Nachdem ihr Mann sie verlassen hat, zieht Helen Grace mit ihren drei Kindern von New York in ein altes Haus in den Wäldern. Das hat sie von ihrem Großonkel Arthur Spiderwick geerbt, der vor 80 Jahren verschwand. Seine Tochter landete damals in einem psychiatrischen Sanatorium, weil sie behauptet hatte, ihr Vater sei von Feen fortgetragen worden.
Jared, der seiner Mutter die Trennung vom Vater übel nimmt, findet ein altes Buch, auf dem eine Warnung steht: Beim Öffnen bestehe Lebensgefahr. Jared schaut trotzdem rein und taucht ein in das gesammelte Wissen von Arthur Spiderwick über die Geschöpfe der fantastischen Welt. Darüber ist das Wichtelmännchen Thimbletack, das im Haus wohnt, gar nicht erfreut, und Jared muss es mit Honig besänftigen. Doch dann umzingeln böse Kobolde das Haus. Sie sind die Gehilfen von Mulgarath, einem Oger, der das Buch braucht, um die absolute Macht zu erlangen. Jared und die Seinen müssen um ihr Leben kämpfen.
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| FILMKRITIK
Das Fantasyabenteuer von Regisseur Mark Waters basiert auf der Kinderbuchserie „Die Spiderwick Geheimnisse“ von Tony DiTerlizzi und Holly Black. Die Graces sind Realfiguren, die einer Reihe unterschiedlicher CGI-Figuren begegnen. Vom putzigen Thimbletack abgesehen, sind die meisten von ihnen abstoßend hässlich bis furchteinflößend. Die Fantasiewelt, die sich hier entfaltet, ist überbordend, bedrohlich, klaustrophobisch. Kinder, die nicht verstehen, warum manche Leute abends unter das Bett schauen, erhalten eine wirksame Einführung in das Genre des Monsterfilms.
Jared und sein Zwillingsbruder Simon werden beide von Freddie Highmore gespielt, eine merkwürdige Entscheidung, die der Glaubwürdigkeit der Geschichte nicht unmittelbar nützt. Doch der begabte junge Darsteller schafft es sehr gut, den nachdenklichen Simon, der sich Pazifist nennt, und den draufgängerischen Jared zu verkörpern. Gelungen ist auch die stimmungsvolle Kulisse mit dem herbstlich gefärbten Wald und dem urigen alten Haus. Es ist nicht nur voller Staub, sondern auch voller interessanter Gegenstände aus vergangenen Zeiten und besitzt einen Speiseaufzug, mit dem Jared auf- und abfährt.
Hin und wieder lockern humorvolle Ideen die Handlung auf, zum Beispiel, als Jared beim ersten Öffnen des Buches schon von merkwürdigem Gepolter im Haus gestört wird: Der Junge versteckt sich daraufhin mit einer Taschenlampe in einer Truhe, um in Ruhe lesen zu können. Väter, die mit ihren Kindern aus früheren Beziehungen ins Kino gehen, werden allerdings unangenehm überrascht: Der abwesende Vater der Familie ist der Buhmann, denn er ist zu einer anderen Frau gezogen. Die Kinder ergreifen daher alle Partei.
Der Anblick der krötenähnlichen Kobolde ist schaurig, ebenso der des bösen Ogers Mulgarath mit den unnatürlichen Augen. Mal wird er von Nick Nolte gespielt, mal taucht er als Krähe, Drache oder gar Basilisk auf, als hätte er Ausgang aus Hogwarts. Die unheimliche Handlung wird verstärkt durch fantastische Behauptungen, die sich nicht mit Logik schmücken. Arthur Spiderwick zum Beispiel lebt tatsächlich, auf einer Lichtung, wohin ihn die kleinen Sylphen entführt haben. Das sind Wesen, die in Pusteblumen hausen und sich zu kraftvollen Schwärmen zusammenrotten. Jared und seine Geschwister besuchen Spiderwick und entkommen ohne weitere Erklärung wieder, obwohl der Sylphenschwarm sie bereits umzingelt hatte.
| FAZIT
Drei Geschwister und ihre Mutter müssen sich gegen Kobolde, einen Oger und Sylphen behaupten: Klaustrophobische, wirre Fantasy.
| BEWERTUNG
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