Sonntag | 27. Mai 2012 | 08:58 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • "Schultze gets the blues" handelt von Schultze. Schultze fristet sein Leben seit Jahr und Tag in einem kleinen anhaltinischen Ort nahe der Saale. Bezeichnenderweise einziges Wahrzeichen des Ortes ist ein riesiger Berg aus Kali-Abraum von der nahegelegenen Mine. Schultzes Leben zwischen Arbeit (unter Tage) - dem er seinen chronischen Husten verdankt - und Kneipenbesuch, Schrebergarten, Volksmusik sowie Angeln (über Tage) kommt zu einem vorzeitigen Ende, als er und seine Kumpels Manfred und Jürgen in den Vorruhestand geschickt werden. Während diese sich mehr und mehr dem Nichts ergeben und das Aufrechterhalten der Routine zu einer Farce verkommt, entdeckt Schultze ein Leben hinter dem Berg. Aus seinem polka-geschundenen Akkordeon entlockt der Hobby-Musiker feurige Südstaatenklänge, die die gediegenen Jubiläumsfeiern seines Heimatmusikvereins zu sprengen drohen. Vor die Wahl gestellt, wieder in den gleichen Trott zurückzufallen oder als anhaltinischer Freak zu enden trifft Schultze eine Entscheidung, die ihn bis tief in die Sümpfe und Bayous von Louisiana führen wird...und zurück...
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Nichts sei so traurig wie die Gesänge deutscher Rentner, wenn sie zuviel getrunken hätten, schreibt Michel Houellebeq in „Plattform“ und meint Männer wie Schultze. Männer wie Schulze, das sind resignierte, stoische Typen, die sich niemals über irgendetwas beklagen würden. Ihr größtes Glück ist die bierselige Geselligkeit. Die wenigen Worte, die sie sprechen, verraten nichts über ihre Sehnsüchte und ihre Traurigkeit. Deswegen muss „Schultze Gets the Blues“ ein Musikfilm sein, denn nur durch die Zwiesprache mit der Musik lässt sich Schulze charakterisieren.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Michael Schorr
    Buch:   Michael Schorr  
    Musik:   Thomas Wittenbecher
      Dirk Niemeier
    Kamera:   Axel Schneppat
    Produzent:   Jens Körner  
    Darsteller:   Wilhelmine Horschig als Lisa  
      Rosemarie Deibel als Frau Lorant  
      Horst Krause  
      Wolfgang Boos  
      Karl-Fred Müller  
      Hannelore Schubert  
      Ursula Schucht  
      Harald Warmbrunn  
      Anne v. Angelle als Aretha  
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