FILM REVIEW | Fantastic Four: Rise of The Silver Surfer
Fantastic Four: Rise of The Silver Surfer
Action,
Abenteuer,
Science Fiction
| USA 2007
| INHALTSANGABE
Ganz Amerika wartet auf einen neuen Versuch, dass Sue Storm (Invisible Girl), endlich Reed Richards alias Mr. Fantastic, heiratet. Gerade hat es an verschiedenen Stellen auf der Erde merkwürdige Zwischenfälle gegeben. Meere sind auf einen Schlag gefroren, der Strom ganzer Städte fiel aus und ein Kometenartiges Etwas hinterlässt riesige Krater um nach getaner Arbeit wieder fortzufliegen. Das Militär bittet die Fantastischen Vier um Hilfe. Das ist der erste Auftrag, den Reed Richards ablehnt - zumindest so lange seine zukünftige Frau anwesend ist. Während die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren laufen, bastelt er heimlich an einem Ortungssystem.
Die Hochzeit platzt tatsächlich, aber Reed ist eigentlich unschuldig, denn dieses Mal trifft der Stromausfall Manhattan und richtet ein riesiges Chaos an, das über die Gesellschaft hereinbricht und ein Fortführen der Zeremonie unmöglich macht. Die Vier sind wieder mittendrin. Schnell finden sie heraus mit wem sie es überhaupt zu tun haben: einem silberfarbenen Surfer, sie nennen ihn den Silver Surfer, der mit seinen übermenschlichen Kräften jedem einzelnen der vier überlegen ist. Gerade als die Situation aussichtslos erscheint taucht ein alter Bekannter auf, Victor Von Doom, der dem Militär seine Hilfe anbietet.
In einer groß angelegten Aktion gelingt es, den Silver Surfer von seinem Board zu trennen, denn daraus scheint er seine Energie zu ziehen. Von Doom ist begeistert. Sue kann sich dem gefangen genommenen Wesen nähern und findet erstaunliches heraus. Die Bedrohung der Welt geht von etwas weit größerem aus, als einem einzelnen Silberling.
WERBUNG
| FILMKRITIK
Die Fantastischen Vier haben mittlerweile Routine in ihrem Superheldendasein. Routiniert bearbeiten sie ihre Aufträge, um ihr Land und die Welt vor Übeltätern und sonstigen Katastrophen zu schützen. So wundert sich auch niemand mehr, neben einem überdimensionalen Ding im Flugzeug zu sitzen, das aus Steinen besteht oder, dass ein brennender, fliegender Mensch entspannt ins Fenster schaut. Superhelden sind etwas komplett Normales im Universum dieser Comicverfilmung.
Außer dem Zeigen von einigen überbegabten Menschen und außerirdischen Wesen, wird bewusst auf ein aktuell realistisches Setting gesetzt. Die Welt sieht so aus, wie sie es in der Jetztzeit wirklich tut. Das gibt dem gesamten Film die Möglichkeit, dass auch mitten unter uns solche Helden leben könnten. Doch leider gab es bislang noch keine Gerüchte um ähnliche Vorkommnisse. So bleiben die vier Superhelden ein Äquivalent zur Funktion des Militärs in anderen Katastrophen- oder Science Fiction Filmen. Sie vollbringen dass Unmögliche und besiegen das scheinbar Unbesiegbare. Hier benötigt das Militär die Hilfe der übermenschlich Begabten um außerirdische Gefahren zu bannen.
Amerika, Amerika…es geht um die Rettung Amerikas obwohl ganz wie in Katastrophenfilmen üblich, immer wieder Ecken der Welt gezeigt werden die zeigen, dass auch hier die Katastrophe passiert. Dennoch wird die Heldenhaftigkeit der Amerikaner herausgestellt und mit ihrer Rolle als Weltpolizei gespielt, die in solchen Filmen immer wieder eine Rechtfertigung sucht.
Der Silver Surfer eigentlich die interessanteste Figur im ganzen Film, erscheint als melancholischer Vorbote des Bösen, als Sklave der zerstört um zu bewahren. Er ist ein heimatloser, der rastlos in den Weiten des Alls umherwandert. Die anderen Figuren und ihre Darsteller erscheinen seltsam farblos, besonders Ioan Gruffudd und Chris Evans als Mr. Fantastic und Human Torch. Jessica Alba als Invisible Girl ist zwar schön wie immer, wirkt aber zu dressiert, ihre blonden Haare sind eindeutig als Perücke identifizierbar, ihre blauen Augen eindeutig Kontaktlinsen. So wirkt ihr gesamter Look zu stark verkünstelt um wirklich schön zu sein.
Im Subplot dieses Films geht es um den Zusammenhalt der Truppe, die sie stark macht und die durch Verrat an der Gemeinschaft gefährdet wird. Johnny will alleiniger Held sein und bringt die anderen in große Gefahr. Sue und Reed denken darüber nach, sich aus dem Superheldenbusiness zurückzuziehen um eine Familie zu gründen. Am Ende finden sie aber alle heraus, dass nur sie vier zusammen eben fantastisch sind und die Welt noch einiges an Katastrophen zu bieten hat, die nur sie aufhalten können.
Das Serienprinzip wird auch hier mit seinen klassischen Zutaten gewürzt: wiedererkennbare Helden, eine neue Story und einige alte bekannte Widersacher wie Von Doom, der auch nur mit Kapuze (der Imperator lässt grüßen) ein wenig Grusel verbreiten kann.
So bieten die Fantastischen Vier in ihrem zweiten Teil, außer netter Unterhaltung für einen Sonntagspätnachmittag nicht viel. Keine besonders beeindruckenden Effekte, keine Emotionen, lediglich die nette Story hält bei der Stange und die Neugier, wie denn dieses Mal die Welt gerettet wird.
| FAZIT
Etwas laue Comicverfilmung von alten Bekannten, die nur durch ihre Story bei der Stange hält. Figuren und Effekte sind farblos und eher lau. Nette Unterhaltung für einen sonntäglichen Spätnachmittag.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung