Für alle die sich mal wieder einen anspruchsvollen Film mit guten Schauspielern anschauen wollen, ist dieser Streifen sicherlich absolut NICHT zu empfehlen. Wer aber das gute alte Achtziger Jahre Action Kino Marke Schwarzenegger und Co. mag, der wird hier gut unterhalten. Dwayne "The Rock" Johnson spielt das was er am besten kann, einen muskelbepackten Kerl mit lockeren Sprüchen und nem weichen Kern. Handlung gibts kaum, dafür ordentlich auf´s Maul. Wer Walking Tall mag, wird auch welcome to the jungle mögen.
So a Schmarn! Dabei fing alles so gut an mit einem Cameo von Arnold Schwarzenegger... Und es ging sogar akzeptabel weiter. Eine mittelgroße Schlägerei in einer Disco, leider mit nervigem Hip Hop Gedröhne unterlegt und durch die Lichteffekte doch sehr undurchschaubar. Doch dann kam der Absturz. The Rock stellte einmal mehr seine grandiosen mimischen Fähigkeiten unter Beweis. Der Drehbuchautor dachte wohl es sei eine gute Idee einen robusten Darsteller (Das Wort Schauspieler ist hier etwas fehl am Platze) in den Jungle zu schicken um dort einen anderen Typen (Fehlbesetzung des Jahres: Seann William Scott aka Stiffler, der einem echt Leid tun kann, dass er sich für so einen Schund hergegeben hat) zu fangen. Das ist im Endeffekt schon alles. Doch leider reicht das nicht um einen Film zu drehen. Also wurden hahnebücherne Dialoge geschrieben die an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten sind, ein paar Figuren eingeführt (Christopher Walken, der aus seiner Rolle wenigstens noch ein bissel rausholt und eine rassige Latinobraut um dem Durchschnittskinogänger ein paar Brüste zu präsentieren) und Schwupps fertig ist das Drehbuch. Das der gute Schreiberling dabei wohl unter Drogeneinfluss gestanden haben muss, wird dadurch deutlich, dass er zwar einen Actionklopper im Kopf hatte, aber irgendwie auf den Trichter gekommen ist man müsse doch irgendwie zwanghaft lustig sein. Somit entstand ein kruder Mix aus Kampfszenen und absolut flacher Slapstick Komödie. Den "lustigen" Teil kann man getrost vergessen, denn wirklich lustig war da eigentlich nichts. Entweder war hier wieder der Autor Schuld, oder aber das Synchronstudio hat die falschen Texte genommen. Denn da passte wirklich nichts. Die Dialoge waren absolut sinnentleert und hatten wohl nur den Zweck den Film auf eine angemessene Länge zu bringen. Doch halt...es gab auch etwas positives. Denn zwischen dem überflüssigen Gerede und den groben Logikfehlern gab es wirklich gute Kampfszenen. Und damit meine ich wirklich richtig gute! Scheint The Rock ja doch noch zu etwas Nütze zu sein. Vor allem hat mich hier die Intensität der Schlägereien doch sehr überrascht. Ok, man hat nicht einen Tropfen Blut gesehen, aber ansonsten waren die Kämpfe gut choreographiert (Ein postives Beispiel für Wirework), gut geschnitten und auch recht brutal. Das wars dann aber auch schon mit den positiven Eigenschaften. Man könnte fast sagen, dass wenn ein guter Drehbuchschreiber engagiert worden wäre und alle zwanghaft lustigen Szenen entfernt worden wären, dann hätte es durchaus ein halbwegs guter Film werden können. Aber so nicht.
29.01.2005
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