Sonntag | 27. Mai 2012 | 06:31 Uhr
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  • FILM REVIEW | American Pie
  • American Pie

    Komödie | USA 1999
  • | INHALTSANGABE

  • Sie sind vier ganz normale High School-Schüler, die in wenigen Wochen ihren Abschluss machen und aufs College gehen werden. Na ja, wohl doch nicht ganz normal. Denn Jim (Jason Biggs), Oz (Chris Klein), Kevin (Thomas Ian Nicholas) und Finch (Eddie Kaye Thomas) haben noch nie...gepoppt! Und darum beschließen sie, angespornt von den angeblichen sexuellen Höchstleistungen ihres Lieblingskotzbrockens Sherman (Chris Owen), dass sie alle vor dem High School-Abschluss noch vögeln werden. Vorbei sollen die Zeiten sein, in denen sich Jim von seinem Vater (Eugene Levy) beim onanieren erwischen ließ, vorbei die Zeiten in denen sich Kevin von seiner Freundin Vicky (Tara Reid) "nur" einen blasen lassen durfte, während es ihm auf diese Weise nicht gelang, sie zum Orgasmus zu treiben, vorbei die Zeiten in denen Chris nur als doofe Sportskanone angesehen wurde, und auch vorbei die Zeiten in denen Finch der absolute Loser war.

    Natürlich sind diese Zeiten noch lange nicht vorbei, denn wie sollen die vier pubertierenden Sprösslinge einfach nur harten, wollüstigen, verkommenen, elektrisierenden Sex bekommen? Jim ist ganz scharf auf die tschechische Austauschschülerin Nadja (Shannon Elizabeth). Als die ihn um Geschichtsnachhilfe bittet, denkt Jim natürlich an ganz anderes. Und um seinen Freunden zu beweisen, dass er das Mädchen wirklich flachlegt, versteckt er eine Webcam und überträgt die Session heimlich übers Internet - mit der Folge, dass es ihm fast, aber wirklich fast, gelingt die heiße Nadja seinen Liebessaft kosten zu lassen. Aber Jim kann sich nicht beherrschen und vergeigt das Ganze.

    Also auf zu Plan B. Chris ist in der Zwischenzeit in die Chortruppe der Schule eingetreten und macht sich dort auch recht gut, obwohl er eigentlich nur eines dieser knackigen, aber unschuldigen Sängermäuschen verführen will. Doch dann kommt ihm die wirkliche Liebe zwischen den Sex, denn die schöne Heather (Mena Survai) spricht nicht nur seine hormonellen Stärken an. Kevin denkt, dass er seine Freundin doch noch zum Sex bekommt, wenn er sie endlich mal zum Orgasmus bringt. Also lässt er sich von seinem Bruder (Casey Affleck) die "Bibel" überreichen, ein geheimes Buch, in dem viele Generationen von Schülern ihre Erfahrungen mit dem perfekten Sex niedergeschrieben haben. Finch hingegen sieht nur eine Möglichkeit: er muss einen guten Ruf bekommen. So besticht er die Schulklatschbase Jessica (Natasha Lyonne), die wildesten Gerüchte über ihn in die Welt zu setzen - und am nächsten Tag gilt Finch als potentester, stärkster, coolster und härtester Typ auf dem Schulgelände. Dann rückt der Abschlussball immer näher und alle vier werden vor eine Wahl gestellt: sollen sie nur für schnöden Sex ihre gesamte Lebenseinstellung und ihre Moral über Bord werfen oder gibt es doch noch mehr als das?
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      • | FILMKRITIK

      • Und wieder einmal fühlte man sich in Hollywood bemüßigt eine High-School-Komödie zu drehen. Eigentlich läuft da immer alles nach dem selben Schema ab. Loser will Mädchen - Loser (dann nicht mehr Loser) bekommt Mädchen. Doch falsch gedacht: Mit American Pie drehte man die bisher schärfste Version einer High-School-Komödie. Das aber scharf nicht gleich spitze heißt, muss man auch noch dazu sagen.

        Sicher, "American Pie" ist der bislang frechste Vertreter seines Genres. Während man in anderen High-School-Komödien immer nur sanft andeutet und es bei ein paar Küsschen belässt, geht es hier richtig zur Sache. Die Dinge werden beim Namen genannt und auch gleich in die Tat umgesetzt. Das ist ja am Anfang recht witzig (wenn man auf so eine Art von Brachialhumor steht) wird aber nach rund 25 Minuten eher monoton. Am Anfang grölt das pubertäre Publikum noch, wenn man das ach so so originelle Wort "ficken" auf der Leinwand hört. Und auch so manche mögliche Bezeichnung im Bezug auf den Geschlechtsakt selbst riss einige Zuschauer von den Sitzen. Allerdings nur zu Beginn. Danach hat man sich an die derbe Aussprache gewöhnt. Und just als man sich daran gewöhnt hat, wird die Komödie dann doch eingermaßen sehenswert.

        Nach rund 40 Minuten besann man sich anscheinend auf die altbewährten Kriterien solcher Komödien und baute diese Elemente auch ein. Man knüpfte auf eher unkonventionelle Art zarte Bande mit dem anderen Geschlecht. Dabei kommt es natürlich zu einigen wirklich witzigen Situationen. Wenn Jim seine erste sexuelle Erfahrung via Internet live überträgt, da kann vor lauter Lachen schon die eine oder andere Träne herabrinnen. Und auch Jims Vater ist für einige Lacher gut, wenn er immer wieder versucht Jim aufzuklären. Aber bis auf ein paar wirklich witzige Szenen, kommt inhaltlich dann nicht mehr viel nach. Der Film plätschert so dahin und man muss bis zum Showdown warten - das Beste vom Film - bis man wieder einiges zu lachen hat. Die Megaparty zum Schluss, die ist dann wirklich sehenswert. Alle vier versuchen im letzten Moment noch ihren Schwur einzuhalten. Doch lange Zeit schaut es so aus, als ob man kläglich scheitern würde.

        Was soll man schon großartig über die "Schauspieler" sagen. Erstens einmal, dass man es hier mit gänzlich unbekannten Gesichtern zu tun bekommt und zweitens, dass man von ihnen wohl nicht mehr allzuviel hören wird. Falls doch, dann haben sie sich hier recht gut verstellt (und das spräche für sie). Einzig Mena Suvari dürfte sich in Hollywood etablieren, spielte sie doch kurz nach "American Pie" auch in "American Beauty" mit und dies recht überzeugend. War sie in AP noch die Unschuld vom Lande spielte sie in AB die Femme Fatale.
      • | FAZIT

      • Eine High-School-Komödie auf extrem tiefen Niveau, welche mit Fortlauf der Handlung einigermaßen sympathisch wird, aber dennoch etwas träge wirkt.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Claus Schlamadinger

      • | Userwertung

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