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  • Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

    Drama | China / Frankreich 2002
  • Originaltitel:
    Balzac et la petite tailleuse chinoise
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    25.12.2003
    USA Kinostart:
    29.07.2005
    Produktionsland:
    China / Frankreich 2002
    Verleih:
    Schwarz-Weiß Filmverleih
    Länge:
    106 Minuten
    FSK:
    ab 06 Jahren
    Auszeichnungen:
    Golden Globe: 1 x nominiert  

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    • | KURZINHALT

    • China 1971. Im Zuge der Kulturrevolution werden der 18-jährige Luo und der 17-jährige Ma zur Umerziehung aufs Land geschickt. Bei harter körperlicher Arbeit sollen sie den Einfluss ihrer bourgeoisen Familien kompensieren. Kultur ist verpönt, Bücher gelten als Feinde der Revolution. Als die jungen Männer auf die Tochter des Schneiders treffen, verlieben sich beide in sie. Die Dorfschönheit ist von vielen begehrt, doch Ma und Luo entdecken einen Schlüssel zu ihrem Herzen: Die wissbegierige Analphabetin hungert nach Literatur und Geschichten. Ma und Luo gelangen in Besitz eines verbotenen Romans von Balzac. Die Liebesgeschichte verändert ihr Leben...
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Sijie Dai
    Buch:   Sijie Dai  
      Nadine Perront  
    Darsteller:   Zhijun Cong als Old Tailor  
      Shuangbao Wang als Head of the Village  
      Hong Wei Wang als Four Eyes  
      Chen Kun  
      Wang Shuangbao  
      Liu Ye  
      Zhou Xun  
      Xiong Xiao als Mother of Four Eyes  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Drei Dissidenten
    • Zunächst einmal macht der Film die Lächerlichkeit der Großen Kulturrevolution deutlich. Es herrschen ungebildete Apparatschiks der KPCh, die sinnlosen Aktionismus propagieren und eigentlich dem Fortschritt im Wege stehen. Es ist ein Riesenspaß, wenn denen Studenten, die zur Umerziehung aufs Land geschickt wurden, europäische Kultur nahe bringen sollen. Die tiefen Gegensätze zwischen Stadtmenschen und Dörflern, Intellektuellen und Bauern werden mit viel Humor dargestellt. In der sich anschließenden Liebesgeschichte spielt das Vorlesen von verbotenen französischen Romanen eine wichtige Rolle. Hier gehört der Titel hin. In fast kindlicher Unschuld wird dieses warmherzige Verhältnis geschildert. Und das ist dann auch die Kernaussage des Films: Lesen fördert die Persönlichkeitsbildung, emanzipiert und macht in letzter Konsequenz
      erst frei. Dann überspringt die Handlung etwa 20 Jahre. Wir sehen wie die wunderschöne Bergregion für den Drei-Schluchten-Damm geflutet wird. Es ist wohl die optisch schönste und lyrischste Umsetzung dieses frevelhaften Eingriffs des Menschen in die Natur. Sehenswert!
    • 31.03.2011 Bewertung:
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