Der 40-jährige Eddie führt in San Francisco ein Sportgeschäft. Sein Vater und sein verheirateter Freund machen mächtig Druck, denn Eddie hat weder eine Frau, noch sexuelle Abenteuer. Als dann noch seine frühere Verlobte heiratet, und Eddie auf der Feier am Kindertisch sitzen muss, kommt er sich wie der letzte Alleinstehende auf Erden vor. Dann aber lernt er bei einem Raubüberfall eine hübsche Blondine kennen, und bald wird geheiratet.
Für die Flitterwochen fahren Eddie und Lila nach Mexiko in ein schönes Resort am Meer. Doch nach einer anstrengenden Autofahrt mit Dauergesang der Gattin will auch in der Flitterwochensuite keine Euphorie aufkommen. Eddie entdeckt an seiner Angetrauten unangenehme Züge – da trifft es sich gut, dass ein schlimmer Sonnenbrand sie tagelang ins Zimmer verbannt. Eddie lernt eine sympathische Brünette kennen, mit der er endlich den Urlaub genießen kann. Doch leider findet er nicht den passenden Moment, um ihr zu sagen, dass er nicht allein hier ist...
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| FILMKRITIK
Ben Stiller ist als Eddie nicht zum ersten Mal in der Rolle des Bedrängten zu sehen. Nach seinen Glanznummern als gestresster Schwiegersohn in „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“ und dem Vorgängerfilm erwartet man hier eine Art Zugabe als Mann im Familienstress. Stiller macht das auch ganz gut, aber nicht so lustig wie einst. Er spielt den leicht angegrauten Durchschnittstypen ernst und grüblerisch, und kontert die Provokationen seiner Gattin mit vielsagender Mienenstarre.
Malin Akerman gibt eine überzeugende Darstellung der nervenden Lila – die vor allem ihren Mann nervt, weil dieser der Falsche für sie ist. Die überstürzte Heirat vor dem richtigen Kennenlernen wird dem Paar zum Verhängnis. So weit wirkt die Geschichte ganz realistisch. Für Atmosphäre sorgen hauptsächlich die wunderschönen Postkartenbilder der Kamera im Resort am Meer – inklusive Pool und Liegen, gepflegten Grünanlagen und hübschen Restaurantterrassen über dem Strand.
„Nach 7 Tagen – Ausgeflittert“ der Regisseure und Brüder Bobby und Peter Farrelly ist ein Remake eines Films von 1972, der auf Deutsch „Pferdewechsel in der Hochzeitsnacht“ hieß. Die Farrellys sparen nicht mit derben, vulgären Anzüglichkeiten, die sie inzwischen als ihr Markenzeichen zu betrachten scheinen. Vor allem Lila hat die undankbare Rolle, eklig zu wirken, wenn sie die Toilette aufsucht, Essen aus der Nase verliert oder nachts schnarcht. Hinzu kommen eigenwillige Sexszenen, in denen die Farrellys die Freiheiten eines R-rated-Films in vollen Zügen auskosten: keine unnötige Rücksicht auf Minderjährige!
Leider hat sich der Aufwand nicht gelohnt. Die Komödie ist nicht lustig, die Witze wirken abgedroschen, die Dialoge uninspiriert. Selbst die neue Freundin, gespielt von Michelle Monaghan, ist klischeehaft, wenn sie Kinderliebe im Spiel mit mexikanischen Jungen demonstrieren soll – die Szene wird übrigens gleich gekoppelt mit dem Streicheln junger Hunde und Katzen. Ungefähr im letzten Viertel des Films zieht die Spannung doch noch an – als Eddie versucht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es gibt noch ein paar bissige Einlagen inklusive Schluss-Überraschung. Aber das kommt zu spät und entschädigt nicht für vorangegangenen Verdruss.
| FAZIT
Langweiliges Komödienremake mit Ben Stiller zwischen zwei Frauen, in dem auch die ordinären Witze der Brüder Farrelly nicht zünden.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung