Roger ist ein kleiner, schwacher Parksünder-Polizist und erhält hinter vorgehaltener Hand einen Tipp: Ein streng geheimer Kurs bei Dr. P soll ihm das nötige Selbstbewusstsein für seinen Job und für seine Liebesanstrengungen bei der schönen Nachbarin Amanda geben. Dumm nur, dass er ziemlich schnell und ziemlich unverhofft Klassenbester wird – und damit zur Herausforderung für Dr. P, dessen Wettkampfgeist geweckt ist. Der setzt seinen ganze Charme und eine Menge Lügen ein, um Roger Amanda auszuspannen – der wiederum um jeden Preis den Kampf mit seinem Rivalen aufnimmt.
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| FILMKRITIK
Der größte Fehler des Films ist vielleicht, Ben Stiller in einer Nebenrolle auftauchen zu lassen. Denn Stiller erinnert daran, wie aus ähnlichem Material schon bessere Komödien gedreht worden sind – unter seiner eigenen Produktion, die jeden Gag, jede Situation bis weit über die Grenze zum Absurden tragen. „School of Scoundrels“ (den dämlichen deutschen Titel will ich nicht in den Mund nehmen) schafft das nicht, er geht nie so weit, wie er könnte, wie er vielleicht auch sollte. Irgendwie ist er gehemmt: Und das ist es, was mit Ben Stiller so gar nicht zusammenpassen will, dass die Zügel angelegt sind. Stiller erinnert an die fehlende Ausgelassenheit, an die fehlende Unbekümmertheit dieses Films im Vergleich zu dem, was Stillers Freundeskreis der irren Komödianten, dem sogenannten „Frat Pack“, sonst so ausstößt.
Dabei wäre es so schön gewesen, was alles hätte passieren können, wenn lahme Schwächlinge von ihrem dominanten Lehrer/Trainer/Ausbilder kleine Beeper bekommen, die ihnen aus heiterem Himmel, in den unmöglichsten Situationen das Signal zur Konfrontation mit einem Unbeteiligten geben. Aber es kommt nur eine kurze Montagesequenz heraus, an deren Ende ein Pudding im Gesicht und eine zerbrochene Windschutzscheibe stehen.
Die Kopie ist immer schlechter als das Orignial, so auch dieser Film, der unter der Ägide der Weinstein-Brüder entstand. Zwar sind Regisseur und Autor Todd Phillips und Co-Autor Scott Armstrong alte Stiller-Kämpen (u.a. „Starsky und Hutch“), Jon Heder in der Hauptrolle war einer der „Eisprinzen“ mit Stiller-Kumpan Will Ferrell; doch offenbar wurde das Drehbuch – und darin die Gags – nicht so genau nachgearbeitet, nicht so obsessiv auf die bestmögliche Wirkung hin geschliffen, wie es wohl in den höchst erfolgreichen Komödien um den Ben-Stiller-Umkreis der Fall ist.
Dabei sind Heder und Billy Bob Thornton ein schönes komplementäres Paar, der eine ein Würstchen, der auf einem lächerlichen elektrischen Dreiradgefährt Parksünder aufspürt, der andere ein Alphatier, der 5000 Dollar von seinen Kursteilnehmern verlangt, um ihnen dann das Leben schwer zu machen. Ihre Rivalität um die schöne Amanda – die Thornton/Dr. P für sich haben will, nur um Heder, dem kleinen schmalen Jüngelchen, eins auszuwischen – das ist eine Konstellation wie in „Die Wutprobe“, wo Jack Nicholson Adam Sandler auf dem Kieker hat – doch selbst dieser Film war ausgelassener als „School of Scoundrels“, obwohl er von seinen letzten zehn Minuten verheerend zerstört wurde…
Man sollte also die Komik, die in Situationen gesät ist, nicht bremsen; denn was man mit guten Schauspielern und einer konfrontativen Ausgangssituation herausholen kann, zeigt der Film in einer seiner besten Sequenzen, wenn Heder und Thornton sich auf dem Tennisplatz bekriegen, beide in einer Mannschaft im Doppelspiel, und beide mit Blicken wie Löwen, einem Herzen voller Hass und Heder mit einem Schläger und einem Ball in der Hand.
| FAZIT
Etwas schwachbrüstige Komödie um einen Versager und seinen „Trainer“, der ihn alsbald als Konkurrenten auffasst.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung