Horton ist ein fröhlicher Elefant im Dschungel, der von einem kleinen Staubkorn einen Hilferuf hört. Er setzt das Staubkorn auf eine Kleeblüte und will es in Sicherheit bringen: auf dem Staub nämlich befindet sich die winzigkleine Stadt der Hu, deren Bürgermeister sich Sorgen macht um den Untergang der kleinen Welt. Doch Horton wird von dem bösen Känguru bedrängt, ja nicht mehr mit einer nichtexistenten Stadt auf einer Kleeblüte zu reden, weil das die Kinder verderben würde. Und der Bürgermeister der Hu findet bei Stadtrat und Bevölkerung auch keinen Glauben an seine Geschichte vom großen Elefanten im Himmel, der ihnen helfen will... Horton stürmt durch den Dschungel, und das Känguru hat den Geier Vlad auf ihn angesetzt. Kann Horton Hu-Heim retten?
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| FILMKRITIK
Horton ist ein lustiger Elefant, der lustige Dinge macht. Der seine Ohren zu Badekappen umklappt, seinen Rüssel als verstellbaren Duschkopf benutzt, den Dschungelkämpfer spielt im Kampf mit Affen: „Ich liebe den Geruch von Bananen am Morgen“; der Pirouetten tanzt und sonstige Kapriolen schlägt. Seinen Freund kann er nicht sehen: das ist der lustige Bürgermeister von Hu-Heim, einer klitzekleinen Stadt mit klitzekleinen Menschen auf einem klitzekleinen Staubkorn; der ist liebenswert seltsam und ein bisschen schusselig und einfach auch ein lustiger Typ – etwas für Kinder und Erwachsene halt, die Spaß an gekonntem Slapstick haben.
Der Rest des Films freilich fällt ab gegen die zwei Kindsköpfe, die, siehe oben, so lustig sind. Denn erstens ist nicht ganz klar, wie Anspielungen in der Originalversion auf die Unabhängigkeitserklärung oder auf JFK übersetzt werden sollen, so dass sie auch in Deutschland allgemein verständlich sind; dann gibt’s zwar einige Gags, aber auch einigen Leerlauf, in denen die Moral von der Geschicht agitiert wird: Jeder Mensch ins wertvoll, egal wie klein er ist – oder auch: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Und dann ist da noch die Tatsache, dass die zugrundeliegende Fabel von Dr. Seuss, die in Amerika offenbar ein populärer Kinderklassiker ist, für sich genommen einen 90-Minuten-Film nicht tragen kann, weshalb die Story aufgepeppt werden muss mit ein bisschen Turbulenz: einer Hängebrückenpartie zum Beispiel.
Und damit freilich werden die logischen Löcher des Films evident, sicherlich auch für kleinere Kinder. Warum zum Beispiel wird die kleine Welt der Hus nicht jedes Mal, nicht ständig, nicht vollkommen endgültig und desaströs durcheinandergeschüttelt, wenn Horton rumspringt und rennt und klettert und tanzt und kämpft? Sondern nur manchmal, wenn’s in die Storyline passt, und auch dann nur für den Bürgermeister spürbar? Warum merkt Horton nicht, dass er, gerade indem er die Kleeblume mit dem Staubkorn mit der Hu-Stadt in Sicherheit bringen will diese erst in höchste Gefahr bringt? Und warum muss das Staubkorn unbedingt auf diesen einen Berg, den sich Horton als Ziel ausgedacht hat?
Zwar gibt es ein paar wunderbare Gags: eine Arschtrittmaschine, ein Mobile aus Felsen, das als Transportmittel dient, die Imaginationen von Horton in 2 D mit Action im Anime-Stil oder die beiden Vlads, der eine der böse Geier, der andere das liebe Kaninchen, das Kekse bringt… Doch fehlende Motivation und Ungleichgewichte in der Logik bemerken auch kleine Kinder, und wenn sie diese Grundfesten des Films hinterfragen, sind sie schon aus dem Plotflow rausgeworfen.
| FAZIT
Ein Kinderabenteuer mit starker Moral, das aber an einigen Logiklöchern und Handlungsleerläufen krankt. Witzig, aber etwas zu einfach gestrickt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung