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    Thriller, Erotik | Frankreich 2002
  • Originaltitel:
    Choses secrètes
    Genre:
    Thriller, Erotik
    Deutschlandstart:
    04.12.2003
    Produktionsland:
    Frankreich 2002
    Verleih:
    Alamode Film
    Tonformat:
    DTS
    Länge:
    115 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren

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    • | KURZINHALT

    • Sandrine arbeitet in einer Bar. Sie ist fasziniert davon, wie schamlos die Stripperin Nathalie ihre Sexualität öffentlich auslebt. Die beiden Mädchen freunden sich an und Sandrine begreift, dass sie ihren Körper als machtvolle Waffe einsetzen kann. Die zwei Frauen setzten ihre Erotik bewusst und skrupellos ein, um sozial aufzusteigen. Sie nehmen Stellen in einem großen Bankhaus an, wo sie eine rasante Karriere machen. Mit schmutzigen Tricks und vorgetäuschten Orgasmen bringen sie ihre Vorgesetzten unter Kontrolle. Erst als Christophe, Sohn des Direktors und zukünftiger Chef, auf der Bildfläche erscheint, wird ihr Spiel gefährlich. Denn Christophe akzeptiert nur seine eigenen Regeln ... Die einflussreichen Cahiers du Cinema erkoren die erotische Fabel um Sex und Macht zu einem der zehn besten Filme des Jahres 2002.
    •  
    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Jean-Claude Brisseau
    Buch:   Jean-Claude Brisseau  
    Musik:   Julien Civange
    Kamera:   Wilfrid Sempe
    Produzent:   Jean-Francois Geneix  
    Darsteller:   Arnaud Goujon  
      Viviane Theophildes als Madame Mercier  
      Coralie Revel als Nathalie  
      Olivier Soler als Cadéne  
      Blandine Bury als Charlotte  
      Fabrice Deville als Christophe  
      Roger Mirmont als Delacroix  
      Sabrina Seyvecou als Sandrine  
      Sylvain Bourguignon  
    • | USERKOMMENTARE

    • Dr. Strangelove| "Eyes wide Shut" meets "Baise-moi"
    • Als francophiler Cinéast wird man zwangsläufig auf diesen Film aufmerksam, spätestens nachdem die Kritiker des Cahier du Cinéma ihn zum Film des Jahres gekürt haben. Das hat bei mir hohe Erwartungen geweckt und das war der Fehler. Ich habe den Film nun zum zweiten Mal gesehen, und jetzt sind die Schwächen nur allzu deutlich hervorgetreten. Beim ersten Sehen habe ich noch ein Auge zugedrückt, was die Story angeht. Denn obwohl sich das ganze sehr interessant anhört (zwei Kellnerinnen schlafen sich mit dem Kopf an die Firmenspitze) ist die Wirkung beim zweiten Mal verpufft. Dann nervt es nur noch, dem pseudo-philosophischen Geseiere des Juniorchefs lauschen zu müssen. Wenn es Brisseus Idee war, hier etwas de Sade (barocke Musik, gebildete Gespräche und gleichzeitig die übelsten Taten, ergo: Bildung schützt nicht vor Verwerflichkeit) und Caligula (dekadenter verzogener Sohn erbt nach Vatertod Firma bzw. Imperium und feiert wegen Sinnkrise gewalttätige Orgien) zu mischen, so wirkt das in dem Film, der in den Außenszenen sogar stellenweise Nouvelle-Vague-Feeling aufkommen läßt, künstlich mystisch überhöht und nur noch schwülstig. Wenn Brisseau sich Hitchcock zum Vorbild nahm, dann ist das ein hehres Ziel, das aber nicht erreicht werden kann. Wirkt die Atmosphäre um das Psycho-Haus auch noch beim x-ten Sehen, so kommt hier einfach nichts rüber. Zusehr wird mit plakativen Orgien gearbeitet, so daß alles oberflächlich bleibt. Habe ich bei Kubricks "Eyes Wide Shut", das einige vergleichbare Elemente besitzt, noch ständig mitgefiebert und war geradezu in jener Welt versunken, so habe ich hier immer einen Sat.1 Softporno im Hinterkopf. Doch nun zu den erfreulicheren Dingen. Die ersten 2/3 des Films stehen in der Tradition besten französischen Kinos, sind spannend und wirken durchaus nachvollziehbar, wenn auch manchmal etwas vorhersehbar, was die mangelnde Tiefe beim zweiten Sehen umso schmerzlicher offenbahrt. Danach gleitet der Film in oben erwähnte Schwulst ab und man kommt garnicht hinterher, was der Regisseur einem da auftischt. Die größte Kunst dieses Filmes ist die Fotografie seiner enorm erotischen Hauptdarstellerinnen - was man hier an Schönheit geboten bekommt, sieht man nicht alle Tage. Die Bilder sind eine Augenweide und verzeihen so manche Story-Schwachstelle. Die schöne Musik von Purcell, Bach und Vivaldi paßt auch hervorragend zu den gemäldeartigen Bildern.
      Leider hat die deutsche Synchronisation mir nochmal ein ganzes Stück Stimmung zerstört, man sollte diesen Film deshalb bitte nur im Original anschauen!

      Fazit: Pseudo-intellektueller, hervorragend fotografierter französischer Erotikfilm zwischen Novelle-Vague und Hitchcock, was eine bizarre und unglaubwürdige Mischung ergibt. Einmaliges Sehen genügt völlig.
    • 07.08.2005 Bewertung:
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