Die Amerikanerin Emily Jackson – genannt Jacks – lebt in London und arbeitet für die britische Vogue. Ihr Liebesleben hat sie alles andere als im Griff, immerhin trifft sie sich nach wie vor mit ihrem Ex-Freund, den sie zwar nicht liebt, den sie aber auch nicht verletzen will. Um zumindest das Liebesleben ihrer Freunde in Ordnung zu bringen, startet sie wilde Kuppeleiversuche.
Die betreffen unter anderem ihren Mitbewohner und besten Freund Peter, der ein wenig unter Realitätsverlust leidet. Der erfolglose Drehbuchautor, der sich sein Geld mit Zeitungsinterviews verdient, ist zwar ständig verliebt, aber leider immer nur in seiner Fantasie. Neustes Objekt der Begierde ist ein Unbekannter, von dem er nur den Namen kennt: David Williams.
Während ihre gemeinsamen Freunde Tallulah und Finlay versuchen, diesen David aufzutreiben, weiß Jacks längst, wer die perfekte Partie für Peter wäre: Paolo, der neue Assistent des Vogue-Starfotografen Sasha. Sie ist sich absolut sicher, dass Paolo schwul ist, wie alle anderen Assistenten vor ihm. Und während sie vollkommen begeistert von ihrer eigenen Idee ein Treffen zwischen Peter und Paolo arrangiert, fällt ihr gar nicht auf, dass Paolo ihr längst interessierte Blicke zuwirft.
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| FILMKRITIK
Sie selbst bezeichnet sich als größter Fan von "Breakfast at Tiffanys", und so ist es auch kein Wunder, dass Jacks die moderne Variante einer Holly Golightly ist, die mit einer großen Portion Selbstbewusstsein und Offenheit durch ein reichlich chaotisches Leben stolpert. Dabei umgibt sie sich mit einem Freundeskreis, in dem Männer sich outen müssen, wenn sie hetero sind und in dem geplante Zufälle an der Tagesordnung liegen.
Den Bildern, die einem hier vorgesetzt werden, kann man nicht immer trauen, immerhin spielt sich so einiges auch bloß in der Fantasie des verhinderten Drehbuchautors Peter ab. Genau diesen Sachverhalt kommentiert der Film augenzwinkernd, indem darauf hingewiesen wird, dass man für gewöhnlich nicht ins Kino geht, um eine Geschichte aus der Realität erzählt zu bekommen. Gleichzeitig bietet der Film einen humorvollen Blick auf heutige Filmproduktionsprozesse und eine sympathische Definition von Liebe.
Was "Love and other disasters" außerdem bieten kann, sind schlagfertige Dialoge und unterhaltsame Verwicklungen. Emily Jackson ist auf ihre ganz eigene Art sehr bezaubernd und auch ihren Freunden Peter und Tallulah schaut man gerne bei ihren diversen Liebesverwicklungen zu, auch wenn die sich zwischenzeitlich ein wenig zu abgehoben gestalten. Aber immerhin befindet man sich in der Welt der Kunst und der Mode, der Reichen, Kreativen und Verrückten – so, wie sie in der filmischen Realität nun mal aussehen.
| FAZIT
Im Großen und Ganzen ist "Love and other disasters" ein netter Zeitvertreib, der dazu in der Lage ist, kurzweilig zu unterhalten.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung