Sonntag | 27. Mai 2012 | 05:09 Uhr
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  • FILM REVIEW | Sterben für Anfänger
  • Sterben für Anfänger

    Komödie | Deutschland / Großbritannien / USA 2007
  • | INHALTSANGABE

  • Daniels Vater soll beerdigt werden. Zur Trauerfeier im Wohnzimmer des elterlichen Landhauses wird zunächst die falsche Leiche gebracht. Nachdem alle Gäste eingetroffen sind, gibt es zahlreiche neue Zwischenfälle. Kusine Martha will ihrem strengem Vater den Verlobten vorstellen. Doch der hat statt eines vermeintlichen Valiums eine halluzinogene Droge eingenommen, die Marthas Bruder im Heimlabor hergestellt hat. Onkel Victor ist nicht amüsiert.

    Das ist auch Daniels Frau Jane nicht, denn Daniel hat immer noch nicht die Anzahlung für ihr neues Heim geleistet. Daniel ärgert sich über seinen Bruder aus New York: Der berühmte Schriftsteller denkt nicht im Traum daran, sich an den Beerdigungskosten zu beteiligen. Außerdem erwartet jeder, dass der Bruder die Trauerrede hält, nicht Daniel, der sich darauf vorbereitet hat. Und dann tritt auch noch der zwergwüchsige Peter an Daniel heran, mit eindeutigen Fotos, die den Vater in ein neues Licht rücken. Er will einen Scheck.
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      • | FILMKRITIK

      • Eine britische Komödie über eine Beerdigung, das verspricht dank gelungener Vorgänger ein sicheres Vergnügen zu werden. Das wird sich auch Drehbuchautor Dean Craig gedacht haben, der in „Sterben für Anfänger“ bewährte Zutaten mischt. Man reiche einem Beerdigungsgast ohne sein Wissen eine LSD-ähnliche Droge, und die Post geht ab. So überrascht es nicht, dass Alan Tudyk als bewusstseinserweiterter Simon die komische Hauptlast mit seinen zum Running Gag gestreckten Einlagen trägt.

        Regisseur Frank Oz wählt ein edles englisches Landhaus als stimmungsvolle Kulisse für all den Zoff. Schon allein das Studium der gediegenen Einrichtung und der Blick in den grünen Garten machen Laune. Wenn dann der Pfarrer die Augen verdreht, weil Daniels Rede wie erwartet nicht zünden will, reicht das zum Lachen schon aus. Aber die Filmemacher vertrauen dann doch zu sehr darauf, dass die guten Einfälle, einmal zusammengeworfen, die Komödie schon richten werden. Die Geschichte kommt nicht recht in Fahrt, die kleinen Gags lassen vergeblich auf eine Verdichtung zum Höhepunkt warten.

        Matthew Macfadyen als Daniel ist fast ausschließlich damit beschäftigt, von einem Raum zum nächsten zu eilen, um die kleinen und größeren Brandherde unter Kontrolle zu halten. Das geht natürlich nicht mehr, als der Erpresser damit droht, die Feier zu schmeißen. Die Dinge eskalieren so sehr, dass auch der brave Daniel seine böse Seite entdeckt. Entscheidende Szenen spielen sich an der Tür zum Arbeitszimmer ab – zwischen Leuten, die hereinwollen, und Leuten, die schon drinnen sind.

        Dass die Witze mehr angedeutet bleiben, als dass sie sich entfalten, und die Handlung immer auf der Suche nach dem nächsten komischen Moment ist, wirkt auf Dauer etwas dürftig. Außerdem hat der Film noch eine sehr versöhnliche Botschaft unterzubringen – und irgendwann eilt es damit. Nicht nur der Pfarrer wird mit Blick auf die Uhr unruhig. Die Figuren bleiben trotz aller oberflächlichen Ausbrüche fromm und integrationsfähig, die Komödie mild und gedämpft.
      • | FAZIT

      • Ein Erpresser und halluzinogene Drogen auf einer Beerdigung: Britischer Humor mit Understatement lauwarm serviert.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 7.0/10 (3 votes)

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