Thriller,
Action,
Komödie
| Deutschland / USA 2007
| INHALTSANGABE
Inspector Lee ist dieses Mal in LA unterwegs, um dem chinesischen Botschafter Han Geleitschutz vor den Triaden zu gewährleisten. Vor dem internationalen Strafgerichtshof will Han nämlich deren Oberhaupt aufdecken. Bevor er aber dazu kommen kann, wird er von einem Heckenschützen angeschossen. Lee verfolgt den Schützen und erkennt in ihm einen alten Bekannten. Er muss ihn laufen lassen, denn sie haben eine alte Rechnung offen.
Bei einem weiteren versuchten Mordanschlag an Botschafter Han, der nämlich nicht getötet wurde, gelingt es, einem der Angreifer ein paar Worte zu entlocken. Er spricht französisch und nennt eine Adresse in Paris. Detective Carter, der mit Lee wieder Kontakt aufgenommen hat, will unbedingt mit nach Paris, denn dort vermutet Lee eine heiße Spur. Dort werden sie nicht gerade freundlich begrüßt. Sehr bald stoßen sie auf eine geheimnisvolle Frau namens Geneviève, die eindeutig mehr über die weltweit agierenden Triaden weiß als das ungleiche Duo Carter/Lee. Die zwei müssen sich gegen mehrere Fronten verteidigen, wobei sie dieses Mal sehr hoch hinaus müssen.
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| FILMKRITIK
Chris Tucker und Jackie Chan das Erfolgsduo geht bereits das dritte Mal als Carter und Lee auf Verbrecherjagd. Die Mischung zwischen Klamauk und Körperbeherrschung scheint ein Erfolgsrezept. Diese gegensätzlichen Männer sind es auch, die der recht herkömmlich daherkommende Actionstory, die sowieso mehr Beiwerk als Protagonist ist, die nötige Würze geben, die diese Serie von anderen unterscheidet.
Tuckers schriller und lautstarker Humor ist der ruhigen, fast schüchternen Art Chans gegenübergestellt. So ist es auch Ersterer, der zumeist im Vordergrund agiert und somit auffällt. Tuckers Körpersprache ist tatsächlich komisch, Carters Witze manchmal nicht. Seine ständigen sexuellen Anspielungen ringen einem oft nicht mehr ab als ein müdes Lächeln. Während sein großes Interesse an Frauen zu der Figur des Carter gehört wie gegrilltes Hühnchen zu Süßkartoffelbrei, so gehen teilweise oft grenzwertig sexistische Witze auf sein Konto.
Dennoch fühlt man sich in „Rush Hour 3“ gut unterhalten, wenn man nicht so sehr über den oft hanebüchenen Plot nachdenkt. Immer wieder wird dem essentiellen Platz eingeräumt: Martial Arts-Kampfszenen, Verfolgungsjagden und sonstigen gewagten Manövern. Dieses Mal geht es auf, bzw. am Eifelturm zur Sache. Die Martial Arts Szenen sind vor allem durch ihre komischen Momente bezeichnend. So stoßen die Beiden ganz zu Beginn ihrer Recherche in einer Kampfkunstschule auf einen 2,36 Meter Mann, der sich Scherze mit ihnen erlaubt und sie durch die Gegend schmeißt wie eine Katze zwei Mäuse.
Wirklich lustig sind auch die Szenen, in denen Carter und Lee mit ihrem französischen Taxifahrer George herumfahren. Der weigert sich am Anfang Carter zu fahren, denn er hasst Amerikaner, die töten ständig jemanden und führen Krieg, sagt er. Zunehmend gerät er jedoch in den Sog der die beiden Wundercops umgibt und will am Ende auch töten. Yvan Attal spielt diese Figur mit einem typisch französischen Humor und so werden neben den französisch-amerikanischen politischen Beziehungen auch noch die Unterschiede in der Filmemacherkunst auf die Schippe genommen. Allerdings siegt am Ende eindeutig die amerikanische, denn George kommt tatsächlich zum Zug und darf einmal den amerikanischen Superhelden mimen.
| FAZIT
Actionkomödie mit Martial Arts-Elementen mit dem Erfolgsduo Chris Tucker und Jackie Chan, die dem Film die nötige Würze geben die dem Plot alleine fehlen würde.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung