Action,
Science Fiction
| Deutschland / Kanada / Tschechoslowakei / USA 2004
| INHALTSANGABE
Der todkranke Milliardär Charles Weyland (Lance Henriksen) hat nur noch einen Wunsch bevor er stirbt: Unsterblich werden. Aus diesem Grund ruft er übereilt eine Forschergruppe zusammen, die völlig unvorbereitet eine unter dem Eis liegende Pyramide untersuchen soll. Mysteriöserweise hat jemand einen makellosen Tunnel durch die 700 Meter dicke Eisschicht bis hin zur Pyramide geschmolzen, in die die bunt zusammengewürfelte Truppe prompt hineinmaschiert. Erst zu spät geht ihnen auf, dass sie damit in eine tödliche Falle geraten sind. Denn die Alien-Eier warten bereits darauf, sich über die menschlichen Wirte weiterzuentwickeln. Und hoch vom Himmel kommen auch schon die Predator angeschwirrt, um sich mit den Aliens einen blutigen Kampf zu liefern. Schnell geraten da die Menschen, deren Zahl sich rasch dezimiert, zwischen die außerirdischen Fronten.
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| FILMKRITIK
Einen ersten Drehbuchentwurf für „Alien vs. Predator“ gab es bereits 1991. Doch es dauerte noch ganze 13 Jahre bis das Projekt tatsächlich verfilmt wurde. Nun treffen also zwei außerirdische Kult-Spezies in einem erbitterten Kampf gegeneinander an. Und zwischen ihnen stehen, reichlich fehl am Platz, die Menschen. Von Anfang an sind eigentlich alle Zutaten für einen spannenden Sci-Fi-Action-Film vorhanden. Da hätten wir eine 1000 Meilen von der nächsten Zivilisation entfernt gelegene Insel im arktischen Eismeer. Eine auf mysteriöse Weise ausgestorbene Walfangstation und eine geheimnisvolle Pyramide in dessen innerem Kern eine tiefgefrorene Alienmutter auf ihre Wiedererweckung wartet. Die idealen Bedingungen also für eine außerirdisch-menschliche Katastrophe.
Es stehen wirkungsvolle Handlungsorte zur Verfügung, die man spannungsreich in Szene hätte setzen können. Doch die zugegebenermaßen gute Idee einer sich alle zehn Minuten in ihrer Raumaufteilung verändernden Pyramide wird ebenso wenig ausgekostet wie der mysteriöse Horror einer ausgestorbenen Siedlung.
In den dunklen Bildern eines verschachtelt-klaustrophobischen Sets liefern sich die Außerirdischen Kämpfe in rasant geschnittener Videospiel-Manier. Die Menschen sind dabei nur nebensächliches Beiwerk. Der Film gibt sich erst gar keine Mühe, die Rollen weiter auszuformulieren. Die Dialoge sind nicht weiter von Belang und ohnehin haben die meisten Personen nicht viel zu sagen, denn zwischen Aliens und den Predator lebt es sich nicht lange. Durch mangelnde Identifizierung mit ihnen ist das aber auch vollkommen gleichgültig. Sanaa Lathan („Out Of Time“) gelingt es zwar, sich recht passabel als toughe Jägerin durchzuschlagen, doch die Alien-Ikone Sigourney Weaver kann sie dabei nicht ersetzen.
Im Mittelpunkt stehen Aliens und Predator, sowie digitale Effektkünste. Obwohl die Aliens sehr eng an ihre Vorgänger angelegt wurden kommen sie nur halb so unheimlich daher wie gewohnt. Zu schnell sind sie im Bild, zu kurz sind die Verfolgungssituationen, als dass sie für Spannung sorgen würden. Der Horror der „Alien“-Filme war da subtiler, spielte mit langanhaltenden Geräuschen und langsam aufkommender Panik.
Die Predator kommen recht cool daher, was wohl vor allem daher rührt, dass ihr Kopfbewuchs allzu stark an Dreadlocks erinnert. Dass sie den größten Teil des Films sichtbar durchs Bild stapfen macht sie berechenbarer und somit leider auch langweiliger.
Als waschechtes B-Movie steht der Film eher in der Tradition der „Predator“-Filme. Freunde der „Alien“-Reihe, die mit Spannungsreichtum, optischer Perfektion und intellektueller Qualität daherkam, werden von diesem „Nachfolger“ wohl enttäuscht sein.
Denn obwohl alle Zutaten für ein unterhaltsames und spannendes Spektakel vorhanden sind, gelingt es dem Film nicht, den Zuschauer an sich zu fesseln. Einen gewissen Unterhaltungswert darf man ihm zwar nicht absprechen, doch besonders denen, die hier zum ersten Mal einem „Alien“ begegnen werden, seien eher die Vorgänger ans Herz gelegt.
| FAZIT
„Alien vs. Predator“, das ist sinnfreies Trash-Kino mit enttäuschendem Unterhaltungswert für „Alien“-Fans.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung