt kann daraus allerdings auch ein ziemlich unspektakulärer Film werden. Die propagierte Grundidee von "Perfect Stranger" lautet: Wie weit würdest du gehen, um ein Geheimnis zu bewahren? Leider verliert der Film diese Idee immer wieder aus den Augen.
Er ist auch der traurige Beweis dafür, dass Stars nicht immer das halten, was sie versprechen. In diesem Fall können sie dafür nur wenig, denn es ist das Drehbuch, das ihnen nur wenig Raum zur Talententfaltung gewährt. Und so fällt der Auftritt von Bruce Willis reichlich passiv und farblos aus, seine bisweilen widersprüchlichen Charakterzüge sorgen dabei eher für Verwirrung als für Spannung.
Und Halle Berry, die mit "Monsters Ball" ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellte, darf in erster Linie ihre Figur zur Schau stellen, die sich des Öfteren in eng anliegenden und tief dekolletierten Kleidern befindet. Einzig Giovanni Ribisi als sehnsuchtsvoller Miles vermag das Qualitätsniveau der Figurengestaltung ein wenig zu heben.
Die wirklich geheimnisvollen und spannenden Anteile des Films sind gering. Das letzte Viertel ist geradezu ärgerlich. Die meiste Zeit über gestaltet sich "Perfect Stranger" als langwierig und unspektakulär. Das Potential der Idee wird nicht genutzt, sie bleibt unausgegoren. Und wer mit den Grundregeln des Thriller-Genres einigermaßen vertraut ist, dürfte auch vom Handlungsverlauf nur mäßig überrascht werden.
| FAZIT
Ein unspektakulärer Film, dessen Spannungskurve einen Tiefgang hat, der von der Geschichte selbst leider nicht erreicht wird.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung