Die Highschool-Schülerin Aubrey Fleming ist sowohl als Klavierspielerin, als auch schriftstellerisch begabt. Eines Tages verschwindet sie und wird zwei Wochen später schwer verletzt aufgefunden. Ein Serienkiller hatte sie in seiner Gewalt und amputierte ihr bei vollem Bewusstsein eine Hand und ein Bein. Als sie im Krankenhaus zu sich kommt, behauptet sie, nicht Aubrey zu sein, sondern die Stripperin Dakota Moss. Das war eine Figur aus einer Erzählung von Aubrey. Dakota beginnt, begleitet von verstörenden Erinnerungsfetzen, sich dem Geheimnis zu nähern, dass sie mit Aubrey verbindet.
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| FILMKRITIK
Sieht man sich den blutigen Thriller, eigentlich mehr ein Horrorfilm, bis zum Ende an, stellt man ernüchtert fest: „Ich weiß, wer mich getötet hat“ ist Trash. In einer hanebüchenen Geschichte wird die vielversprechende Lindsay Lohan verheizt. Den lüsternen Blicken des Männerpublikums muss sie sich an der Stripperinnen-Tanzstange darbieten, mal in roten Handschuhen oder in schwarzen Lederstiefeln, während die Kamera genüsslich ihre entblößte, sommersprossige Haut abtastet. Sie wird in bestialischen Aufnahmen vom unsichtbaren Folterer amputiert, und die Kamera fahndet nach einem Ausdruck von Qual auf ihrem Gesicht.
Dabei ist Lindsay Lohan selbst in diesem ausbeuterischen Film sichtbar an der verheißungsvollen Schwelle zwischen Mädchen und Frau – was für eine Fülle von Rollen könnten dieser Schauspielerin mit ihrer emotionalen Bandbreite jetzt zufliegen! Sie beginnt, ihre jugendliche Frische mit ersten Spuren von Lebenserfahrung zu mischen, mit einem Anflug von Schwere, die sie für das Drama geradezu empfiehlt. Und was den unsäglichen Film angeht, so schafft die Regie von Chris Sivertson es immerhin, über eine geraume Zeit Suspense und Spannung aufrecht zu halten.
Aubrey lebt in einer Villa in New Salem als behütete Tochter mit schickem Auto, hat männliche Verehrer, und doch leidet sie an einer unerklärlichen Zerrissenheit, der sie in ihren Aufsätzen Worte verleiht. Nach dem Albtraum in den Fängen des Serienkillers ist Aubrey eine andere. Als strippende Tochter einer inzwischen gestorbenen, drogenabhängigen Mutter zieht diese Fremde, die sich Dakota nennt, ins Haus von Aubreys entgeisterten Eltern. Diese glauben wie die Polizei, dass sie nur ihr Gedächtnis in Folge des Traumas verloren hat. Doch die Dinge liegen etwas anders – und der Film gründet seine gesamte Existenzberechtigung darauf, die Spuren möglichst lange labyrinthisch zu streuen.
Die optische Umsetzung ist gar nicht die schlechteste. Liebhaber der Farbe Blau werden ihren Geschmack nach diesem Film noch mal überdenken. Die haarlose Katze der Familie trägt ein blaues Halsband, der schicke Wagen Aubreys ist blau, sie bekommt blaue Rosen geschenkt, und dann geht die blaue Orgie richtig los: Der Serienkiller trägt blaue Plastikhandschuhe, das Klinikpersonal ebenfalls, die Kittel sind blau, die Eltern erscheinen in Blau, und man ist geneigt zu glauben, dass Aubrey schon wegen der Übermacht dieser Farbe den Verstand verliert. Es gibt neckische visuelle Spielchen mit Visionen und Albträumen, aber der Ekel in Form von braun-gequetschten Gliedmaßen und Fingern, die mit medizinischer Aufmerksamkeit abgeschnitten werden, begleitet den Film bis zur bitteren Neige.
| FAZIT
Hanebüchene, blutrünstige Geschichte, die zwar die Spannung lange in der Schwebe hält, aber ihren Star Lindsay Lohan verheizt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung