Ende der 80er hatten sie ihren gemeinsamen Superhit. Der Überraschungserfolg "Pretty Woman" bescherte Richard Gere sein Comeback und Julia Roberts den Beginn einer grandiosen Karriere. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder zusammen spielen würden. Zum Glück wurde es nicht "Pretty Woman II", wie man jahrelang angekündigt hatte, sondern etwas Neues. Die Parallelen sind allerdings eindeutig. Zum einen durch die Besetzung, die Richard Gere, Julia Roberts und Hector Elizondo wieder vereint, zum anderen durch das Genre Liebeskomödie.
In "Runaway Bride", der deutsche Titel ist einfach zu doof, spielt Julia Roberts das nette Kleinstadtmädel Maggie Carpenter, das eigentlich nur eine Schwäche hat: erst macht sie die Männer verrückt nach ihr, dann kommt's zur Hochzeit und wenn sie "Ich will" sagen soll, dann nimmt sie lieber die Beine in die Hand. So ist es schon drei mal geschehen und Hochzeit Nummer Vier ist in Planung. Von dieser Story hört der New Yorker Journalist Ike Graham (Richard Gere), der für die USA Today die tägliche Kolumne schreibt und für seinen Zynismus bekannt ist.
Da Ike die Ideen gerade ausgegangen sind verarbeitet er Maggies Story in seinem Artikel, bauscht diese jedoch durch eine eigene Analyse ihres Charakters auf, ohne dass er sie jemals gesehen hätte. Maggie lässt sich das nicht bieten und beschwert sich. Ikes Chefin Ellie (Rita Wilson), die zudem noch seine Ex-Frau ist, druckt einen Widerruf - und schmeißt Ike raus. Der fühlt sich in seiner Ehre gekränkt und macht sich auf den Weg in den Süden um Maggie kennenzulernen und sich selber zu beweisen, dass sein Artikel der Wahrheit entspricht.
Er ist davon überzeugt, dass Maggie auch den Footballtrainer Bob (Christopher Meloni) vor dem Altar stehen lassen wird. In der Kleinstadt angekommen, schleimt sich Ike bei Maggies Freunden und Familie ein, die ihn ganz schnell in ihr Herz schließen. Nur Maggie versucht ihn aufs hartnäckigste loszuwerden, gegen soviel Sympathie ist sie jedoch machtlos und so beschließt sie, Ike zu beweisen, dass er im Unrecht ist.
Dabei muss sie jedoch nicht nur der Tatsache ins Auge sehen, dass sie von allen verspottet wird, sondern auch, dass ihre Gefühle für Ike immer stärker werden. Ike geht es ähnlich und es gelingt ihm, Maggie und Bob auseinander zu bringen. Er und Maggie beginnen eine heiße Affäre und Ike wird schnell klar, dass sie beide füreinander perfekt wären, denn sie leiden am selben Problem: Angst vor Enttäuschung. Enttäusche lieber, bevor du enttäuscht wirst ist das Motto von beiden. Er beschließt, seine Angst zu überwinden und stellt Maggie die magische Frage. Maggie sagt ja, jedoch bekommt Ike die größten Probleme seine Braut vor dem Altar zu halten...
WERBUNG
| FILMKRITIK
"Die Braut, die sich nicht traut" ist eine warmherzige, romantische Komödie voller Wortwitz, die, trotz allen Amüsements, hauptsächlich von der Präsenz seiner beiden Hauptdarsteller lebt. Aber will man etwas anderes? Ist Julia Roberts Lächeln nicht einfach zum verlieben? Ist der rauhe Charme und Witz von Richard Gere nicht zum dahinschmelzen? Der Film mag nicht anspruchsvoll sein, aber man bekommt was man erwartet: einen heiteren, äußerst netten Liebesfilm mit zwei tollen Darstellern. Mehr gibt's da eigentlich nicht zu sagen.
| FAZIT
Ein Film der viel Kurzweil zu bieten hat und bei dem man oft herzlich lachen kann.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung