Die Ratte Remy (Axel Malzacher) hat eine besondere Begabung: Ihre feine Nase. Als „Vorriecher“ darf Remy deshalb für seinen Clan alle geklauten Abfälle auf Rattengift überprüfen. Von den Essgewohnheiten seiner Familie ist Remy allerdings befremdet. Er träumt von frischen Lebensmitteln und stiehlt diese in den Häusern der Menschen. Als einer seiner Streifzüge missglückt, wird der ganze Clan aufgedeckt und muss fliehen; dabei wird Remy von Freunden und Familie getrennt.
Allein in Paris verschlägt es Remy in das Restaurant des verstorbenen Meisterkochs Gusteau (Donald Arthur). Im dort angestellten Tellerwäscher Linguini (Stephan Günther) findet Remy schnell einen Freund, indem er diesem seine Fähigkeiten als Koch beweist. Schnell schließen Linguini und Remy einen Pakt: Remy soll Linguini steuern, damit er sich in der Küche des feinen Restaurants beweisen kann und edle Gerichte zubereitet, im Gegenzug erhält Remy gutes Essen und eine Bleibe.
Die Idee scheint zu funktionieren, wäre da nicht der Chefkoch Skinner (Gudo Hoegel), dem Linguini ein Dorn im Auge ist. Zudem scheint Skinner das Geheimnis von Linguinis Kochkunst zu kennen. Bevor Skinner einschreiten kann, hilft Remy Linguini allerdings dabei, das Restaurant zu übernehmen, denn Linguini ist eigentlich der rechtmäßige Erbe von Gusteau. Als die Küchenbelegschaft jedoch von Remy erfährt, lässt sie Liguini allein, genau an dem Tag, als der gefürchtete Kritiker Anton Ego (Jürgen Thormann) das Restaurant besucht ... .
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| FILMKRITIK
Mit „Ratatouille“ hat Pixar wieder einmal den richtigen Riecher für eine unterhaltsame Story bewiesen. Nach altbewährtem Rezept werden Tiere, Menschen, Sensationen mit einer guten Prise Humor und Romance zu einer unterhaltsamen Show verkocht. Da stört es auch nicht, dass einige der Gags manchmal etwas unausgegoren scheinen. „Ratatouille“ hat den Anspruch, mit zeitgemäßem Animationskino zu unterhalten und den hält er auch ein, indem er Spaß für groß und klein bietet.
Immer wieder lassen sich im bösen Skinner oder Anton Ego die klassischen Disney-Bösewichte erkennen; der tollpatschige Linguini und der clevere Remy bieten einen angemessenen Counterpart. Doch die Geschichte ist in der vom Beginn einer Freundschaft und dem Happy End gerahmten Handlung ohnehin Nebensache. Tollkühne Stunts und aberwitzige Ideen können vielmehr immer wieder begeistern.
Letztendlich sind es aber die facettenreichen Gesichter, die – mit zahllosen Mimiken belegt –vielleicht die größte Animationsleistung von Pixar darstellen. Am Anfang des Films fliegt die Ratte Remy aus einem Fenster, im Sturz bleibt das Bild stehen – Remy erläutert seine Situation. Besonders in Standbildern lässt sich die Liebe zum Detail, mit der die Figuren gezeichnet sind, nachvollziehen.
„Ratatouille“ wartet zwar nicht immer mit originellen Einfällen auf, kann diese jedoch mit selbstironischen Seitenhieben kommentieren. Starkoch Gusteau erscheint Remy immer wieder als Geist, weist aber stets darauf hin, ein reines Produkt Remys Phantasie zu sein. Dabei gibt Gusteau derart altkulge Tipps, dass selbst Remy sich über diesen penetrant komischen Running Gag beschwert.
Letztlich behält aber Gusteau Recht mit dem Titel seines Buches „Jeder kann kochen“. Ratten sind nunmehr keine unwillkommenen Störenfriede, sondern gern gesehene Küchenhelfer. Ob der Film diesen Tierchen in der Realität zu einem besseren Ruf verhelfen wird, bleibt allerdings zu bezweifeln ... .
| FAZIT
Ein weiterer Pixar-Film ... schön animiert, gut inszeniert und sicher einen Kinobesuch wert.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung