Der unorthodoxe Polizist Azuma soll den Mord an einem Drogendealer aufklären. Dabei entdeckt er, dass ein Kollege beschlagnahmte Drogen unter der Hand weiterverkauft. Als dieser ermordet wird, stellt sich Azuma dem ganzenDrogensyndikat zum Kampf auf Leben und Tod.
Diese allererste Regiearbeit von Takeshi Kitano habe ich mir erst angesehen, nachdem ich bereits die meisten seiner späteren Filme recht gut kannte, dadurch fiel meine Betrachtung vielleicht ein wenig analytisch aus. Besonders aufgefallen ist mir, daß einige seiner unverkennbaren Stilmittel in diesem Debut bereits zuhauf enthalten sind: einfache wie geniale Situationskomik der pechschwarzen Sorte, lange Einstellungen, in denen die Figuren oft langsam oder beinahe schon bewegungslos agieren und entweder garnichts oder nur das Nötigste sagen, denn in diesen Szenen sagt ein Blick viel mehr als 1000 Worte. Recht jung wirkt Kitano, der wie so oft in seinen Filmen auch selbst die Hauptrolle spielt, im Vergleich zu seinen späteren Filmauftritten hier noch, und ein wenig unausgereift wirken leider auch einige der Handlungssequenzen; darüber kann auch die teilweise sehr extreme und oft sehr überraschend einsetzende Gewaltdarstellung nicht immer hinweg täuschen. Der Film wird jedoch mit zunehmender Spieldauer immer besser und packender, so daß Kitano im Showdown sowohl schauspielerisch, als auch regietechnisch zu der Höchstform aufläuft, die man später noch in vielen seiner folgenden Filmprojekte als durchgehenden Standard schätzen lernen sollte. Für Kitano-Fans ist der Film sowieso ein must-see, aber auch für jeden, der seinen späteren, bekannteren Filmen ein klein wenig etwas abgewinnen kann, spreche ich eine klare Guckempfehlung aus. ;-)
02.09.2007
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