Ein etwas bedeckter Sommernachmittag, eine junge Studentin lernt im Garten. Sie beobachtet ihre Katze, die am Ufer des nahen Gartenteichs sitzt. Plötzlich ist die verschwunden. Ist sie in den Teich gefallen? Sie beugt sich tief über das dunkle Wasser um nach ihrem Haustier Ausschau zu halten. Dies zu bereuen hat sie kaum Zeit, denn eine Hand zieht sie mit ungeheuerlicher Kraft unter Wasser. An einem anderen Ort meldet ein Handy einen verpassten Anruf (missed call). Auf der Mailbox ist eine Nachricht hinterlassen.
Unter den Freunden des Opfers munkelt man, sie habe vor ihrem Tod von seltsamen Dingen berichtet die sie gesehen hat. Kurz darauf kommt eine weitere junge Frau um. Beth muss mit ansehen wie ihre Freundin durch rätselhafte Umstände vor einen fahrenden Zug gestoßen wird. Kurz davor hatte sie ihr von einem seltsamen Anruf erzählt, der offensichtlich ihre letzten Lebenssekunden aufgezeichnet hatte – die in der Zukunft liegen.
Beth gibt bei der Polizei zu Protokoll, dass die Opfer seltsame Dinge sahen und einen Anruf bekamen. Nur einer glaubt ihr, Detective Jack Andrews. Seine Schwester kam erst kürzlich unter ebenfalls seltsamen Bedingungen bei einem Krankenhausbrand um. Mit ihm macht sie sich auf die Suche nach einer Erklärung. Eines haben alle Getöteten gemeinsam: sie werden nach einem Kettenbriefprinzip ausgewählt. Jedes neue Opfer ist im Handyadressbuch der gerade Umgebrachten gespeichert.
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| FILMKRITIK
„Tödlicher Anruf“ vereint einen Horrorfilm mit einem Krimiplot. Beth und Jack machen sich auf die Suche nach einer rationalen Erklärung für die Tode verschiedener Menschen, die dadurch verbunden sind, dass sie gemeinsame Bekannte haben. Das übersinnliche Element dabei ist, dass die Opfer glauben an Wahnvorstellungen zu leiden, kurz bevor sie getötet werden. Sie sehen seltsame Wesen, fühlen sich verfolgt und hören ihren eigenen Todesmoment auf ihrer Mailbox.
Der „Täter“ handelt nach dem immer gleichen Muster: er warnt vor und zwar mit dem aufgezeichneten in der Zukunft liegenden Tod. Datum und sogar Uhrzeit sind genau angegeben. Außerdem klingelt das Handy in derselben Melodie wenn die Todesnachricht eingeht.
Bei ihren Recherchen stoßen Beth und Jack auf einen mysteriösen Brand in einem Kinderkrankenhaus bei dem mehrere Personen getötet wurden. Unter den Toten befindet sich ein kleines Mädchen, deren Mutter seither vermisst wird und deren Schwester im Waisenhaus lebt und nicht mehr spricht.
Als schließlich Beth selbst eine Nachricht auf ihrer Mailbox vorfindet, in der sie selbst eindeutig zu hören ist, gilt es gegen eine konkrete Deadline anzukämpfen um den „Fall“ aufzuklären. Das Absendedatum der Nachricht liegt zwei Tage in der Zukunft, es bleibt also nicht viel Zeit.
„Tödlicher Anruf“ ist ein Remake des japanischen Films „Chakushin Ari“ von 2003. Von den amerikanischen Filmemachern und dem französischen Regisseur Eric Valettes wurde die Vorlage an westliche Sehgewohnheiten angeglichen.
In glatten und doch packenden Bildern wird diese Geschichte erzählt. Die Visual Effects sind überzeugend und die Darstellung der übernatürlichen Phänomene lässt einen erschauern. Den Machern gelingt es auch sonst, dort gekonnt Akzente zu setzen wo es nötig ist um den Schauder den Rücken herunter zu jagen.
Bewusst, um Normalität zu vermitteln, ist der Film im Milieu typischer amerikanischer Studenten und ihrem Campusleben angesiedelt. Zwischen Partys und Seminaren schleicht sich das Grauen ein und verunsichert alle. Mit der Besetzung von Shannyn Sossamon in der Hauptrolle, die unter anderen in „40 Days and 40 Nights“ mitgespielt hat, wird bewusst ein Gesicht besetzt, das Normalität vermitteln soll.
Die Backstory von Beth, die offensichtlich keine einfache Kindheit hatte, ist zu offensichtlich als Erklärung eingeschoben, um zu erläutern warum sie unter besonderem Schutz steht.
| FAZIT
Horrorfilm der seinen Zweck erfüllt zu gruseln mit durchschnittlichen Darstellern und einer neuartigen Story die einen klassischen Geisterplot mit moderner Technologie kombiniert.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung