Sonntag | 27. Mai 2012 | 08:56 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Was wäre, wenn wir am Anfang einer neuen Eiszeit stünden? Diese Frage lässt dem Klimaforscher Jack Hall keine Ruhe. Seine Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass die globale Erwärmung einen plötzlichen und katastrophalen Umschwung im Klima des Planeten auslösen könnte. Bohrungen im antarktischen Eis beweisen: So etwas geschah schon einmal vor zehntausend Jahren. Daher informiert der Wissenschaftler die zuständigen Stellen über die Möglichkeit eines drohenden neuen Klima-Umschwung, wenn nicht schnell etwas unternommen wird. Doch seine Warnungen kommen zu spät.

      Alles beginnt, als Hall beobachtet, wie ein Eisberg von der Größe Rhode Islands vom antarktischen Schelfeis abbricht. Plötzlich spielen sich rund um den Globus immer gewaltigere Unwetter ab: Grapefruitgroße Hagelkörner prasseln auf Tokio nieder, Wirbelstürme ungeahnter Größe fegen über Hawaii hinweg, Schnee bedeckt Neu-Delhi und Tornados hinterlassen Verwüstungen in Los Angeles.

      Ein Anruf seines schottischen Kollegen Professor Rapson bestätigt Jacks schlimmste Befürchtungen: Die verheerenden Unwetter sind Vorboten eines umfassenden Klimawandels. Durch die schmelzenden Polarkappen ist zu viel Süßwasser in die Ozeane geflossen und hat die Meeresströmungen unterbrochen, die das Klima stabilisieren. Die Erderwärmung hat eine neue Eiszeit ausgelöst. Und die manifestiert sich in einem einzigen gigantischen Sturm.

      Während Jack das Weiße Haus über die anstehende Katastrophe informiert, sitzt sein 17-jähriger Sohn Sam (JAKE GYLLENHAAL) zusammen mit einigen Freunden wegen eines Schulwettbewerbs in New York fest. Nun muss er mit rapide fallenden Temperaturen und heftigen Überflutungen zurechtkommen. Sam sucht Zuflucht in der öffentlichen Bibliothek von Manhattan und nimmt Kontakt mit seinem Vater auf. Doch der kann nur noch warnen: Bleib unter allen Umständen in geschlossenen Räumen.

      Während man fieberhaft beginnt, die Menschen in südlichere Gefilde zu evakuieren, begibt sich Jack auf den Weg nach New York, um Sam zu retten. Doch nicht einmal Jack ist auf das vorbereitet, was passieren wird – ihm, seinem Sohn und dem gesamten Planeten ...
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • "The Day After Tomorrow" ist ein ultimativer Katastrophenfilm. Wenn in bisherigen Filmen die Menschheit immer lediglich von einer Naturkatastrophe heimgesucht wurde, kommen hier viele Bedrohungen zusammen: die hereinbrechende Eiszeit, gigantische Tornados und die Sintflut. In unglaublichen Bildern der Zerstörungskraft und mit beeindruckenden Spezialeffekten bricht ein Desaster ungeahnten Ausmaßes über die Menschheit herein. Roland Emmerich versteht es dabei wie immer gekonnt, die Fakten mit der Fiktion zu verbinden. So wird anhand von knappen Stichpunkten in kurzen Dialogen und Konferenzen die tatsächliche Funktionsweise des globalen Klimas erklärt und auch die anfangs dargestellten, kleineren Ereignisse sind nicht rein fiktiv. Tote durch Hagel gab es bereits in China, Bilder von verheerenden Stürmen in Florida sind nichts neues und auch an die außergewöhnlichen Fluten der letzten Jahre in Mitteleuropa wird man sich noch bestens erinnern können. Für Emmerich ist es eine Leichtigkeit, diese ersten Anzeichen eines defekten Klimasystems auszubauen und die Zerstörung auf die Spitze zu treiben. Untermalt mit dem passend atmosphärischen, doch etwas charakterlosen Soundtrack von Harald Kloser wird der Zuschauer in ein kraftvolles Spektakel hineingerissen.
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Roland Emmerich
    Buch:   Jeffrey Nachmanoff als Writer  
      Roland Emmerich als Story  
    Musik:   Harald Kloser
      Thomas Wanker
    Kamera:   Ueli Steiger
    Produzent:   Stephanie Germain als Executive Producer  
      Mark Gordon als Producer  
      Ute Emmerich als Executive Producer  
      Roland Emmerich als Producer  
    Darsteller:   Dennis Quaid als Jack Hall  
      Jake Gyllenhaal als Sam Hall  
      Emmy Rossum als Laura Chapman  
      Dash Mihok als Jason Evans  
      Jay O. Sanders als Frank Harris  
      Sela Ward als Dr. Lucy Hall  
      Austin Nichols als J.D.  
      Arjay Smith als Brian Parks  
      Tamlyn Tomita als Janet Tokada  
      Sasha Roiz als Parker  
      Ian Holm als Terry Rapson  
      Kenneth Welsh als Vize Präsident Becker  
    • | USERKOMMENTARE

    • Fox Mulder| So wie man es von Emmerich gewohnt ist
    • Dieser Film ist ein typischer Katastrophenfilm mit dem Unterschied zu den anderen, dass er aktuelle Special Effects benutzt. Die sind wirklich ein Hingucker und kommen vor allem in der ersten Hälfte zum Einsatz. In der ersten Hälfte ist auch am meisten los. Ich hab mir den Film zum zweiten Mal angesehen und fand die erste Hälfte immer noch sehr gut, aber die zweite Hälfte schleppt sich dann nur noch dahin, weil dort reichlich wenig actionreiches passiert. Roland Emmerich hat auch sehr sympathische Schauspieler gewählt. Jake Gyllenhaal überzeugt durchwegs und auch seine Kumpanen wissen zu überzeugen. Doch das ist kein Film, der grosse Leistungen der Schauspielkunst verlangt. The Day After Tomorrow blendet vor allem mit seinen Effekten und seinen monumentalen Zerstörungsbildern. Es gibt nur wenige, die das besser darstellen können als Emmerich. Er hat ja schon bei Godzilla und Independence Day überzeugend gezeigt, dass seine Filme vor allem dank der Effekte Spass machen. Jedoch strotzt der Film nur so von Klischees, die aber natürlich ganz gut ins Geschehen passen und bei Emmerich einfach dazugehören. Der Soundtrack, vor allem das Main Theme, hat mir sehr gut gefallen.

      Alles in Allem ein guter Katastrophenfilm der beim zweiten Anschauen aber doch, in der 2. Hälfte, an Reiz verliert. Special Effects und Soundtrack überzeugen auf ganzer Linie. Die Schauspieler spielen gut. Gutes Popcorn-Kino! In der 2. Hälfte hätte man aber noch mitreissendere Aspekte reinbringen müssen.
    • 13.11.2005 Bewertung:
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    • | Userwertung

    Wertung: 8.2/10 (25 votes)

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