Nachdem die rivalisierenden außerirdischen Roboterrassen die Autobots und die Decepticons ihren Heimatplaneten zerstört haben, verwüsten sie in anhaltenden Kriegen das Universum auf der Suche nach der ultimativen Machtquelle – dem Allspark. Dieser Würfel befindet sich ausgerechnet seit einigen tausend Jahren unentdeckt auf der Erde. Doch die Zeit hat die Menschen eingeholt, die Roboter haben die Erde entdeckt.
Als erstes macht das amerikanische Militär Bekanntschaft mit einem unheimlichen Hubschrauber, der sich alsbald in einen riesigen Roboter verwandelt und eine komplette Militärbasis im Nahen Osten auslöscht. Vorher jedoch hat er sich in das Sicherheitssystem der Staaten eingelockt und versucht interne Daten abzufischen.
Army Captain Lennox (Josh Duhamel) und Air Force Sergeant Epps (Tyrese Gibson) sind einige der wenigen Überlebenden, die sich in der Wüste zusätzlich noch gegen einen riesigen Kampfroboterskorpion durchsetzen müssen.
Am anderen Ende der Welt in den Staaten muss Sam Witwicky (Shia LaBeouf) seinen ganz eigenen Kampf ausfechten. Als Loser tituliert möchte er dennoch die Aufmerksamkeit der schönen Mikaela (Megan Fox) ergattern. Sein neu erstandener Chevy Camaro erweist sich dabei als unerwartete Hilfe.
Doch kurz darauf wird die komplette Welt von Sam und Mikaela auf den Kopf gestellt. Der Camaro kann sich in einen riesigen Roboter verwandeln, der nachts seltsame Signale in den Himmel schreibt. Als Sam kurz darauf von einem Polizeiauto, das auch ein Roboter ist, über seine Ebay Seite verhört wird, ist das Chaos perfekt.
Sam und Mikaela finden heraus, dass der Camaro einer der friedliebenden Autobots ist und Bumblebee heißt. Kurz darauf treffen auch seine Kollegen unter der Leitung von Optimus Prime ein.
Währenddessen stellt die Regierung unter Verteidigungsminister Keller (Jon Voight) eine Truppe zusammen um den Angriffen auf die Interna des amerikanischen Staates zu verhindern und heraus zu bekommen wer dahinter steckt. Dabei ahnt Keller nicht, dass es bereits eine geheime Organisation namens Sektor 7 gibt, die mehr über die Roboter weiß, als er ahnen kann.
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| FILMKRITIK
Nachdem der erste Trailer zu Transformers im Dezember letzten Jahres über die Leinwände flimmerte, war selbst die eingefleischte Fangemeinde der außerirdischen Roboter für eine Weile zufrieden gestellt. Überzeugend präsentierten Regisseur Michael Bay und Produzent Steven Spielberg die Adaption der Hasbro Spielzeuge. Die Effekte sahen gewaltig aus, die Explosionen waren atemberaubend und das Sounddesign schien Oscar-würdig. Dementsprechend waren die Erwartungen an den Film relativ hoch gesteckt.
Nach dieser Einleitung liegt es nahe, dass der Film die Erwartungen nur beinahe erfüllt. Denn es gibt zwar die erwartete Materialschlacht, die man unter der Regie des Actionspezialisten Bay erwarten konnte, doch es ist die Handlung, die den Film nicht so recht zu tragen vermag. Altes Problem, neuer Film. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Filmbudget zwar Millionen verschlingt, doch alles nur in die Umsetzung und nicht in Zeit für die Scriptentwicklung gesteckt wird.
Zugegeben, der Humor ist stellenweise urkomisch und das Script nimmt sich selbst nie wirklich ernst. Manchmal rutscht diese Komik jedoch in banale Kindergartenwitze ab, die man als erwachsener Mensch noch nicht einmal mehr zum Schmunzeln finden kann. Glücklicherweise bilden ist das eher die Ausnahme, nichtsdestotrotz sind alle Szenen rund um einen saftigen Oneliner konstruiert, um die Zuschauer auch wirklich permanent bei Laune zu halten.
Das wäre gar nicht nötig gewesen, ein wenig mehr Charakterstärke dahingegen schon. Die Geschichte um Sam und Mikaela als alt bekannter Teenagerflick mit wenig neuem Charme, ist zu akzeptieren, denn schließlich geht es hier vor allem um die allseits bekannten und geliebten Transformers. Doch auch diese hätten ein wenig mehr Innenleben vertragen. Die großen Szenen gehören offensichtlich Bumblebee und Optimus Prime, während Megatron und die Decepticons viel zu kurz kommen. Megatron etabliert sich selbst mit einem tiefen und radikalen „Ich bin Megatron“ und fängt im selbigen Moment an wild um sich zu schießen, womit er bis zum Ende des Filmes auch nicht mehr aufhört. Das ist zwar irgendwo im Sinne des Charakters, aber als Transformers Laie versteht man wenig seiner Motivation.
Womit wir bei weiteren Fragen gelandet wären. Der Allspark, von dem niemand so genau weiß, wozu er eigentlich gut ist, ist ganz offensichtlich als McGuffin gedacht, der zwar der Auslöser des ganzen Gemetzels ist, aber im Detail nicht interessiert.
Genug der Kritik, denn Transformers ist alles in allem kein schlechter Film. Die Roboter, die von der amerikanischen Firma Industrial Light and Magic kreiert wurden, sehen fantastisch aus. Bei genauerer Betrachtung kann man selbst die Scheibenwischer der Autos in den transformierten Robotern wieder erkennen. Die Bewegungsabläufe sind grandios, und viele der Actionszene einfach nur atemberaubend.
Vor allem das Zusammenspiel zwischen den Menschen und den Autobots ist mit viel Liebe zu Detail und Humor eingefangen worden – hat man einmal die Szene gesehen, in der sich die Roboter vor den aufgebrachten Eltern von Sam verstecken, wird einem die Komik der Situation wieder vor Augen geführt.
Auch das amerikanische Volk ist interessant dargestellt, ganz offensichtlich führt in diesem Film der Verteidigungsminister die Geschäfte des Landes und der Präsident, der noch nicht einmal in den Credits erwähnt wird, disqualifiziert sich selbst als Banause, der nur nach seinen Ding-Dongs fordert.
Es bleibt den Filmemacher anzuraten, für den zweiten Teil, der sicherlich folgen wird, ein wenig mehr auf Zwischenmenschliches – oder roboterhaftes – Wert zu legen und den Film nicht zu einer CGI Schlacht wie das Ende dieses Filmes ausarten zu lassen. Denn die 144 Minuten des Filmes sind zu lang, hier hätte man vieles raus schneiden können und weniger wäre tatsächlich mehr gewesen. Vermag es der zweite Teil dies einzuhalten, könnte ein echter Kracher daraus werden, denn die nötigen Voraussetzungen hat schon dieser Film erbracht, nur noch nicht in letzter Konsequenz durchgeführt.
| FAZIT
Aufwendiges Actionspektakel, der es am Ende zwar ein wenig übertreibt, aber dennoch durch seinen Humor zu überzeugen vermag.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung