Sonntag | 27. Mai 2012 | 04:56 Uhr
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  • FILM REVIEW | Cube
  • Cube

    Thriller, Science Fiction | USA 1997
  • | INHALTSANGABE

  • Vier Wände, Decke, Boden, alles gleich von Aussehen und Größe. Sechs quadratmetergroße Ausgänge, an jeder Seite einer. Und dahiner? Das gleiche, vier Wände, Decke, Boden, alles gleich, sechs Ausgänge. Und so weiter und so weiter...

    Fünf Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, finden sich hier zusammengepfercht auf engstem Raum. Was tun sie hier, wie sind sie hierhergekommen? Keiner von ihnen kann sich erinnern. Nur eines wissen sie, sie müssen aus diesem Labyrinth entkommen oder sie werden nicht lange überleben.

    Die Leitung übernimmt Quentin (Maurice Dean Witt), ein etwas grobschlächtiger und eigenmächtig handelnder Polizist mit einem Faible für junge Mädchen. Deshalb hat er auch sofort ein Auge auf die Mathestudentin Leaven (Nicole De Boer) geworfen. Suspekt hingegen ist ihm der Büroangestellte Worth (David Hewlett), die Ärztin Holloway (Nicky Guadagni) hingegen geht ihm eher auf die Nerven. Und dann ist da noch seine Hoffnung Rennes (Wayne Robson). Der ist ein alternder Verbrecher, der schon aus jedem Hochsicherheitsgefängnis Kanadas abgehauen ist. Wenn es also einer schaffen kann, diesem würfelförmigen Gefängnis zu entfliehen, dann er.

    Gefängnis. Genau das ist das richtige Wort. Sie alle sind in einheitliche graue Uniformen gesteckt worden mit ihrem Nachnamen darauf. Und so brauchen sie sich auch nicht vorzustellen. Herzlichkeiten gibt es auf diesem Trip nicht, nur die Suche nach dem Ausgang - und dabei gilt es, die Räume zu meiden, in denen tödliche Fallen auf sie warten. Säure, die plötzlich aus den Wänden spritzt, Eisenstäbe, die alles im Raum aufspießen, was sich durch ihn hindurchbewegt, scharfe Klingen, die den sie in Stücke schneiden.

    Als es Rennes zuerst erwischt, gibt der egomanische Quentin auf, doch die hochbegabte Leaven findet eine Möglichkeit, wie man die todbringenden Räume erkennen kann. Die Zahlen an den Türen haben ein mathematisches System. Mit ihnen lassen sich die Koordinaten des riesigen Quaders, in dem sich sich befinden, berechnen und es sollte möglich sein, mit ihrer Hilfe den Ausgang zu finden.

    Im Laufe der Zeit sind die Fallen jedoch nicht mehr ihr einziges Problem. Je mehr sie voneinander erfahren, desto komplizierter wird die Situation in der Gruppe. Als sich herausstellt, dass Worth mehr über ihr Gefängnis weiß, als er zuerst zugeben wollte, droht die Lage zu eskalieren. Als dann auch noch der autistische Kazan (Andrew Miller) zu ihnen stößt und ein Kampf über die Führungsposition entbrennt, beginnen die Emotionen überzukochen. Aus einem ethischen Grundsatzkonflikt entbrennt ein Alptraum, der in einem Blutbad endet.
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      • | FILMKRITIK

      • Vor drei Jahren wurde der Film „Cube“ auf einem kanadischen Filmfest zum ersten Mal präsentiert und sofort von vielen positiven Kritiken und Preisen überhäuft. Nachdem der Film in den USA ein ziemlicher Erfolg war und sogar schon bei uns als US-DVD im Laden stand, konnte kaum einer mit dem Streifen irgendetwas anfangen. Doch nun kommt der hochgelobte Film endlich in unsere Kinos und keiner weiß so richtig, was er mit diesem vermeintlichen Kult-Film anfangen soll.

        Vincenzo Natali übernimmt zum Ersten Mal in seiner Karriere den Platz als Regisseur, doch das war nicht seine einzige Aufgabe beim "Würfel". Er hat außerdem noch an der Story mitgeschrieben und den Film produziert. Daß er ein Faible für ungewöhnliche Szenarien hat, kann man daran erkennen, daß er vor einiger Zeit das Drehbuch zu "Vernetzt" geschrieben hat. Besonders beeindruckend ist, daß der Film "nur 230.000 $" gekostet hat und trotzdem richtig gut ist. Wer jetzt denkt, da gibt es gar keine Effekte, ist aber auf dem Holzweg.

        Von Anfang an fesselt der Film mit seinem absolut abgedrehten, schon fast klaustrophobisch wirkenden Szenario. Besonders beeindruckend ist die fantastische Kamera, die dem Zuschauer das perfide Szenario in atemberaubenden Bildern näherbringt. Selten war man so mittendrin im Geschehen. Musik und Sound-Effekte sind super gelungen und unterstützen den Film perfekt. Auch die Story, die verdammt viele frische, innovative Ideen und jede Menge Wendungen enthält, kann komplett überzeugen.

        Alles in diesem Film wirkt beeindruckend beängstigend und das ist vor Allem den hervorragenden Darstellern zu verdanken. Zwar spielt in diesem Film kein wirklicher Superstar mit, dennoch können die Schauspieler, die Angst und alle anderen Gefühle sehr gut wiederspiegeln. Einige wenige heftige Splatter-Szenen lassen das Szenario ziemlich hart werden.

        Selten hab ich einen so spannenden Film gesehen wie „Cube“. Obwohl ich mit ziemlich hohen Erwartungen ins Kino gegangen bin, hat mich der Film vollkommen in seinen Bann gezogen. Das Szenario wirkt beklemmend realistisch, wenn man auch nicht weiß, warum sich die Protagonisten dort aufhalten. Schauspieler, Musik und Ausstattung befinden sich auf höchstem Niveau.

        Das Allerwichtigste, neben der beklemmenden Atmosphäre, sind die innovative Story sowie das unerwartete Ende. Trotzdem kann ich abschließend sagen, daß der Film nicht für alle die richtige Wahl ist. Mystery-, Science-Fiction- und Psychothriller-Fans kommen bei diesem Film besonders auf ihre Kosten.
      • | FAZIT

      • Beklemmende Atmosphäre und innovative Story auf hohem Niveau: Ein Film für Mystery- , Science-Fiction- und Psychothriller-Fans gleichermaßen
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Marcel Kleffmann

      • | Userwertung

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