„The 11th Hour“ zeigt in eindringlichen Bildern den Zustand unserer Welt und was der Mensch innerhalb der wenigen Jahre, seit dem Beginn der Industrialisierung mit ihr gemacht hat. Wissenschaftler und andere Spezialisten, vor allem Umweltaktivisten sprechen über die ernste Lage in der sich die Erde und mit ihr die Lebensbedingungen für den Menschen befindet. Leonardo DiCaprio führt als Erzähler durch den Film.
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| FILMKRITIK
„The 11th Hour“ will aufwecken, seine Zuschauer aufklären über den Zustand der Erde und will sie zur Mithilfe aufrufen. Experteninterviews mit Wissenschaftlern, Psychologen und vielen Anderen bilden das Kernstück des Films und warnen eindringlich davor den Klimawandel nicht mehr als eine Möglichkeit anzusehen an die man glauben kann oder es auch lassen kann, sondern als einen unumstößlichen Fakt. Brachiale Bilder, die den „infizierten“ Zustand der Welt zeigen, sind den Bildern gegenübergestellt, die ihre Schönheit zeigen.
Leonardo DiCaprio hat diesen Film produziert und fungiert darin auch als Erzähler. Zusammen mit den Filmemacherinnen Nadia und Leila Conners hat er sein Anliegen, seine Mitmenschen aufzuwecken, in Bilder gepackt. DiCaprio, der sich seit seiner Kindheit für Umweltanliegen interessiert, ist heute im Vorstand zweier namhafter US-Umweltorganisationen und hat eine eigene Foundation gegründet, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt unseres Planeten einsetzt.
Der Film steht in der Tradition von Al Gores‘ „Eine unbequeme Wahrheit“, nur dass DiCaprios Dokumentation eindeutig für ein jüngeres Publikum gemacht ist. Mit „hippen“ Grafiken werden in schnellen Schnitten, die Eingriffe des Menschen in das Ökosystem der Erde gezeigt. Wirkliche Neuigkeiten für einen durchschnittlich informierten Mitteleuropäer bietet dieser Film allerdings nicht. Die Interviews sind dennoch interessant und können einiges an Halbwissen besser beleuchten oder untermauern.
Im Mittelpunkt steht die Unwichtigkeit des Menschen für die Erde. Immer wieder weisen die Experten darauf hin, dass wir in Erdenzeiten gemessen, erst seit wenigen Sekunden unseren Auftritt haben und wir durch unser Zutun den Abgang beschleunigen. Für die Erde wird das aber kaum eine Rolle spielen.
Der Film wartet am Ende nicht mit allzu schnellen Lösungen auf, er überschüttet seine Zuschauer nicht mit Ratschlägen. Vielmehr ruft er dazu auf, verantwortungsvoller mit den Ressourcen der Erde umzugehen, bewusster einzukaufen (regional und ökologisch). Außerdem werden die Interessen hinter den nur langsam voranschreitenden Veränderungen aufgezeigt.
| FAZIT
Klimakatastrophen-Doku im Stil von „Eine unbequeme Wahrheit“, die dem durchschnittlich informierten Europäer nicht viel Neues zu erzählen hat und dennoch ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung Vieler sein sollte.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung