Der zweitklassige Showmagier Cris Johnson alias Frank Cadillac hält sich weniger mit seinem Beruf als mit seiner besonderen Fähigkeit über Wasser: Er kann zwei Minuten in seine eigene Zukunft sehen, insbesondere im Casino ist das äußerst hilfreich. Seine hellseherische Gabe hält Cris streng für sich geheim, dennoch werden gleich mehrere Personen auf ihn aufmerksam, als er einen zweifachen Mord verhindert.
Unter ihnen befindet sich FBI-Agentin Callie Ferris. Sie will mit Hilfe von Cris Johnson einen von Terroristen geplanten nuklearen Bombenanschlag auf Los Angeles verhindern. Was sie nicht weiß ist, dass Cris nur dann in die Zukunft sehen kann, wenn seine eigene Person betroffen ist. Und da er nicht daran interessiert ist, sich in Gefahr zu begeben, weicht er dem FBI aus, was ihm mit Hilfe seiner Fähigkeit mühelos gelingt.
Doch auch den Terroristen ist das Interesse des FBI an Cris Johnson nicht entgangen. Zwar glauben sie nicht ernsthaft daran, dass eine Gefahr von ihm ausgehen könnte, doch sicherheitshalber soll er trotzdem ausgeschaltet werden. Cris bekommt von der doppelten Verfolgung auf seine Person allerdings nichts mehr mit. Schuld ist Liz – seine Traumfrau.
Dass es Liz gibt, das weiß Cris schon lange. Zwar kannte er nicht das Datum, aber Uhrzeit und Ort ihrer ersten Begegnung. Doch das frische Glück währt nur kurze Zeit. Während Cris in die Hände des FBI gerät, um zur Mitarbeit gezwungen zu werden, wird Liz von den Terroristen entführt. Cris hat nur eine Chance, sie zu retten: er muss die Zukunft verändern.
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| FILMKRITIK
NEXT liefert eine spannende Grundidee, mit der sich zweifellos gut spielen ließe. Allerdings schöpfen weder Drehbuch noch Schauspieler dieses Potential aus. Nur selten gelingt es, mit Hilfe der hellseherischen Fähigkeit des Helden Spannung oder Komik zu erzeugen, etwa dann, wenn er versucht seine Traumfrau anzusprechen und gleich mehrere zukünftige Versionen durchspielt, bis er endlich nicht mehr abgewiesen wird.
Allerdings ist ausgerechnet diese Liebesgeschichte einer der großen Störfaktoren des Films. Was sie an Glaubwürdigkeit nicht bieten kann, wird vom Kitsch übermalt. Das Ergebnis ist höchstens unfreiwillig komisch. Derselbe Effekt wird erreicht durch ein überaus grob zusammengebasteltes Bedrohungsszenario, das durch und durch absurd erscheint.
Weder wird erklärt warum die bösen Europäer Los Angeles in Schutt und Asche legen wollen noch wie ein Mann, der gerade einmal zwei Minuten in die Zukunft sehen kann, diesen Terroranschlag verhindern soll. Weshalb die Stadt nicht evakuiert wird, obwohl die Bedrohung längst bekannt ist, ist eine andere Frage. Eine Erklärung, warum der Held im richtigen Moment dann doch mehrere Stunden in die Zukunft sehen kann, wird ebenfalls nur vage angedeutet.
Was die Schauspieler betrifft kann man eigentlich keiner Figur eine Hauptrolle zuerkennen. Alle agieren als bloße Stichwortgeber, bisweilen auch als hübsches Beiwerk. Und während Nicolas Cage mit Hundeblick durch ein Abenteuer schlurft, mit dem er eigentlich überhaupt nichts zu tun haben will, rennt Julianne Moore als coole Polizistin durch Dialoge, die ihr bisweilen peinlich gewesen sein dürften.
Wären sie nicht ernst gemeint könnte man an den aneinander gereihten Klischees durchaus großen Spaß haben. Womöglich ist auch genau das der Ansatz, von dem ausgehend man den Film sehen sollte: als Parodie auf Science-Fiction- und James-Bond-Filme, auf Buddy-Movies und Liebesfilme. Betrachtet man es einmal so, bietet NEXT durchaus gute Unterhaltung.
| FAZIT
Eine Menge heiße Luft und ein wenig Magie treffen auf eine Liebesgeschichte und eine Atombombe. Heraus kommen einige Verfolgungsjagden und Explosionen und jede Menge unfreiwillige Komik.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung