Der New Yorker Werbefachmann Will Hayes lässt sich gerade von der Mutter seiner kleinen Tochter scheiden. Grund genug, einmal sein bisheriges Liebesleben Revue passieren zu lassen, zumal die zehnjährige Maya ihn mit Fragen löchert, wie er und Mama sich kennengelernt hatten. Will beginnt zu erzählen, vertauscht aber die Namen seiner Freundinnen, um Maya im Unklaren zu lassen, welche davon ihre Mutter wurde.
Wills Rückschau beginnt 1992, als der junge Wahlkampfhelfer aus Wisconsin nach New York zieht, um an der Kampagne des Präsidentschaftskandidaten Clinton mitzuwirken. Seine Collegefreundin Emily, die zu Hause bleibt, hat so ihre Zweifel, ob Will noch mal zu ihr heimkehrt. Die quirlige Stadt fasziniert Will, der trotzdem überrascht ist, als Emily seinen Heiratsantrag ablehnt. Will freundet sich mit der verspielten April aus dem Wahlkampfteam und der sinnlichen Journalistin Summer an. Maya erfährt, dass es mit der Liebe nicht immer so einfach ist, und weist ihren Vater schließlich darauf hin, wo er vielleicht noch Chancen hätte.
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| FILMKRITIK
Die romantische Komödie von Autor und Regisseur Adam Brooks begleitet einen jungen Mann über einen Zeitraum von 16 Jahren. Drei Frauen kreuzen immer wieder seinen Weg. Es dauert tatsächlich so lange, bis Will, im Gespräch mit seiner kleinen Tochter, erkennt, wie die Liebe aussieht. Dieses Auf und Ab in Retrospektiven, unterbrochen von kurzen Szenen in der Gegenwart, hat seinen Reiz. Wills Begeisterung für die fremde Stadt, die drei unterschiedlichen Frauencharaktere und das detailgenau eingefangene Lebensgefühl in New York runden das Vergnügen ab. Dennoch wollen sich die vielen hübschen Einfälle nicht so recht zu einer Zielgeraden fügen, und dem Film geht auch eine Portion Spritzigkeit ab.
Will, gespielt von Ryan Reynolds, ist weder Charmeur, noch geistiger Überflieger, sondern der Typ mit dem gesunden Menschenverstand, der es in New York am Anfang schwer hat. Doch er tut sein Bestes, denn er hat berufliche Träume und begeistert sich für Clintons Wahlkampf. Auch ist er so schlagfertige Frauen wie Kollegin April und die Journalistin Summer nicht gewöhnt, findet sie aber sehr inspirierend. Summer, gespielt von Rachel Weisz, ist eine schillernde Persönlichkeit, die mit einem älteren Professor so freizügig und dekadent lebt, wie ein Provinzler sich die Großstädter eben vorstellt. Dem guten Will beschert sie allerdings einen Karriereknick.
Die rothaarige April, gespielt von Isla Fisher, ist der platonische Kumpel, der Will mit witzigen Sticheleien herausfordert. Und die bodenständige Emily, gespielt von Elizabeth Banks, ist doch mehr als nur eine gute Freundin. Abigail Breslin als Tochter Maya ist seit ihrer köstlichen Rolle in „Little Miss Sunshine“ deutlich gewachsen. Die kindliche Pummeligkeit ist einer naseweisen, mädchenhaften Altklugheit gewichen, die die junge Schauspielerin auch wieder sympathisch und ohne Eitelkeit darstellen kann.
Kameramann Florian Ballhaus fängt die Lichter der Großstadt in vielen Abendaufnahmen über regennassem Pflaster ein. In den urigen Bars, vor allem aber an den kleinen Ruhepolen draußen im lebhaften Treiben, auf einer Parkbank, dem Dach eines Wolkenkratzers, taucht man förmlich ein in den Flair der Stadt. An manchen Plätzen strahlt sie eine Kiez-Heimeligkeit aus, an anderen wirkt sie hässlich und abgenutzt, aber immer bleibt sie gewaltig groß mit ihrer einmaligen Skyline.
Mit der Zeit rächt sich aber, dass der Film nicht so sehr an den Charakteren interessiert ist, wie am Einfangen des Lebensgefühls. Wenn zum Beispiel Summer und Will sich nach Jahren wieder begegnen, ist die Geschichte nicht mehr nahe genug an ihnen dran, um die Spannung zu halten, bringt für ihre Veränderung nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit auf wie für die Anfänge. So hinterlässt vor allem Will einen etwas farblosen Eindruck.
| FAZIT
Will erzählt seiner Tochter, welche Frauen er einst in New York traf: romantische Komödie mit stimmungsvollen Details, die aber auf Kosten des roten Fadens gehen.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung