Barry die Biene hat gerade das College abgeschlossen und soll jetzt im Bienenstock einen Job fürs Leben wählen. Aber Barry will weder Umrührer, noch Reiniger werden. Viel lieber möchte er die unbekannte Welt draußen sehen, wie die Männer von der Pollencrew. Barry hat das Glück, dass sie ihn auf einen Flug in den New Yorker Central Park mitnehmen.
Unterwegs gerät Barry in Schwierigkeiten und landet in der Wohnung von Vanessa. Die hübsche Frau rettet ihm das Leben, und Barry übertritt das oberste Bienengebot, nämlich nicht mit Menschen zu sprechen. Er muss sich unbedingt bei Vanessa bedanken – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Doch dann sieht Barry in einem New Yorker Supermarkt lauter Honiggläser in den Regalen, und ihm dämmert, dass die Bienen bestohlen werden. Er beschließt, die Menschheit zu verklagen.
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| FILMKRITIK
Comedian Jerry Seinfeld ist Drehbuchautor und Produzent der Dreamworks-Animation „Bee Movie – Das Honigkomplott“. Auch leiht er in der Originalversion Barry seine Stimme. Die Regisseure Simon J. Smith und Steve Hickner schufen ein nettes Abenteuer für Kinder und Familien mit frischem, nicht übertriebenem Witz und spannenden Wendungen in der Handlung. Was als Konflikt eines unzufriedenen Jugendlichen beginnt, spinnt sich dann fort als Aha-Erlebnis teils schmerzhafter Art mit Windschutzscheiben, Tennisbällen und Fliegenklatschen in der Menschenwelt. Der Hauptteil ist ein Gerichtsdrama mit Jury, Plädoyers und Finten, und wenn man denkt, jetzt kommt nur noch die Auflösung, wird Barry zum Actionhelden im Cockpit eines Passagierflugzeugs.
Dabei klingt die Idee, die Menschheit wegen Honigklaus zu verklagen, nicht direkt originell. Und auch die an amerikanische Motorradpolizisten erinnernden Männer von der Pollencrew lassen zunächst befürchten, dass den Insekten hier übel mitgespielt werden soll: Schließlich lernen Kinder in der Schule, dass alle Arbeitsbienen weiblich sind. Aber wer aus dem Bienenstock raus darf, muss in Hollywood eben ein starker Mann sein – und bald ist das auch nicht mehr so wichtig, denn Barrys Abenteuer nehmen einen gefangen mit ihrer flotten, heiteren Fantasie.
Der Bienenstock ist eine große Stadt mit der Honex-Fabrik im Zentrum. Aus ihren hübschen Siedlungen fahren die Bienen im Auto zur Fabrik, benutzen Rolltreppen, wuseln wie kleine Rädchen im Fließbandbetrieb. Orange, blau und lachsfarben sind die dominierenden Töne, die Formen sind rund und die Einrichtung der Wohnungen hat etwas vom Plastik-Futurismus-Boom der sechziger Jahre. Barrys Mutter trägt das Haar toupiert, wie es einmal Mode war. Die Bienen sind gut drauf und smart, wie die progressiven Menschen auf den Cornflakes-Werbungen von einst.
Die Floristin Vanessa wird Barrys gute Freundin. Mit der Biene kann Vanessa viel besser quatschen als mit ihrem eingebildeten Menschenfreund Ken, der Barry gerne an die Wand klatschen würde. Barry macht mit seinem typischen Comedian-Humor bahnbrechende Erfahrungen, zum Beispiel mit der Lampe in Vanessas Wohnzimmer: „Ist mir bisher nie aufgefallen, dass auf der Sonne so eine große 75 drauf ist“, sagt der Bienenjüngling und schwingt sich hoch zum Licht.
Weitere humorvolle Einlagen gibt es mit ein paar Insekten, die sich auf der Windschutzscheibe eines fahrenden Autos tot stellen – warum, verrät ein cooler Moskito dem ahnungslosen Barry. Mit einem Larry King des Bienen-TV hat Barry ein Gespräch über seinen Prozess vor einem Menschengericht. Doch das Urteil hat ungeahnte Folgen. Barry und Vanessa müssen versuchen, das Ruder noch einmal herumzureißen – ausgerechnet an Bord eines riesigen Flugzeugs. Gerade dieses letzte Kapitel der Geschichte ist überraschend, spannend und lässt keine Wünsche offen. Insgesamt sorgt die flotte Barrybiene für sympathische Zeichentrick-Unterhaltung ohne große Höhen, aber auch ohne anstrengende Überfrachtung.
| FAZIT
Die Abenteuer der flotten Biene Barry in der Welt der Menschen bieten mild witzigen und abwechslungsreichen Zeichentrickspaß.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung