Weil Homer ein Schwein nach Hause bringt (aus einem Imbiss, an dessen Scheibe der nackte Bart per Skateboard einer Mutprobe wegen geknallt ist), wird der giftvermüllte See von Springfield (in dem sich bereits die Band „Green Day“ aufgelöst) gänzlich zur Kloake. Homer kippt nämlich schnell und heimlich – kostenlose Doughnuts locken - die Gülle von „Schweini“ ins Gewässer. Springfield wird daraufhin von der US-Umweltagentur mit einer gigantischen Glaskuppel abgeriegelt. Mit Genehmigung von Präsident Arnold Schwarzenegger. Und prompt nähert sich ein fideler Lynchmob dem Haus der Simpsons.
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| FILMKRITIK
Ja, es passiert mal wieder so allerhand bei den „Simpsons“, der Kult-Zeichentrickreihe, die erfolgreichste der Welt. Im TV bereits in der 18. Staffel präsent, bietet nun, nach zehn Jahren Ankündigung, der Film nun knapp 90 Minuten dramaturgischen Irrwitz, geniale Nummernrevue und neben dem ausgemachten Schabernack des dicken Dummbeutels Homer bitterböse Seitenhiebe auf Kultur und Politik.
Homer selbst mault bereits am Anfang, angesichts des Itchy&Scratchy-Kinofilms lautstark herum: Dass sei langweilig, und wieso müsse man für was bezahlen, dass es im Fernsehen umsonst gäbe? Tja. Tatsache ist aber, dass es Matt Groening und seiner Mannschaft problemlos gelungen ist, das knappe Halbstundenformat auf Spielfilmlänge zu bekommen, ohne dafür etwas vom Tempo dranzugeben (was in der Serie schon manches Mal misslang). Zugleich schaffen sie es, einen großen Handlungsbogen inklusive großer Gefühle einzuziehen, so dass der Film nicht bloß eine lose Folge von Gags oder kurioser Wendungen bleibt.
Natürlich können nicht alle Figuren des gelben Universums genug (oder überhaupt) Berücksichtigung finden. Lisas Liebelei mit dem neuen Umweltschützer-Buben aus der Nachbarschaft bleibt Dreingabe, und vor allem im Abspann wird deutlich, dass noch viel mehr Figuren mit viel mehr Material auf eine exzessive DVD-Auswertung warten. Dafür hat Opa Simpson aber in der Kirche eine Gaga-Vision, und Wildwuchs Bart liebäugelt damit, in die religiöse Flanders-Familie von nebenan „überzulaufen“.
Auch visuell haben die Macher mit opulenteren Hintergründen und Details, dazu der Verwendung des Breitbildformats (das natürlich auch gleich ironisch „verbraten“ wird), bewiesen, dass Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie durchaus auch ins Kino gehören. Auf eine Fortsetzung will sich gefreut sein.
| FAZIT
Mit Tempo und verrückten Einfällen, zugleich aber auch langem Atem und visueller Souveränität ist der Ausflug der erfolgreichen satirischen TV-Zeichentrick-Familie auf die große Leinwand eine wunderbar runde, pardon: gelbe Sache geworden.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung