In Sparta herrschen raue Sitten. Bereits als Junge musste Leonidas (Sean Maguire) harte Prüfungen bestehen, doch nach dem Sieg über einen Riesenpinguin kam er als König wieder. Nun muss sich König Leonidas noch größeren Herausforderungen stellen: Xerxes (Ken Davitian), der König der Perser, fordert seinen Staat heraus.
Nachdem er Xerxes’ Boten und Britney Spears (Nicole Parker) in eine tödliche Schlucht gestürzt hat, lässt er eine Armee aufstellen. Doch nur 13 statt – wie gefordert – 300 seiner Krieger entsprechen seinen strengen Kriterien. Mit der beschaulichen Armee zieht er gegen die Perser in die Schlacht. Gestärkt von Subway, Budweiser und Gatorade kommt es zwischen Leonidas’ und Xerxes’ Armee zu einem (Wort-)Gefecht, bei dem die auch nicht truppenstärkere persische Armee unterliegt.
Paris Hilton (Nicole Parker) Plant jedoch einen Verrat gegen Leonidas. Sie bietet Xerxes wertvolle Geheimnisse an, wie er die Spartaner aus dem Hinterhalt angreifen kann ... .
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| FILMKRITIK
Diese Spoof-Comedy von Jason Friedberg und Aaron Seltzer („Date Movie“, „Epic Movie“) ist mit Humor eher spartanisch ausgestattet. „Meine Frau, die Spartaner und ich“ ist – noch mehr als die bisherigen Produktionen des Duos – zum Kotzen. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Freunde sämtlicher Körperflüssigkeiten kommen bei den Spartanern voll auf ihre Kosten. Und wer schon immer mal sehen wollte, wie eine zwei Meter große Pinguinpuppe einem Spartaner ins Gesicht scheißt – bitte!
In „Meine Frau, die Spartaner und ich“ wird in der Tat so viel mit Kot und Erbrochenem gespielt, man glaubt fast in einer postmodernen Berliner Theaterinszenierung zu sitzen. Leider basieren hierauf noch die angenehmsten Gags des Films, der sich ansonsten unter der Gürtellinie bewegt. Dort befindet sich dann auch meist die Kamera und präsentiert uns die Erkenntnis, dass man unter Miniröckchen und Lendenschurz Unterwäsche tragen sollte.
Doch auch bei der zweiten, dritten und vierten gepixelten Muschi wird dieser Blick nicht komischer. Selbst im Ansatz funktionierende Gags werden dermaßen in die Länge gezogen, dass sie einfach nicht mehr funktionieren. Das Beste am ganzen Film ist der Trailer – selbst die Gags, die hier noch lustig sind, werden im Film lahm, langweilig und lustlos zusammen geschnitten.
Immer wieder wird die Handlung mit bekannten, popkulturellen „Anspielungen“ per Holzhammermethode durchsetzt. Ob es nun um „American Idol“, „Spartan’s next Top Model“ oder „Deal or no Deal“ geht – bereits als die erste Jury im Film auftaucht ist dies nicht lustig. Ein weiterer Versuch, komisch zu sein, zeigt sich in der latenten Homosexualität der Spartaner, die die gesamte Handlung durchzieht. Wenn Leonidas mit seinen Mannen zu „I will Survive“ in die Schlacht tänzelt, dann regt das vielleicht beim ersten Mal noch zum Schmunzeln an, beim zweiten Mal nicht mehr und nach der Erklärung des Witzes dann schon gar nicht mehr. Zudem hat man bereits in Youtube-Videos ambitioniertere Darsteller gefunden als hier. Auch die Kulisse erinnert mehr an ein Amateurfilmchen. Unverholen wird dem Zuschauer erklärt, dass es für teure Spezialeffekte nicht gereicht hat – für ein Handlungsgerüst leider auch nicht.
Da stellt sich nur die Frage wieso – an Sponsoren mangelt es dem Film jedenfalls nicht. In zahlreichen Werbebotschaften – die vermutlich lustig sein sollen – werden uns allerhand trendige Produkte präsentiert. Diese Unterbrechungen täuschen kaum über den Versuch hinweg, dem kurzen Film noch einige Minuten hinzuzufügen, und sind nich einmal halb so erfrischend wie Xerxes’ menthol-frischer Atem. „Meine Frau, die Spartaner und ich“ zeigt ein grandioses Beispiel dafür, wie man einen Film nicht machen sollte. Weit mehr noch als sein filmisches Vorbild „300“, wird hier vor allen Dingen einer verarscht: der Zuschauer.
| FAZIT
Zum Glück ist dieser „Film“ nach 60 Minuten zu Ende. Wer beim Gucken eingepennt ist, kann beim 20-minütigen Abspann sitzen bleiben und sich noch dümmeres Zeug anschauen.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung